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Börse Frankfurt Dax-Anleger mit Höhenangst - Coba schmiert ab

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Commerzbank-Papiere legen zu

In Großbritannien ist die Industrieproduktion im Januar überraschend um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen, wie das amtliche Statistikamt in London mitteilte. Im Dezember war sie noch um 1,1 Prozent gestiegen. Analysten hatten mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent gerechnet. „Die Daten sind viel schlechter als erwartet“, erklärte Peter Dixon, der für Großbritannien zuständige Analyst der Commerzbank. „Das war äußerst enttäuschend“, stimmte David Tinsley, Analyst bei der BNP Paribas in London zu. „Als Ergebnis bleiben weitere Anleihe-Käufe wahrscheinlich“, sagte James Knightley, Volkswirt bei ING in London. Damit wachse die Furcht, Großbritannien könnte im laufenden Jahr in die dritte Rezession seit der Finanzkrise von 2008 rutschen. Nach den enttäuschenden Konjunkturdaten ging das britische Währung auf Talfahrt. Ein Pfund kostete zeitweise nur noch 1,4832 Dollar nach 1,4915 Dollar am Vorabend und damit so wenig wie seit dem Juni 2010 nicht mehr.

Spitzenreiter im Dax waren bei Börsenschluss die Papiere der Lufthansa. Sie verteuerten sich um 3,1 Prozent. Ebenfalls zulegen konnten K+S und Linde deren Aktien 1,65 beziehungsweise 1,3 Prozent zulegten. Die Aktie der Münchener Rück verteuerten sich um 0,55 Prozent. Trotz Zinsflaute will der weltgrößte Rückversicherer seinen Gewinn 2013 weitgehend stabil halten. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard stellte ein Ergebnis von „annähernd drei Milliarden Euro“ in Aussicht. 2012 waren es 3,2 Milliarden gewesen.

Munich Re kalkuliere mit einem Rückgang der Rendite auf seine Kapitalanlagen auf 3,3 (Vorjahr: 3,9) Prozent. Dennoch sind 86 Prozent der Kapitalanlagen in festverzinslichen Wertpapieren angelegt, die Aktienquote lag Ende 2012 nur bei 3,4 Prozent.

Größter Verlierer im Dax war die Commerzbank mit einem Abschlag von 3,1 Prozent. Eine Meldung über die Vorbereitung einer Kapitalerhöhung bei Deutschlands zweitgrößtem Geldhaus drückte die Aktien am Dienstagnachmittag ins Minus. Die Titel, die zuvor mit einem Aufschlag von bis zu 3,7 Prozent den überwiegenden Teil des Handelstages an der Dax -Spitze gestanden hatten, rutschten mit einem Minus von 4,9 Prozent auf 1,37 Euro ans Ende des Leitindex.

„Die Commerzbank braucht Geld, um ihre Kernkapitalquote zu stärken, deshalb würde ein solcher Schritt durchaus Sinn machen“, sagte ein Händler. „Das Kursminus dürfte aber nicht lange so deutlich ausfallen, wenn die Anleger realisieren, dass das Volumen der möglichen Kapitalerhöhung eher klein ist“. Dem Magazinbericht zufolge denkt das Institut über eine Aufstockung des Kapitals um maximal zehn Prozent nach. Zuvor führten die Papiere über den Tag hinweg den Leitindex an.

Hinter der Commerzbank notierten VW-Papiere mit einem Minus von 1,7 Prozent. Der Europäische Gerichtshof verhandelte am Dienstag über das VW-Gesetz. Dabei geht es um den jahrelangen Rechtsstreit zwischen der EU-Kommission und Deutschland. Die Brüsseler Kommission will die Sonderregelung im VW-Gesetz kippen, die dem Land Niedersachsen als Anteilseigner von Volkswagen ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen sichert.

Diese sogenannte Sperrminorität liegt mit 20 Prozent für den Autobauer niedriger als bei anderen Aktiengesellschaften. Bei der mündlichen Verhandlung in Luxemburg werden Anwälte beider Seiten heute ihre Argumente vortragen. Das Urteil wird erst im Herbst erwartet.

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EuGH verhandelt über das VW-Gesetz
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15 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax-Anleger mit Höhenangst - Coba schmiert ab"

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  • Entweder man wartet, bis der DAX deutlich konsolidiert und steigt dann ein. Oder man sucht sich Aktien, die noch billig sind und daher ein besseres Kurspotential haben. Bei einer DAX-Konsolidierung gehen sie möglicher Weise auch etwas runter, aber nicht so stark wie die Werte, die besonders stark gestiegen sind. Von "spekulativen" Werten würde ich die Finger lassen, z.B. Commerzbank, Solarworld usw. Bessere Chancen sehe ich im US-Aktienmarkt.

  • Und plötzlich sind es nicht 5 oder 50 Punkte, die fehlen, sondern 500 Punkte.
    Wenn's dumm läuft, sehen wir auch bald wieder 5000 Punkte Abstand.

    You never know.

  • Man liest hier ja viel von "Anti"-Strategien. Also, was die Kommentatoren aus Anlagesicht als nicht machen.

    Ich für meinen Teil bin skeptisch. Kombi Bundes-/Firmenanleihen erster Klasse und Short auf den Dax.

  • Zum Verrecken. Jetzt sinds wieder 50 Punkte.

  • Noch fünf Punkte...dann ist der Weg frei zu neuen Höhen!

    Come on, Dax!

  • Sehe ich auch so. Wir sehen Apple später bei USD 450.

    It was never so easy to make money $$$

  • Man fragt sich echt, ob die reale Inflation des Euro bei diesen "Profis" überhaupt eingerechnet wurde. Wir sind meines Erachtens ungefähr auf 50% des Kurses vom Jahr 2000. Da verbleibt viel Luft nach oben.

  • Hallo Genosse, natürlich kommt die Korrektur. Genauso sicher, wie dass die UdSSR ein voller Erfolg war!

  • Apple und Gold - zwei schöne Beispiele derzeit, wie sich sog. Analysten irren bzw korrigieren. Übrigens danke an D1 für die WKN, hatte selbige zuvor bei Google auch gefunden (man muss nur auf die Idee kommen und suchen) und gekauft bei DAX 7985. Leider drückt die Provision die Strategie. Die Frage ist, wann die Korrektur kommt und wie groß sie sein wird (ansonsten könnten auch kleinere Mengen Short-CFDs vorteilhaft sein). Last but not least: was ist der Auslöser der Korrektur (der Markt ignoriert derzeit jede halbwegs schlechte Nachricht oder zieht gleich wieder hoch).

  • Schulden zurückführen oder wenn keine vorhanden: Grundbesitz, nicht dieses lächerliche Betongold in vermeintlich hippen Großstädten.
    Ich für meinen Teil empfehle keine Aktien zu kaufen (Ausnahmen abgesehen), sondern sie bereits zu haben und schön die Stopp-Kurse nachzuziehen. Wo war der Blätterwald der Fachpresse und Börsen-Bravos als der Dax bei 5000 oder 6000 stand? Jetzt aber soll der "dumme" Kleinanleger Aktien zukaufen, weil dies angeblich alternativlos wäre. Nur wo sind sie geblieben? Stell` dir vor, es ist Hausse – und keiner geht hin. Wer soll dann die Höchstkurse zahlen, wenn es eines Tages darum geht, Kursgewinne durch Verkäufe tatsächlich zu realisieren?

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