Börse Asien: Chinas Börsen fallen nach Konjunkturdaten – Japan im Plus
Der japanische Leitindex notiert leicht im Plus.
Foto: APTokio. Schwache Außenhandelsdaten aus China haben den Aktienmärkten der der Volksrepublik am Dienstag zugesetzt. Die Börsen in Japan folgten dagegen der Wall Street, die am Montag in Erwartung der US-Inflationsdaten im weiteren Wochenverlauf kräftig gestiegen war.
Die Börse in Shanghai verlor 0,3 Prozent auf 3259 Punkte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab genauso viel auf 3979 Zähler nach. In Tokio rückte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,4 Prozent vor. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,3 Prozent.
Die Ausfuhren des Exportweltmeisters China sanken im Juli um 14,5 Prozent. Damit verzeichnete die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt das schlechteste Exportergebnis seit Februar 2020. „Bei derart schlechten Zahlen kann es sicher nicht mehr lange dauern, bis die chinesischen Politiker weitere Schritte zur Stützung ihrer Wirtschaft ergreifen“, sagte Michael Hewson, Chefanalyst vom Broker CMC Markets.
Die chinesische Regierung versucht, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nach der Corona-Pandemie mit Konjunkturmaßnahmen wieder auf die Sprünge zu helfen. „Allerdings scheint es im Moment aufgrund von Bedenken über Kapitalabflüsse eine gewisse Zurückhaltung zu geben, dies in größerem Umfang zu tun“, kommentierte der Experte.