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Börse am 9. April Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Dax startet am Dienstag wohl leicht unter dem Vortagesniveau. Neben der neuesten IWF-Prognose blicken Anleger auf die Reise von Theresa May nach Berlin und Paris.
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Der Dax wird vorbörslich ungefähr zum gestrigen Schlusskurs gehandelt. Quelle: dpa
Händlerin in Frankfurt

Der Dax wird vorbörslich ungefähr zum gestrigen Schlusskurs gehandelt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfNach einer mehrtägigen Gewinnserie hat der Dax am Montag eine Pause eingelegt: Das Frankfurter Börsenbarometer schloss 0,4 Prozent tiefer bei 11.963 Punkten. Damit fiel es unter die Marke von 12.000 Punkten zurück, die der Leitindex in der Vorwoche erstmals seit Oktober wiedererobert hatte.

Am Dienstag notiert der Dax vorbörslich auf außerbörslichen Handelsplattformen leicht unter dem Schlusskurs vom Montag. Beschäftigen wird die Anleger unter anderem die Brexit-Gespräche von Theresa May mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie ein Mega-Börsengang im Nachbarland Schweiz. Bei den Einzelwerten steht der Chemiekonzern Bayer im Fokus.

1 – Vorgabe aus den USA

Die Anleger an den US-Börsen fürchten schrumpfende Unternehmensgewinne. Neueste Daten zeigen, dass sich Fachleute bei der in dieser Woche startenden Berichtssaison auf einen Rückgang der Gewinne der 500 führenden US-Firmen um 2,2 Prozent einstellen.

Diese Aussicht hat die Stimmung zu Wochenbeginn gedämpft. Letztlich schlossen die wichtigsten US-Indizes uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 26.341 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 gewann knapp 0,1 Prozent auf 2895 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,2 Prozent auf 7955 Punkte zu.

Besonders das Börsenschwergewicht Boeing hatte erneut deutliche Kursverluste zu verzeichnen. Boeing-Papiere verloren fast 4,5 Prozent.

2 – Vorgaben aus Asien

Die Tokioter Börse hat am Dienstag nachgegeben. Der Nikkei der 225 führenden Werte sank bis zum späten Vormittag um 0,2 Prozent auf 21.722 Punkte. Der breiter gefasste Topix verlor 0,6 Prozent auf 1611 Zähler. Händler hielten sich vor der Veröffentlichung von Unternehmenszahlen mit ihren Engagements zurück.

Gegen die allgemeine Markttendenz sprangen die Aktien von Sony um mehr als sieben Prozent in die Höhe. Marktteilnehmer verwiesen auf einen Reuters-Bericht, wonach der US-Hedgefonds Third Point zum zweiten Mal in sechs Jahren eine Beteiligung an dem japanischen Unterhaltungskonzern erwerben wolle. Der Fonds wolle zudem von Sony den Verkauf von Geschäftsteilen verlangen.

3 – Deutlicher Stellenabbau bei Bayer

Das Dax-Schwergewicht Bayer baut deutschlandweit 4500 Stellen ab. Die Mitarbeiter des Chemiekonzerns werden am Dienstag in einem internen Rundbrief davon unterrichtet, heißt es in Konzernkreisen. Neben dem Pharmastandort Wuppertal (mindestens 350 Stellen) wird es schwerpunktmäßig die Zentrale in Leverkusen treffen.

Der Schritt ist Teil des Sparprogramms, das Vorstandschef Werner Baumann bereits im Dezember 2018 vorgestellt hatte und dem 12.000 Jobs weltweit zum Opfer fallen sollen. Bayer war in den Glyphosat-Prozessen in den USA zu Milliardenstrafen verurteilt worden.

4 – May trifft Macron und Merkel

Kurz vor dem EU-Sondergipfel am Mittwoch sucht die britische Premierministerin Theresa May am Dienstag das Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Von ihnen erhofft sich Großbritanniens Regierungschefin Unterstützung bei dem Vorhaben, eine Verlängerung der Austrittsfrist bis zum 30. Juni zu erwirken.

Die EU hat klargemacht, dass May dafür einen Plan vorlegen muss, wie es weitergehen soll. Derzeit ist ein Austritt der Briten am kommenden Freitag geplant. Der Brexit hatte die Märkte in den vergangenen Monaten stark gekennzeichnet. Dennoch sind mittlerweile immer mehr Experten davon überzeugt, dass sich die meisten Marktakteure mittlerweile gut auf die Situation eingestellt haben.

