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Börse am 7. Oktober Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Bleibt der Dax auf Erholungskurs? Zum Start in die neue Handelswoche steht für Anleger die Geldpolitik der EZB im Fokus. Zudem stehen Konjunkturdaten auf der Agenda.
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In der vergangenen Woche hatte der Dax viele Punkte eingebüßt. Quelle: dpa
Brokerin an der Frankfurter Börse

In der vergangenen Woche hatte der Dax viele Punkte eingebüßt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Zum Start in die neue Woche kämpft der deutsche Leitindex um den Erhalt der 12.000-Punkte-Marke. Nachdem der Dax in der vergangenen Woche Hunderte Zähler verloren hatte, dürften Anleger gespannt auf die weitere Marktentwicklung blicken. Auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der Dax vorbörslich nahezu unverändert.

An diesem Montag steht vor allem wieder die Geldpolitik im Fokus der Investoren. Die kommenden zwei Tage lädt die Europäische Zentralbank (EZB) zu ihrer jährlichen geldpolitischen Konferenz. Ein wichtiges Thema: die Zinsuntergrenze. Interessant dürfte auch werden, wie es in der Kontroverse um den umstrittenen Kurs von EZB-Chef Mario Draghi weitergeht, der sich mit seiner Niedrigzinspolitik inner- und außerhalb der Notenbank viele Feinde gemacht hat.

Außerdem werden die Industrieaufträge für den Monat August veröffentlicht. Analysten gehen von einem erneuten Rückgang aus.

Auch die Entwicklungen auf der geopolitischen Bühne bleiben marktrelevant. Im Brexit-Chaos betont der britische Premierminister Boris Johnson nun wieder, dass das Vereinigte Königreich noch in diesem Monat die EU verlässt. Ende vergangener Woche hatte es noch geheißen, Johnson wolle notfalls doch eine weitere Verschiebung des EU-Austritts beantragen. Und auch der Handelsstreit zwischen den USA und der EU facht die Nervosität weiter an.

Am vergangenen Freitag schloss der Dax bei 12.012 Punkten rund 0,7 Prozent fester und beendete damit die Talfahrt, die zur Wochenmitte begann. Getrieben wurde das Frankfurter Börsenbarometer von US-Arbeitsmarktdaten. Innerhalb weniger Tage hatte der deutsche Leitindex mehr als 500 Punkte einbüßen müssen, unter dem Strich stand ein Wochenverlust von rund 370 Zählern.

Was die Märkte heute bewegt:

1 – Vorgabe aus den USA

Nach teils heftigen Kursverlusten unter der Woche infolge schwacher Konjunkturdaten haben eher moderate Nachrichten vom Arbeitsmarkt die Wall Street am Freitag angetrieben. „Wir haben so viele schlechte Nachrichten gehabt, dass alles willkommen ist, was darauf hindeutet, dass die Wirtschaft besser läuft als erwartet“, sagte J.J. Kinahan, Marktstratege bei TD Aneritrade in Chicago.

Alle drei großen US-Indizes schlossen am Freitag je rund 1,4 Prozent fester. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand damit bei 26.573 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 bei 2951 und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 7982 Stellen.

2 – Handel in Asien

Die Börse in Tokio ist angesichts neuer Sorgen über ein Scheitern der geplanten Handelsgespräche zwischen den USA und China schwächer in die Woche gestartet. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge zögere die chinesische Seite zunehmend, ein breites Handelsabkommen abzuschließen. Vize-Ministerpräsident Liu He will an diesem Donnerstag und Freitag in Washington mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin sprechen. Der Konflikt belastet die Weltwirtschaft.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag deshalb im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 21.348 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent und lag bei 1570 Punkten. Die Börse in Shanghai gab 0,9 Prozent nach. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,0 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans bewegte sich kaum.

3 – Geldpolitische Konferenz der EZB

In Frankfurt lädt die Europäische Zentralbank (EZB) an diesem Montag und Dienstag zu ihrer jährlichen geldpolitischen Konferenz ein. Bei den Vorträgen geht es um aktuelle Themen wie die Zinsuntergrenze, die Kommunikation der Notenbanken und die geldpolitische Strategie der EZB.

Zu den Rednern gehören EZB-Chefvolkswirt Philip Lane, der Leiter der geldpolitischen Abteilung der EZB, Massimo Rostagno, und der Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung, Frank Smets. Am Dienstag spricht außerdem Nobelpreisträger Robert Engle über die Risiken im Finanzsystem und die Wahrscheinlichkeit einer neuerlichen Krise.

