Börse Asien: Die Märkte in Asien schließen im Minus
Die asiatischen Anleger halten sich zum Wochenende zurück.
Foto: APTokio. Die Börse in Tokio hat sich am Freitag zunächst schwächer gezeigt. Asiatische Aktien sind nach einer hektischen ersten Woche des neuen Quartals für die Finanzmärkte abgerutscht, obwohl starke US-Arbeitsmarktdaten die Hoffnungen auf eine weitere Runde globaler Zinserhöhungen gestärkt hatten.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel am Freitag bei 32.888 Zählern, 1,2 Prozent unter dem Wert vom Vortag. Der breiter gefasste Topix gab knapp ein Prozent auf 2255 Punkte nach.
Angesichts der Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen in den USA agieren die Investoren Händlern zufolge derzeit eher vorsichtig. Anleger fürchteten eine Konjunkturschwäche in den USA, sagt Kenji Abe vom Broker Daiwa Securities. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass es so dramatisch wird.“ Seiner Prognose zufolge könnte der Nikkei-Index in diesem Sommer bis auf 31.500 Punkte zurückfallen, bis zum Jahresende aber auf 35.000 Zähler steigen.
Zudem kommen aus Japan eher mäßige Daten zur Verbraucherlaune. Dort geben die Menschen geben trotz gestiegener Nominallöhne aufgrund der unaufhaltsamen Inflation weiterhin weniger Geld aus.
Wie aus Regierungsdaten am Freitag hervorging, sanken die Ausgaben der Privathaushalte im Mai im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent. Damit fielen die Ausgaben stärker ab als die Analysten erwartet hatten. Die Befragten rechneten mit einem Rückgang um 2,4 Prozent. Auf saisonbereinigter Basis sanken die Ausgaben der privaten Haushalte im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent, obwohl Analysten hier einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet hatten.
Am chinesischen Aktienmarkt ging es ebenfalls bergab. Der Shanghai-Composite verlor 0,2 Prozent, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab 0,3 Prozent nach.
Nach einem unerwartet starken Wachstum im ersten Quartal hat die chinesische Wirtschaft in den vergangenen drei Monaten an Schwung verloren. Händlern zufolge warteten Investoren nun ab, ob umfangreiche Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Stützung der Konjunktur folgen.
Für Unruhe sorgte zudem der Handelsstreit zwischen den USA und China, der sich zuletzt zugespitzt hat. US-Finanzministerin Janet Yellen hat zu Beginn ihres Besuchs in China am Donnerstag um bessere Beziehungen zwischen den beiden Großmächten geworben.