5 – EU-China-Gipfel mit unklarem Ausgang

Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang kommt an diesem Dienstag in Brüssel mit den Staats- und Regierungschefs der EU zusammen. Üblich ist, dass es bei solchen Treffen eine gemeinsame Abschlusserklärung gibt. Das ist in diesem Fall offen.

Anleger erhoffen sich von der Zusammenkunft Hinweise darüber, wie die EU kurz- und mittelfristig weiter mit China zusammenarbeitet. Viele der großen europäischen Staaten im Westen sehen es mit Sorge, dass China seine Beziehungen zu kleineren Staaten im Osten der EU immer weiter ausbaut. Außerdem bemängeln die Europäer, dass ihre Unternehmen nur beschränkt Zugang zum chinesischen Markt haben, während der europäische Markt offen sei.

Lange Zeit haben die Europäer diesen Nachteil hingenommen. Doch je wettbewerbsfähiger chinesische Firmen weltweit werden, desto wichtiger ist es den westlichen Regierungen, dass diese Regelung fair für beide Seiten gestaltet wird.

6 – IWF stellt Bericht zur Weltwirtschaft vor

In einer heiklen Phase stellt der Internationale Währungsfonds (IWF) am Dienstag seinen neuen Weltwirtschaftsbericht vor. IWF-Chefin Christine Lagarde hatte bereits vor einer Woche durchblicken lassen, dass die Prognose vom Januar wohl nicht zu halten sein werde. Damals hatte der IWF für das laufende Jahr ein weltweites Wachstum von 3,5 Prozent vorhergesagt. Im Oktober 2018 hatten die Volkswirte noch mit 3,7 Prozent für 2019 gerechnet.

Die verschlechterten Aussichten führt der IWF vor allem auf die anhaltenden Handelsstreitigkeiten zurück. Sollten die USA – wie für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit China angedroht – Sonderzölle auf alle Warenimporte aus China erheben, würde dies laut Lagarde die Wirtschaftsleistung in den USA um 0,6 Prozentpunkte verringern, in China sogar um 1,5 Punkte.

7 – Alcon geht an die Börse

Mit der Abspaltung der Augenheilfirma Alcon vom Pharmakonzern Novartis steht an diesem Dienstag einer der größten Börsengänge in Europa im laufenden Jahr an. Das Unternehmen dürfte beim Sprung aufs Börsenparkett umgerechnet bis zu 27 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung auf die Waage bringen.

Alcon ist damit der größte Neuzugang an der Schweizer Börse SIX seit neun Jahren und spielt weltweit in der Liga der großen Konzerne mit. Beim Handelsstart dürften die Titel damit zwischen 43 und 47 Franken kosten. Dank seiner Größe rückt das auf Augenchirurgie und Kontaktlinsen spezialisierte Unternehmen sofort in den Schweizer Leitindex SMI auf. Im Gegenzug kippt die Privatbank Julius Bär aus dem Korb der 20 größten börsennotierten Unternehmen.

Termine Unternehmen am 9. April

  • 06:00 Uhr, Schweiz: Sika Umsatz Q1/19
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Givaudan Umsatz Q1/19
  • 10:00 Uhr, Deutschland: Dekabank Bilanz-Pk, Frankfurt
  • 10:00 Uhr, Deutschland: Steag Bilanz-Pk, Essen
  • 14:00 Uhr, Schweiz: Kudelski Hauptversammlung
  • 15:00 Uhr USA: Bank of New York Mellon Hauptversammlung
  • Deutschland: Bauer Capital Markets Day
  • Deutschland: Wacker Neuson Capital Markets Day, München
  • USA: Google-Cloud-Konferenz Next 19, San Francisco


    Termine Konjunktur am 9. April

  • Frankreich: OECD stellt Wirtschaftsstudie für Frankreich vor
  • 07:45 Uhr, Schweiz: Seco Arbeitsmarktdaten 03/19
  • 10:00 Uhr, Italien: Einzelhandelsumsatz 02/19
  • 11:00 Uhr, Griechenland: Industrieproduktion 02/19
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