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Börse am 7. August Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Die Lage an den Märkten bleibt trotz einer Atempause an den US-Börsen angespannt. Neben Währungskrieg- und Rezessionssorgen stehen wichtige Unternehmenszahlen im Fokus.
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Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Kurse an der Börse. Quelle: dpa
Computerbildschirme im Frankfurter Handelssaal

Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Kurse an der Börse.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Märkte stehen weiter im Bann des Handelsstreits zwischen den USA und China. Die Frucht vor einem Währungskrieg wächst und dürfte auch am Mittwoch die Anleger in Atem halten. Zudem stellen zahlreiche Unternehmen ihre Quartalszahlen vor.

Nachdem der Dax am Dienstag mit 11.567 Punkten im Minus geschlossen hatte, stellt sich die Frage, ob sich am Mittwoch die Talfahrt des deutschen Leitindex fortsetzen wird oder die Kursgewinne der US-Börsen etwas Auftrieb geben.

Am Dienstag verschärften die weltgrößten Wirtschaftsmächte USA und China ihren Kurs im Handelsstreit: Die Vereinigten Staaten stuften die Volksrepublik erstmals seit 25 Jahren wieder als Währungsmanipulator ein. China setzte fast parallel den Kauf von US-Agrarprodukten aus. Beide Seiten erhoben damit verbunden neue Vorwürfe gegeneinander. Eine Einigung in dem seit Monaten tobenden Handelsstreit, der die Weltwirtschaft zunehmend belastet, ist nicht in Sicht. Viele Marktteilnehmer an Europas Börsen sind verunsichert.

Die chinesische Zentralbank teilte am Dienstag mit, die Volksrepublik habe den Yuan nicht als Waffe im Handelsstreit eingesetzt und werde dies auch nicht tun. Der Stempel als Währungsmanipulator sei eine Verletzung internationaler Regeln. Dies könne das Finanzsystem beschädigen und an den Kapitalmärkten zu Chaos führen.

Viele Anleger fragen sich derweil auch, ob der internationale Handelsstreit Auswirkungen auf die weitere Geldpolitik der US-Notenbank haben wird. Aus Sicht eines Spitzenvertreters der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sind weitere Zinssenkungen in diesem Jahr wohl erstrebenswert.

Dafür sprächen das sich wahrscheinlich abschwächende Wirtschaftswachstum und die Unsicherheit, die vom Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgehe, sagte der Fed-Präsident von St. Louis, James Bullard, am Dienstagabend. Diese Verunsicherung dürfte noch für Jahre anhalten, ergänzte er.

Die amerikanische Notenbank könne aber nicht täglich auf die Verhandlungen der Handelspartner reagieren. Die Geldpolitik sei derzeit „beträchtlich“ lockerer als Ende vergangenen Jahres. Es bestehe die Gefahr, dass der Zollkonflikt die US-Konjunktur stärker als erwartet bremst. Die Fed kappte Ende Juli erstmals seit mehr als zehn Jahren den Leitzins - jedoch nicht so kräftig wie von Präsident Donald Trump gefordert. Sie senkte den geldpolitischen Schlüsselsatz um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent.

1 – Vorgaben aus den USA

Schnäppchenjäger haben den US-Börsen am Dienstag zu Kursgewinnen verholfen. Auch das Einschreiten der chinesischen Notenbank, die den Yuan-Kurs bei ihrem täglichen Fixing etwas höher ansetzte, hob die Stimmung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent höher auf 26.029 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 1,3 Prozent auf 2881 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 7833 Punkte.

2 – Handel in Asien

Die Furcht vor einer weiteren Eskalation im Handelsstreit zwischen die USA und China hat die asiatischen Aktienmärkte auch am Mittwoch fest im Griff gehalten. Äußerungen der US-Regierung, wonach sie den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen und an der nächsten Verhandlungsrunde im September festhalten wolle, konnten den Kursen nur wenig halt geben. An der Tokioter Börse gab der Nikkei-Index bis zum Mittag 0,8 Prozent auf 20.417 Punkte nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,7 Prozent. Auch die chinesischen Börse in Shanghai lag im Minus.

3 – Wirecard legt Zahlen vor

Der Zahlungsdienstleister aus Aschheim bei München informiert über seine Entwicklung im zweiten Quartal 2019. Im ersten Quartal waren das wichtige Transaktionsvolumen, Umsatz, Gewinn und Kosten zweistellig gestiegen. Investoren dürften genau beobachten, ob Wirecard Neuigkeiten zu seinem Streit mit der Zeitung „Financial Times“ (FT) mitteilt. Der Konzern wirft FT-Journalisten eine Zusammenarbeit mit Spekulanten vor.

