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Börse am 8. März Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Anleger warten am Freitag auf neue Signale im Handelsstreit zwischen China und den USA. Außerdem stehen am Nachmittag US-Arbeitsmarktdaten an. Was die Märkte am Freitag bewegt.
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Dax aktuell: Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind Quelle: dpa
Dax-Kurve

Die Zahlen des Ifo-Geschäftsklimaindex könnte die Aktienmärkte bewegen und die Zeichen für eine kommende Rezession verdichten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf, New YorkDer Vortag stand an der Börse ganz im Zeichen der Geldpolitik. Erst nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre geldpolitischen Beschlüsse bekanntgegeben hatte, kam richtig Bewegung in den Markt. Anleger zeigten sich eher enttäuscht und ersetzen Aktien in ihrem Depot. Das ließ den Dax um 0,6 Prozent auf 11.517 Punkte fallen und belastete auch die Indizes in den USA. Am Freitagmorgen wird der Dax nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern erneut tiefer in den Handel starten.

Derart richtungsweisende Entscheidungen sind am letzten Tag der Woche nicht zu erwarten. Europas größter Versicherer, die Allianz, legt den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vor, wobei Umsatz und Gewinn der einzelnen Sparten schon vor längerer Zeit veröffentlicht worden sind. Auf Konjunkturseite richten Anleger ihren Blick auf neue Arbeitsmarktindikatoren aus den USA.

1 – Vorgaben aus den USA

EZB-Chef Mario Draghi hat Börsianer am Donnerstag mit düsteren Aussichten für die Konjunktur in der Euro-Zone vergrault. Er prognostizierte nicht nur eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums, sondern verschob auch die Zinswende auf mindestens 2020. Zudem beschloss die EZB Geldspritzen für die Banken. Dies drückte nach den Börsen in Europa auch die Wall Street ins Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 25.471 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 büßte ebenfalls 0,8 Prozent ein und stand zum Schluss bei 2748 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 7241 Punkte nach.

„Die EZB ist der Ansicht, dass der Wirtschaft mit billigeren Krediten unter die Arme gegriffen werden muss. Das passiert nur, wenn es Probleme gibt, wenn das Wirtschaftswachstum sich verlangsamt“, sagte der Chef-Marktanalyst von Spartan Capital Securities, Peter Cardillo. Möglicherweise müsse auch die US-Notenbank Fed länger still halten als sie derzeit anpeilt.

2 – Handel in Asien

Die düsteren Konjunkturaussichten haben am Freitag auch Asiens Aktienmärkte ins Minus gedrückt. In Tokio sank der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte um 1,5 Prozent auf 21.143 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,7 Prozent tiefer.

3 – Geschäftsbericht der Allianz

Der Versicherungskonzern stellt seinen Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr im Netz vor. Die Zahlen zu Umsatz und Gewinn in den einzelnen Sparten sind seit drei Wochen bekannt. Interessant dürfte jedoch der Vergütungsbericht der Vorstände werden. Wie bei vielen anderen Dax-Konzernen setzt sich auch bei der Allianz die Vorstandsvergütung aus vier Hauptkomponenten zusammen.

Das sind die Grundvergütung plus Nebenleistungen, hinzu kommen ein jährlicher Bonus, der Jahresanteil eines mittelfristigen Bonus sowie eine aktienbasierte Vergütung. Im vergangenen Jahr standen für Vorstandschef Oliver Bäte an dieser Stelle insgesamt 5,93 Millionen Euro. In diesem Jahr dürfte es mehr sein. Fraglich ist, ob er an das beste Jahr seines Vorgängers Michael Diekmann herankommen wird. Der brachte es im Jahr 2012 auf 6,62 Millionen Euro. Diese Summe hatte Bäte in seiner Amtszeit bisher nie erzielt.