Zuletzt gab es heftige Kontroversen inner- und außerhalb der Notenbank über den geldpolitischen Kurs. Kritiker wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann monieren, dass EZB-Präsident Mario Draghi mit der Entscheidung, das umstrittene Anleihekaufprogramm wiederaufzunehmen, zu weit gegangen ist.

Nach der Entscheidung des EZB-Rats gab die Deutsche Sabine Lautenschläger ihren Posten im Direktorium der Notenbank auf. Am Freitag protestierte eine Reihe europäischer Ex-Notenbanker, darunter die Deutschen Jürgen Stark, Helmut Schlesinger und Ottmar Issing, mit einem gemeinsamen Memorandum gegen Draghis Geldpolitik.

4 – Expo Real in München beginnt

Ab Montag trifft sich die internationale Immobilienwirtschaft zum Branchentreffen in München. Erwartet wird, dass die Zahl der Aussteller erneut leicht zunehmen und die Rekordzahl von knapp 2200 erreichen wird. Neben Themen wie Digitalisierung und Stadtentwicklung dürfte vor allem die aktuelle Lage der Branche für Diskussionsstoff sorgen. Während die lockere Geldpolitik die Nachfrage nach Immobilien auf einem konstant hohen Niveau hält, könnte sich die wirtschaftliche Abkühlung in Deutschland und Europa auch auf die Preise und Mieten von Wohnungen, Büros oder Ladenlokalen auswirken.

5 – Die Industrieaufträge für August werden veröffentlicht

Experten erwarten sich von den Daten neue Aufschlüsse über die weitere Entwicklung der angeschlagenen deutschen Wirtschaft. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Minus von 0,4 Prozent, nach einem Rückgang von 2,7 Prozent im Vormonat. Am Dienstag folgen dann die Daten zur Industrieproduktion, und am kommenden Donnerstag stehen die Exportdaten an.

Dann werden Anleger auch auf die US-Konjunktur blicken und ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Verbraucherpreise richten. Wie es um das US-Verbrauchervertrauen bestellt ist, werden die Zahlen der Uni Michigan am Freitag zeigen. „Sollten die nächsten Daten nicht stark ausfallen, ist eine US-Zinssenkung auf der Sitzung Ende Oktober sehr wahrscheinlich“, meint Commerzbank-Ökonom Bernd Weidensteiner.

Termine Unternehmen am 7. Oktober

  • Ohne Zeitangabe, Großbritannien: IAG, Verkehrszahlen 09/19
  • Ohne Zeitangabe, Spanien: Repsol, Trading Update
  • Ohne Zeitangabe, Niederlande: 100. Jahrestag: Gründung der niederländischen Flugzeuggesellschaft KLM

Termine Konjunktur am 7. Oktober

  • 08:00 Uhr, Deutschland: Industrieaufträge 08/19
  • 09:00 Uhr, EU: EZB-Konferenz mit Ökonomen und Notenbankern zur Geldpolitik - Verbindung von Wissenschaft und Praxis. An der Konferenz nehmen insbesondere Ökonomen verschiedener Universitäten teil.
  • 10:30 Uhr, EU: Sentix-Investorenvertrauen 10/19
  • 13:15 Uhr, EU: Telefonkonferenz der EZB-Bankenaufsicht zu einer Analyse der Liquiditätsrisiken von Banken
  • 15:45 Uhr, EU: EZB-Wochenbericht zum Anleihekaufprogramm
  • 19:00 Uhr, USA: Rede von Fed-Chef Powell in Salt Lake City
  • 21:00 Uhr, USA: Konsumentenkredite 08/19

Sonstige Termine am 7. Oktober

  • 11:00 Uhr, Deutschland: Bundeswirtschaftsministerium eröffnet Kompetenzzentrum Handel. Das „Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Handel“ soll v.a. in Digitalisierungsfragen eine Anlaufstelle für mittelständische Einzelhändler sein.
  • 12:00 Uhr, Deutschland: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eröffnet weitere Teilstrecke des ersten autonom fahrenden Busses
  • 13:30 Uhr, Deutschland: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht das Tunnelbohrunternehmen Herrenknecht
  • Ohne Zeitangabe, Niederlande: 100. Jahrestag: Gründung der niederländischen Flugzeuggesellschaft KLM
  • Ohne Zeitangabe, Deutschland: Expo Real Immobilienmesse, München (bis 09.10.2019)

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