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Dax-Kurve

Anleger schauen in der kommenden Woche auf die Entwicklungen im Handelsstreit.

(Foto: dpa)

Börse am 6. November Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Kehrt am Mittwoch der Schwung an die Aktienmärkte zurück? Handelsimpulse gibt es reichlich, doch zum Start wird der Dax schwächer erwartet.
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Düsseldorf Der Dax hat am Dienstag die zum Wochenstart eroberte Marke von 13.000 Punkten knapp verteidigt. Kehrt am Mittwoch der Schwung zurück? Vor dem Handelsstart notiert der deutsche Leitindex etwas schwächer, nachdem er sich am Dienstag nur in einer Spanne von 54 Punkten bewegt und 0,1 Prozent höher bei 13.149 Zähler geschlossen hatte.

Handelsimpulse gibt es jedenfalls reichlich. Gleich drei Dax-Konzerne legen Quartalszahlen vor, hinzu kommen zahlreiche weitere Zwischenbilanzen. Auch an den europäischen Märkten tut sich einiges.

Schwung könnten auch die Vorgaben aus den USA bringen. Dort hievten ungebrochene Hoffnungen auf einen Durchbruch im Handelsstreit den Dow Jones auf ein neues Rekordhoch. Wie das „Wall Street Journal“ und die „Financial Times“ berichteten, könnten die USA und China einen Teil der in den vergangenen Monaten eingeführten Zölle wieder zurücknehmen.

1 – Vorgabe aus den USA

Der US-Standardwerteindex schloss 0,1 Prozent höher auf 27.492 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,1 Prozent auf 3074 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich nur leicht um 0,02 Prozent auf 8434 Punkten.

In der Hoffnung auf eine deutliche Entspannung im Zollstreit mit China hatten sich in den vergangenen Tagen weitere Anleger mit US-Aktien eingedeckt. Insidern zufolge drang China darauf, im Rahmen des geplanten Handelsabkommens „alle Strafzölle so schnell wie möglich zu beseitigen“. Entscheidend sei, dass der Deal auch wirklich unterzeichnet werde, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. Dann werde die Wall Street ihre jüngsten Gewinne sicher verteidigen.

2 – Handel in Asien

In Erwartung neuer Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China hielten sich die asiatischen Anleger am Mittwoch an den Aktienmärkten zunächst zurück. „Der Handelsstreit ist der Hauptgrund dafür, dass sich das globale Wachstum in den letzten 18 Monaten abgeschwächt hat. Wir würden uns wünschen, dass die Zölle zurückgefahren werden. Wir warten immer noch auf klarere Anzeichen einer Lösung,“ sagt Shane Oliver, Chefökonom bei AMP Capital Investors in Sydney.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 23.264 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1690 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.

3 – Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen

Wie die Konjunkturprognose des Sachverständigenrats ausfällt, ist bereits am Dienstag vorab bekanntgeworden. Doch am Mittwoch wird das Gutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen in Berlin der Kanzlerin übergeben und erörtert. Die Signalwirkung könnte an den Märkten womöglich einige Rezessionsängste nehmen.

Denn trotz pessimistischer Zahlen bietet der Ausblick tatsächlich Hoffnung. Den Tag über dürften die Zahlen und auch die Unstimmigkeiten der Weisen untereinander für Gesprächsstoff sorgen – Achim Truger und Isabel Schnabel wünschen sich eine aktivere Konjunkturpolitik. Die schwarze Null stellt das Gutachten insgesamt infrage.

Wie die Bundesregierung rechnen die Ökonomen damit, dass in diesem Jahr das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um 0,5 Prozent wachsen wird. 2020 werde das Plus zwar wegen der höheren Zahl an Arbeitstagen mit 0,9 Prozent stärker aussehen; zieht man aber diesen Effekt ab, werden auch 2020 nur 0,5 Prozent Wachstum erreicht.

Allerdings gehen die Wirtschaftsweisen bisher nicht von einer „breiten und tiefer gehenden Rezession“ aus. Ein Konjunkturprogramm sei deshalb aktuell nicht nötig; zumal die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer lockeren Geldpolitik sowie die Große Koalition mit Entlastungen bei Steuern und Abgaben bereits die Konjunktur fördern würden.

4 – Zahlen vom Dax-Konzern Wirecard

Am Mittwochmorgen wird der Münchener Zahlungsdienstleister seine Zahlen für das dritte Quartal präsentieren. Analysten erwarten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Umsatz und Gewinn erneut eine Steigerung von mindestens 30 Prozent.

Genauer will Wirecard dieses Mal auch Auskunft zu seinen hundert Partnern geben, mit denen das Unternehmen in Ländern zusammenarbeitet, wo Wirecard selbst keine Banklizenz besitzt. Ein Bericht über mögliche Unregelmäßigkeiten mit einem Partner in Dubai hatte die Wirecard-Aktie im vergangenen Monat unter Druck gesetzt.

