Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Handelssaal in Frankfurt

Anleger hoffen auf Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China im Laufe dieser Woche.

(Foto: dpa)

Börse am 8. Oktober Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Zum Start in die neue Handelswoche hatten Anleger in Europa am Montag wieder etwas Mut gefasst. Bleibt der Dax am Dienstag auf Erholungskurs?
Kommentieren

Düsseldorf Wird sich der deutsche Leitindex Dax weiter stabilisieren? Wenige Tage vor neuen Handelsgesprächen zwischen den USA und China fassen Anleger in Europa wieder etwas Mut. Der Dax ging am Montag etwas fester aus dem Handel, Experten warnten jedoch vor allzu großer Zuversicht. Die Nachrichten in den kommenden Tagen dürften darüber entscheiden, ob der Dax sich über der Marke von 12.000 Punkten halten kann.

Mit Sorge beobachten Anleger die Lage in Nordsyrien. Die USA haben am Montag mit dem Abzug ihrer Truppen aus Syrien begonnen. Nun wird mit einem Militäreinsatz der Türkei gegen die Kurden-Miliz YPG gerechnet. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums bekräftigte, dass die USA weder eine Offensive der Türkei befürworteten noch unterstützten. Die US-Armee werde sich auch nicht zu einer Teilnahme drängen lassen.

US-Präsident Donald Trump hat der Türkei mit der Zerstörung ihrer Wirtschaft gedroht, sollte sich das Land in Syrien unangemessen verhalten. „Wie ich es schon gesagt habe, und nur um das zu wiederholen, wenn die Türkei irgendetwas tut, das ich, in meiner großen und unübertroffenen Weisheit als falsch bewerte, werde ich die Wirtschaft der Türkei total zerstören und auslöschen (ich habe das schon getan!)“, schrieb Trump am Montag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Anleger hoffen auf Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China im Laufe dieser Woche. Quelle: dpa
Handelssaal in Frankfurt

Anleger hoffen auf Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China im Laufe dieser Woche.

(Foto: dpa)

Die Drohung von Trump hat die türkische Lira auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat gedrückt. Die türkische Währung gab am Montag zeitweise um zwei Prozent nach.

Was die Märkte zudem heute bewegt:

1 – Vorgabe aus den USA

Wenige Tage vor neuen Handelsgesprächen zwischen den USA und China sind US-Anleger in Deckung gegangen. US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow äußerte sich am Montag zwar zuversichtlich, dass es Fortschritte geben könnte. Die USA schauten sich die Vorschläge der Volksrepublik an, sagte er vor Journalisten. Seine Aussagen konnten die nervösen Anleger aber nur zeitweise beruhigen. „Jetzt heißt es nur abwarten“, sagte Investmentberater Alan Lancz.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging bei 26.478 Punkten 0,4 Prozent tiefer aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 0,4 Prozent auf 2939 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,3 Prozent auf 7956 Punkte ein.

2 – Handel in Asien

Die Börse in China nahm nach einer einwöchigen Pause anlässlich des Nationalfeiertags zum 70-jährigen Bestehen der Volksrepublik den Handel am Dienstag wieder auf und legte leicht zu. Die Anleger blieben vorsichtig, da US-Präsident Donald Trump zwar Hoffnungen auf erfolgreiche Handelsgespräche machte, er aber ein schnelles Abkommen zwischen China und den USA für unwahrscheinlich erklärte.

Die Börse in Schanghai lag 0,9 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen gewann 1,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans bewegte sich kaum.

Die Börse in Tokio zeigte sich leicht erholt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf ein Prozent höher bei 21.596 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent und lag bei 1586 Punkten.

3 – Capital Markets Day von Wirecard

Zum Capital Markets Day hat der Zahlungsdienstleister Wirecard nach New York geladen. Dabei hat das Unternehmen vor allem amerikanische Analysten und Investoren im Blick. Nachdem der Dax-Konzern im vergangenen Jahr im Rahmen dieser Veranstaltung in London seine neue Mehrjahresstrategie verkündet hatte, erwarten Experten von Konzernchef Markus Braun diesmal Aussagen zu den neuesten technischen Entwicklungen im Bereich Zahlungsverkehr, zu möglichen Partnerschaften und zur US-amerikanischen Strategie des Konzerns. Im Gegensatz zum asiatischen Markt hat Wirecard hier noch Nachholbedarf.