4 – Munich Re bisher gut auf Kurs

Wenn die Munich Re am Mittwoch ihre Quartalszahlen vorlegt, ist ein außergewöhnlich hoher Gewinn bereits bekannt. Doch Anleger sollten genau hinschauen. Die Erinnerung an das Jahr 2017 ist noch frisch. Auch damals lag der weltgrößte Rückversicherer bei seinen Zahlen nach sechs Monaten bestens auf Kurs. Zahl und Umfang von Großschäden waren zu dieser Zeit gering. Dann aber kam der Herbst und besonders die drei schweren Hurrikans „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ in der Karibik, den USA und im Golf von Mexiko. Am Ende blieb ein für die Ansprüche von Munich Re bescheidener Gewinn von knapp 400 Millionen Euro.

Der Druck auf die Märkte hat zuletzt auch die Aktie der Munich Re nicht verschont. Dennoch zeigt der Kurs auch jetzt noch ein Plus von deutlich mehr als zehn Prozent seit Jahresanfang. Vielen Analysten ist jedoch das aktuelle Niveau von über 212 Euro für die Aktie noch immer zu hoch oder bestenfalls angemessen. Sehr viel Potenzial nach oben dürfen Anleger somit nicht erwarten.

5 - Eon mit stabilen Erträgen im Netzgeschäft

Der Energiekonzern wartet auf die Freigabe der geplanten Übernahme von Konkurrent Innogy. Am Mittwoch veröffentlicht Eon zunächst aber die Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres. Der Konzern profitiert von den stabilen Erträgen des Netzgeschäfts. Im Vertrieb muss der Konzern aber noch beweisen, dass er sich neues Wachstum erschließen kann.

6 - Continental zieht Zwischenbilanz

Der Autozulieferer aus Hannover legt seine Zahlen für das erste Halbjahr vor. Erst Ende Juli hatte der Dax-Konzern seine Umsatz- und Ergebnisziele nach unten korrigiert. Continental rechnet mit einem Rückgang der weltweiten Produktion von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen in diesem Jahr um fünf Prozent.

7 – Quartalsbilanz der Commerzbank

Wie sich die Commerzbank nach den geplatzten Fusionsgesprächen mit der Deutschen Bank in einem schwierigen Umfeld behauptet hat, werden die Zahlen für das zweite Quartal zeigen. Die Bank legt die Zwischenbilanz an diesem Mittwoch vor. Analysten rechnen mit einem Rückgang des Gewinns gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit der Konzentration auf Privatkunden sowie Firmenkunden und Mittelstand sieht sich die Commerzbank, deren größter Anteilseigner der deutsche Staat ist, zwar grundsätzlich gut aufgestellt. Allerdings sind die Möglichkeiten zu Wachstum aus eigener Kraft begrenzt. In der Branche herrscht ein harter Preiskampf. Zugleich ist die von Finanzinstituten herbeigesehnte Wende zu höheren Zinsen in weite Ferne gerückt.

Termine Unternehmen am 7. August

  • 06:45 Niederlande: Ahold Halbjahreszahlen
  • 07:00 Deutschland: Fraport Q2-Zahlen
  • 07:00 Niederlande: ABN Amro Q2-Zahlen
  • 07:00 Deutschland: Brenntag Q2-Zahlen (endgültig) (Call 14.00 h)
  • 07:00 Deutschland: Commerzbank Q2-Zahlen (Call 10.30 h)
  • 07:00 Italien: Unicredit Halbjahreszahlen
  • 07:30 Deutschland: Hapag-Lloyd Q2-Zahlen
  • 07:30 Deutschland: Wirecard Q2-Zahlen
  • 07:30 Deutschland: Medigene Halbjahreszahlen
  • 07:30 Deutschland: Munich Re Q2-Zahlen (endgültig) (Pk 9.30 h)
  • 07:30 Deutschland: Dürr AG Q2-Zahlen (endgültig)
  • 07:30 Deutschland: Eon Q2-Zahlen (Call 9.30 h)
  • 07:30 Deutschland: Elringklinger Q2-Zahlen (Call 14.00 h)
  • 07:30 Österreich: Voestalpine Q1-Zahlen
  • 08:00 Deutschland: Pro Sieben Sat. 1 Q2-Zahlen (Call 8.15 h)
  • 08:00 Schweiz: Glencore Halbjahreszahlen (Call 9.00 h)
  • 08:30 Deutschland: Continental Halbjahreszahlen (endgültig)
  • 14:00 Deutschland: Morphosys Call zu den Q2-Zahlen
  • 22:05 USA: American International Group Q2-Zahlen

Termine Unternehmen am 7. August (ohne Zeitangabe)

  • Deutschland: KfW Halbjahreszahlen
  • Deutschland: Porsche Automobil Holding Halbjahreszahlen
  • Japan: Toshiba Q1-Zahlen
  • USA: Lyft Q2-Zahlen

Termine Konjunktur am 7. August

  • 08:00 Deutschland: Industrieproduktion 06/2019
  • 08:45 Frankreich: Handelsbilanz 06/2019
  • 16:30 USA: Ölbericht des Energieministeriums
  • 21:00 USA: Konsumentenkredite 06/2019

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