5 - BMW mit guter Quartalsbilanz erwartet

Konzernchef Oliver Zipse stellt am Vormittag die Geschäftszahlen des Münchener Autobauers für den Zeitraum von Juli bis September vor. Der Manager führt den Dax-Konzern seit Mitte August, nachdem Vorgänger Harald Krüger seinen Vertrag nicht mehr verlängert hat. Dieser hatte das Ziel ausgegeben, beim weltweiten Verkauf von Premiumautos 2020 wieder vor Konkurrent Mercedes zu liegen.

Der Stuttgarter Autohersteller hatte BMW 2016 nach vielen Jahren an der Spitze vom Verkaufsthron gestoßen. Nach neun Monaten liegt BMW in diesem Jahr beim Verkauf von Autos der eigenen Stammmarke rund 125 000 Fahrzeuge hinter Mercedes-Benz. Vor einem Jahr war der Rückstand noch um etwa 25 000 Autos größer gewesen.

Grundsätzlich stimmen die Zahlen wohl: Der Münchner Konzern verkaufte zwischen Juli und September gut 525 000 Autos der Stammmarke BMW und damit fast 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Analysten erwarten einen Umsatzanstieg von 2 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro und einen gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Gewinn von 2,13 Milliarden Euro vor Steuern.

6 – Auch Adidas bilanziert

Der Sportartikelriese aus Herzogenaurach präsentiert am Morgen seine jüngste Bilanz. Analysten rechnen damit, dass Konzernchef Kasper Rorsted gemischte Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen wird. Denn die Lage für die globale Sportartikelbranche wird zusehends schwieriger. Dem heimischen Konkurrenten Puma machten die Auswirkungen der US-Strafzölle bereits in der Bilanz zu schaffen. Und der amerikanische Rivale Under Armour musste in dieser Woche seine Umsatzprognose nach unten korrigieren.

Termine Unternehmen am 6. November

  • 07:00 Uhr, Schweiz: Barry Callebaut, Jahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Brenntag, Q3-Zahlen (Call 14.00 h)
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Fraport, Q3-Zahlen (Pk 10.30 h)
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Norma, Q3-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Frankreich: Alstom, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Frankreich: Societe Generale, Q3-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Niederlande: Ahold Delhaize, Q3-Zahlen
  • 07:30 Uhr, Österreich: Voestalpine, Q2-Zahlen
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Adidas, Q3-Zahlen (Call 10.00 h)
  • 07:30 Uhr, Deutschland: BMW, Q3-Zahlen (10.00 Call)
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Elringklinger, Q3-Zahlen
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Heidelberger Druckmaschinen, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Axel Springer, Q3-Zahlen
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Hannover Rück Q3-Zahlen (Call 8.00 h)
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Wirecard, Q3-Zahlen
  • 07:30 Uhr, Großbritannien: Dialog Semiconductor, Q3-Zahlen (Call 8.30 h)
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Elmos Semiconductor, Q3-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Österreich: Verbund, Q3-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Großbritannien: Marks & Spencer, Halbjahreszahlen
  • 08:00 Uhr, Luxemburg: RTL, Q3-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Deutschland: TLG Immobilien, Q3-Zahlen
  • 09:00 Uhr, Deutschland: Bertelsmann, Q3-Zahlen
  • 10:00 Uhr, Deutschland: Chemieverband VCI Pk zur Branchenkonjunktur Q3/2019
  • 10:00 Uhr, Deutschland: VDMA Maschinenbau Auftragseingang 09/19
  • 17:50 Uhr, Frankreich: Axa, Q3-Umsatz
  • 18:00 Uhr, Deutschland: Freenet, Q3-Zahlen
  • 22:05 Uhr, USA: Qualcomm, Q4-Zahlen
  • 22:05 Uhr, USA: Fox Corp, Q3-Zahlen
  • 22:30 Uhr, USA: Liberty Global, Q3-Zahlen
  • Österreich: Andritz, Q3-Zahlen
  • Deutschland: KfW, Q3-Zahlen
  • Deutschland: Süss Microtec, Q3-Zahlen
  • Schweiz: Swiss Life, Q3 Interim Statement
  • Italien: Banca Montei dei Paschi di Siena, Q3-Zahlen

Termine Konjunktur am 6. November

  • 08:00 Uhr, Deutschland: Auftragseingang Industrie 09/19
  • 09:00 Uhr, Spanien: Industrieproduktion 09/19
  • 10:00 Uhr, Eurozone: Konferenz zur EZB-Bankenaufsicht unter anderem mit EZB-Vizepräsident Luis de Guindos und dem Chef der EZB-Bankenaufsicht, Andrea Enria
  • 11:00 Uhr, Eurozone: Einzelhandelsumsatz 09/19
  • 14:30 Uhr, USA: Produktivität Q3/19
  • 14:30 Uhr, USA: Lohnstückkosten Q3/19
  • 16:30 Uhr, USA: Energieministerium, Ölbericht (Woche)
  • 18:00 Uhr, Deutschland: rwi-Dialog über das Jahresgutachten 2019-2020 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

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