Im Vorfeld der Veranstaltung kursierte bereits wieder kritisches Research-Material von anonymen Analysten, in dem das Geschäftsmodell angezweifelt wurde. Die Experten namhafter Großbanken wie Société Générale oder BHF Oddo hatten sich hingegen zuletzt sehr positiv zur Entwicklung bei Wirecard geäußert.

4 – Rede der neuen IWF-Chefin

Kristalina Georgiewa, neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hält eine Rede zur Lage der Weltwirtschaft. Anlass ist das am 14. Oktober beginnende Herbsttreffen von IWF und Weltbank. Die Rede der Bulgarin wird im Hinblick auf die derzeit schwächelnde Weltkonjunktur interessant sein. Seine Wachstumsprognose hatte der IWF in diesem Jahr schon dreimal nach unten korrigiert.

5 – Geldpolitische Konferenz der EZB

In Frankfurt lädt die Europäische Zentralbank (EZB) zum zweiten Tag ihrer jährlichen geldpolitischen Konferenz ein. Es spricht unter anderem Nobelpreisträger Robert Engle über die Risiken im Finanzsystem und die Wahrscheinlichkeit einer neuerlichen Krise. Außerdem moderiert EZB-Chefvolkswirt Philip Lane eine Paneldiskussion mit dem Gouverneur der spanischen Notenbank Pablo Hernández de Cos und der italienischen Ökonomin Lucrezia Reichlin.

Zuletzt gab es heftige Kontroversen inner- und außerhalb der Notenbank über den geldpolitischen Kurs der EZB. Kritiker wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann monieren, dass EZB-Präsident Mario Draghi mit der Entscheidung, das umstrittene Anleihekaufprogramm wiederaufzunehmen, zu weit gegangen ist. Am vergangenen Freitag protestierte etwa eine Reihe europäischer Ex-Notenbanker, darunter Jürgen Stark, Helmut Schlesinger und Ottmar Issing, mit einem gemeinsamen Memorandum gegen Draghis Geldpolitik.

6 – Immobilienmesse Expo Real

Die Expo Real ist mit über 2700 Ausstellern Europas größte Immobilienmesse. Seit Jahren wird auf den Fachforen der Messe über einen kommenden Abschwung in der Immobilienbranche diskutiert, bisher ist dieser jedoch ausgeblieben. International werde der deutsche Markt nach wie vor als stabil eingeschätzt, sagen Manager großer ausländischer Investoren. Die Manager rechnen jedoch damit, dass sich die Regulierung des deutschen Mietmarkts in Zukunft verschärfen wird – und andere Städte dem Beispiel des geplanten Berliner Mietendeckels folgen werden. Das könnte sich auch auf die Kurse börsennotierte Wohnungskonzerne auswirken.

Termine Unternehmen am 8. Oktober

  • Großbritannien, Easyjet, Trading Statement Q4/19 (8 Uhr)
  • Deutschland, Wirecard, Capital Markets Day in New York
  • Frankreich: Air France-KLM, Verkehrszahlen 09/19

Termine Konjunktur am 8. Oktober

  • 8:00 Uhr Deutschland: Industrieproduktion 08/19
  • 8:45 Uhr Frankreich: Handels- und Leistungsbilanz 08/19
  • 9:00 Uhr Spanien: Industrieproduktion 08/19
  • 10:00 Uhr Italien: Einzelhandelsumsatz 08/19
  • 12:00 Uhr Frankreich: OECD-Frühindikator 08/19
  • 14:30 Uhr USA: Erzeugerpreise 09/19
  • 14:00 Uhr USA: Rede der neuen IWF-Chefin Kristalina Georgiewa zur Lage der Weltwirtschaft, Washington
  • 19:35 Uhr USA: Rede von Fed-Mitglied Evans in Chicago
  • 19:50 Uhr USA: Rede von Fed-Chef Powell in Denver

Sonstige Termine am 8. Oktober

  • 11:00 Deutschland: Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) stellt Aufsichtsratsstudie vor, Frankfurt

Mit Agenturmaterial.
Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

Startseite

Mehr zu: Börse am 8. Oktober - Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

0 Kommentare zu "Börse am 8. Oktober: Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.