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Dax-Kurve

Anleger schauen in der kommenden Woche auf die Entwicklungen im Handelsstreit.

(Foto: dpa)

Börse am 8. November Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Nach dem Kaufrausch der vergangenen Tagen dürften sich Aktieninvestoren zum Wochenschluss eine Pause gönnen. Vorbörslich liegt der Dax leicht im Minus.
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Düsseldorf Der Dax eilte zuletzt von Rekord zu Rekord. Am Freitag allerdings könnte den Märkten ein ruhigerer Handelstag bevorstehen. Zumindest stehen wenige Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten auf dem Kalender, die für Impulse sorgen. Am Donnerstag hatten noch zahlreiche Quartalsberichte den deutschen Leitindex auf bis zu 13.300 Punkte getrieben – erneut ein Jahreshoch.

Am Ende ging der Dax mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 13.289 Punkten aus dem Handel. Vorbörslich tendiert das Börsenbarometer leicht im Minus bei 13.230 Punkten. Rückenwind kommt aus Übersee: In den USA und in Asien griffen Aktienanleger beherzt zu, alle wichtigen Indizes legten zu.

Eine mögliche Erklärung für die aktuelle Rally: Die Kluft zwischen der Stimmung von privaten und institutionellen Investoren hat sich dramatisch vergrößert, zeigt die Auswertung einer Anlegerumfrage der Börse Frankfurt.

Die Stimmung der Finanzprofis ist massiv schlechter als die der Privatanleger, erläutert Studienautor und Finanzmarktanalyst Joachim Goldberg. Daraus schließt der Verhaltensökonom, dass die institutionellen Investoren deutlich unterinvestiert sind.

Viele Profis haben also das Aufwärtspotenzial im Dax falsch eingeschätzt und sind angesichts der laufenden Rally jetzt in Zugzwang. Sie werden aber vermutlich noch abwarten, bis der Leitindex wieder bis unter die Marke von 13.000 gefallen ist, bevor sie ihre Aktiendepots erneut auffüllen. Eine solche Situation spricht tendenziell dafür, dass die Kurse eher noch weiter steigen werden.

1 – Vorgabe aus den USA

Die Aussicht auf eine Entschärfung des Zollstreits mit China hat der Wall Street am Donnerstag Kursrekorde beschert. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,7 Prozent höher auf 27.677 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 3085 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 8434 Punkte. Dow und S&P beendeten den Handelstag auf Rekordhöhen.

In Kauflaune versetzte Investoren die Mitteilung der chinesischen Regierung, sie habe sich mit den USA auf eine schrittweise Aufhebung der gegenseitigen Strafzölle geeinigt. Außerdem meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, China erwäge die Aufhebung der Beschränkungen für den Import von US-Geflügel. „Das schürt Optimismus, dass das geplante Handelsabkommen bald in trockenen Tüchern ist“, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters New Vines.

2 – Handel in Asien

Die asiatischen Aktienmärkte reagierten verhalten positiv auf die Nachrichten aus Peking und Washington. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag am Freitag im Mittagshandel leicht im Plus, nachdem er zuvor bei 23.591 Zählern den höchsten Stand seit 13 Monaten erreicht hatte. In China legten die Kurse ebenfalls zu.

3 – Allianz mit Quartalszahlen

Finanzvorstand Giulio Terzariol wird voraussichtlich wieder einen Milliardengewinn verkünden können. Analysten rechnen im Schnitt mit einem operativen Gewinn von 2,98 Milliarden Euro für den Zeitraum zwischen Juli und September. Genauso wichtig wie die Zahlen ist jedoch der Ausblick auf die digitale Transformation des Versicherers, die derzeit im Haus in vollem Gange ist.

Vor Kurzem ist beispielsweise der neue Onlineversicherer Allianz Direct gestartet. Zudem hat der Konzern eine Milliarde Dollar in den chinesischen Versicherungsriesen Taikang Life Insurance investiert.

4 – EU-Finanzministertreffen

Start des regulären Finanzministertreffens ist am Mittag. Auf der Agenda stehen unter anderem Diskussionen zu Verbrauchssteuern auf alkoholische Getränke, Mehrwertsteuerregelungen für kleine Unternehmen, sowie eine Aussprache zum Stand der Dinge bei der Umsetzung der globalen Konzernsteuerreform auf OECD/G20-Ebene. Hierbei geht es vor allem um die Besteuerung digitaler Unternehmen. Zudem dürfte Facebooks Digitalwährung Libra zur Sprache kommen.

5 – Deutsche Exporte im September

Um zu wissen, in welchem Zustand sich die stark exportorientierte deutschen Wirtschaft befindet, ist ein Blick auf die Zahlen zu Aus- und Einfuhren von Waren unerlässlich. Am Freitag veröffentlich das Statistische Bundesamt die Bilanz für den Monat September. Im August stand vor allen Werten ein Minuszeichen: Die Exporte erreichten ein Volumen von 101 Milliarden Euro, fast vier Prozent weniger als im Monat des Vorjahrs. Auch wurde weniger importiert, das Volumen der Einfuhren sank um gut drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 85 Milliarden Euro.

6 - Zahlen von EnBW

Für den grünen Ministerpräsident Winfried Kretschmann werden die soliden Zahlen der EnBW keine Überraschung sein. Aber auch kein Anlass, den Landesanteil von knapp 47 Prozent zu verkaufen. Die Gelegenheit wäre günstig. Die von seinem Vorgänger Stefan Mappus (CDU) unter dubiosen Umständen erworbene Beteiligung ist inzwischen laut Börsenkurs wieder mehr wert, als das Land damals bezahlte. Aber anders als noch vor fünf Jahren schließt Kretschmann jetzt, wo es ohne Verlust möglich wäre, einen Verkauf aus.

Termine Unternehmen am 8. November

  • 07:00 Uhr, Schweiz: Richemont, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Allianz, Q3-Zahlen (Call 8.30 h)
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Rhön-Klinikum, Q3-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Frankreich: Credit Agricole, Q3-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Italien: Telecom Italia, Q3-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Japan: Honda, Q2-Zahlen
  • 09:00 Uhr, Deutschland: Enbw, 9Monatszahlen (Call 10.00 h)

Termine Konjunktur am 8. November

  • 01:10 Uhr, USA: Atlanta Fed-Präsident Botic hält eine Rede
  • 01:50 Uhr, Japan: BoJ Zahlungsbilanz Q3/19 (vorab)
  • 06:00 Uhr, Japan: Frühindikatoren 09/19 (vorab)
  • 07:45 Uhr, Schweiz: Seco Arbeitsmarktdaten 10/19
  • 08:00 Uhr, Deutschland: Handels- und Leistungsbilanz 09/19
  • 08:00 Uhr, Deutschland: Bauhauptgewerbe 08/19
  • 08:45 Uhr, Frankreich: Handelsbilanz 09/19
  • 08:45 Uhr, Frankreich: Industrieproduktion 09/19
  • 16:00 Uhr, USA: Lagerbestände Großhandel 09/19 (endgültig)
  • 16:00 Uhr, USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 11/19 (vorab)

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