4 – Fortsetzung von Chinas Nationalkongress

Der Kongresstag beginnt mit der jährlichen Pressekonferenz des Außenministers Wang Yi. Es dürfte um die USA, Nordkorea und andere internationale Themen gehen. Auch wird das neue Gesetz zum Schutz ausländischer Investitionen vorgelegt. Es soll für Klarheit und gleiche Wettbewerbsbedingungen für ausländische und chinesische Firmen sorgen. Vor dem Hintergrund des Handelskriegs mit den USA gilt es auch als Signal, dass China die Marktöffnung vorantreiben will.

Zudem hat Chinas Zollbehörde am Freitag die Außenhandelszahlen veröffentlicht. Demnach sind die Ausfuhren im Februar überraschend stark zurückgegangen. Wie die Zollbehörde mitteilte, brachen die auf Dollar lautenden Exporte um 20,7 Prozent ein.

Analysten hatten mit einem Minus von 4,8 Prozent gerechnet, nach einem unerwarteten Plus von 9,1 Prozent im Januar. Auch die Importe sanken im Februar deutlich. Der Rückgang zum Vorjahresmonat lag bei 5,2 Prozent. Hier belief sich die Expertenschätzung auf minus 1,4 Prozent.

Analysten warnen allerdings davor, die Handelsstatistiken für den Jahresbeginn überzubewerten, weil es zu dieser Zeit häufig starke Schwankungen gibt. Hintergrund sind erhebliche Geschäftsausfälle wegen der chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten. Diese fanden im laufenden Jahr Anfang Februar statt.

5 – Arbeitsmarktdaten aus den USA

In den USA wird am Nachmittag deutscher Zeit der Arbeitsmarktbericht für den Monat Februar vorgelegt. Anleger in den USA schauen traditionell ganz genau auf die neuesten Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Der ADP-Arbeitsmarktbericht, der vor wenigen Tagen veröffentlicht worden war, hatte bereits starkes Wachstum signalisiert.

Insgesamt kamen 183.000 Beschäftigte hinzu. Von Reuters befragte Experten hatten mit 189.000 gerechnet. Das Wachstum fiel allerdings deutlich geringer aus als im Januar. Dort war der Zuwachs zunächst auf 213.000 Stellen kalkuliert, später aber auf 300.000 korrigiert worden.

Termine Unternehmen am 8. März

  • 07:00 CH: VAT Group Jahreszahlen
  • 10:00 D: VDMA Maschinenbau Auftragseingang 01/19
  • 10:00 D: MVV Energie Hauptversammlung, Mannheim
  • 12:30 USA: Navistar Q1-Zahlen

Termine Unternehmen ohne Zeitangabe

  • Deutschland: Allianz Geschäftsbericht
  • Frankreich: Air France-KLM Verkehrszahlen 02/19
  • Frankreich: EssilorLuxottica Jahreszahlen

Termine Konjunktur

  • 00:50 Japan: BoJ Leistungsbilanz 01/19
  • 00:50 Japan: Handelsbilanz 01/19 (vorläufig)
  • 04:00 China: Handelsbilanz 02/19
  • 08:00 Deutschland: Auftragseingang Industrie 01/19
  • 08:00 Deutschland: Bauhauptgewerbe 12718
  • 08:45 Frankreich: Handelsbilanz 01/19
  • 08:45 Frankreich: Industrieproduktion 01/19
  • 09:00 England: Industrieproduktion 01/19
  • 10:00 Italien: Industrieproduktion 01/19
  • 11:00 Griechenland: Industrieproduktion 01/19
  • 14:30 USA: Baubeginne- und genehmigungen 01/19
  • 14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 02/19

Termine Konjunktur ohne Zeitangabe

  • EU: Moody's Ratingergebnis Bulgarien, Luxemburg
  • EU: S&P Ratingergebnis Zypern, Dänemark

Sonstige Termine

  • 10:00 Deutschland: Reisemesse ITB in Berlin (bis 10.3.)
  • Schweiz: Internationaler Automobil-Salon in Genf
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