Börse Frankfurt Dax-Anleger feiern die Zwischenlösung

Der Dax schließt deutlich im Plus. Auslöser ist die vorübergehende Einigung zwischen Demokraten und Republikaner im US-Haushaltsstreit. Besonders stark davon profitieren konnten die Finanzwerte.
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Keine Spur von Neujahrskater beim Dax

FrankfurtDer Dax legt einen fabelhaften Jahresstart hin. Am Mittwoch zeigte das Handelstableau bei einem Kurs von 7.779 Punkten ein Plus von 2,2 Prozent an. Die 7.800 Punkte scheinen nur noch eine Zwischenetappe zu sein. Die zweite Reihe zeigte sich ebenfalls glänzend in Form. Der MDax stieg um zwei Prozent auf 12.149 Punkte und der TecDax notierte 1,8 Prozent fester auf 843 Zähler.

Die Jahresbilanz liest sich atemberaubend. Der Deutsche Aktienindex liegt gegenüber seinen Anfangskurs 2012 ganze 29,06 Prozent höher, der MDax sogar knapp 34 Prozent. Der kleine Bruder des Dax konnte letztes Jahr sogar zum ersten Mal in seiner Geschichte die 12.000 Punkte-Marke durchbrechen.

Auf europäischer Ebene ist die Performance nicht ganz so beeindruckend aber angesichts der Probleme in den Euro-Ländern Italien, Spanien, Portugal und Griechenland mehr als zufriedenstellend. Im laufe des letzten Jahres stieg der europäische Branchenindex EuroStoxx 50 um 14 Prozent. Heute setzte er seine Hausse mit einem Plus von 2,7 Prozent fort.

Ausschlaggebend für den kapitalen Jahresauftakt an den Börsen war die vorübergehende Einigung im US-Haushaltsstreit. Das Thema hatte die Aktienmärkte in den vergangenen Tagen verunsichert und weitere Gewinne in Grenzen gehalten. Durch den Kompromiss könnten ein Rückfall der USA in die Rezession und die damit verbundenen Belastungen für die Weltwirtschaft vermieden werden, sagte Aktienstratege Shane Oliver von AMP Capital.

Die US-Börsen machten heute da weiter, wo sie am Montag aufgehört haben. Am Mittwoch lag der Dow Jones satte 1,8 Prozent im Plus auf 13.336 Punkte. Der S&P-500 legte 1,7 Prozent zu und der Nasdaq 2,3 Prozent.

"Die Politiker haben einen Weg gefunden, die 'Fiskalklippe' um 'fünf nach zwölf' zu umschiffen", sagte Marktanalyst Roger Peeters vom Bankhaus Close Brothers Seydler. Nach stundenlangen Verhandlungen stimmte in der Nacht zum Mittwoch das Repräsentantenhaus für einen Kompromissvorschlag des Senats, der viele automatisch in Kraft getretene Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufhebt. Allerdings werden zahlreiche Sparmaßnahmen mit einem Volumen von mehr als eine Billion Dollar zunächst nur um zwei Monate verschoben, so dass neuer Streit im Kongress programmiert ist.

Obama froh über Kompromiss

Genau deswegen warnen einige Händler vor übertriebener Freude. Denn noch ist das Gröbste nicht aus der Welt. "Man sollte den Kompromiss nicht überbewerten", schrieben die Analysten der National-Bank in einem Kommentar. "Die nächsten Probleme sind bereits vorgezeichnet." In den kommenden Monaten müssen sich die US-Politiker auf Einsparungen einigen, um die überbordende Staatsverschuldung langfristig in den Griff zu bekommen. Außerdem stoßen die USA bald an ihre selbst gesetzte Schulden-Obergrenze. Ohne deren Anhebung droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit.

"Eine kurzfristige Einigung in den USA ist kein Wendepunkt für die globalen Märkte, weder im Guten noch im Schlechten", sagte indes Stratege Max King von Investec Asset Management. Poltisches Durcheinander, Fehler und Irrglaube seien 2013 genauso ein Bestandteil des Investitionsklimas wie 2012 und sollten kein Hindernis für ähnlich solide Kursgewinne sein. "Viel wichtiger wird die Frage sein, ob sich die Weltwirtschaft stabilisiert und ob die Unternehmen nach 18 enttäuschenden Monaten wieder Umsatz und Gewinn steigern können."

"Es führt kein Weg an einer langfristigen Strategie vorbei"
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18 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax-Anleger feiern die Zwischenlösung"

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  • Frohes Neues! Noch rund 400 Punkte bis zum ATH - mein VIX-Long rückt immer näher... b_c_s: Noch immer Long in Vola?

  • @KLingelTingel
    es gibt unbestritten 2 Richtungen der Dax-Achse,
    Sie blicken immer negativ drein, andere positiv in
    Richtung 6.800, sozusagen positiv orientiert.
    Die Negativ-Richtung zeigt nach Hamburg, dort befindet
    sich der Hamburger.

  • IMMER LUSTIG UND VERGNÜGT, BIS DER ARSCH IM SARGE LIEGT!

  • hier ist noch ein sh-, sh-, shortie!

    wer dem medialen rummel und aufgebausche des HBs Glauben schenken mag, wird sich zeitnah die pfoten verbrennen.

    Warum hat der DAX bei 7750 die 7800-er "Marke" im Blick und nicht die 7700er "Marke"?

    Das chronische optimistisch sein Gehabe des HB lässt einen doch sehr an der journalistischen unabhängikteit und seriösität zweifeln.

    Vorsicht bei solchen zum Kauf verleitenden HB-Artikeln ist oberste Priorität und bester Gradmesser darüf, dass es bald richtig knallen wird.

  • Wenn Montag alle wieder aus dem Urlaub zurück sind und sich das wahre Marktgeschehen zeigt, werden wir sehen, ob das derzeitige Kursniveau für weitere Zukäufe oder zum Abbau bestehender Positionen genutzt wird.

  • Hier ist einer.
    Und keine Panik.
    Habe derzeit einen 6-stelligen Betrag (= 10% meines
    Gesamt-Geldvermoegens) investiert und mir juckt´s langsam wieder in den Fingern nachzulegen.

    Da ich aber derzeit in Joao Pessoa (Brasilien) bin, geht´s jetzt erst
    mal zum Strand auf ´ne Caipi.

    Kein Stress mit der Boerse derzeit ... erst mal Leben
    geniessen ..."

  • @Silikonist
    Das sagte der HHer auch immer und keiner hat ihn je mehr gesehn,
    oder das ist das pfeifen auf der Silikonpfeife.

  • Hier ist einer.
    Und keine Panik.
    Habe derzeit einen 6-stelligen Betrag (= 10% meines Gesamt-Geldvermoegens) investiert und mir juckt´s langsam wieder in den Fingern nachzulegen.

    Da ich aber derzeit in Joao Pessoa (Brasilien) bin, geht´s jetzt erst mal zum Strand auf ´ne Caipi.

    Kein Stress mit der Boerse derzeit ... erst mal Leben geniessen ...

  • Short kann man auf K+S sein,die bringen absolut 0.während der DAX von Tageshoch zu Tageshoch läuft is deren Ziel das erreichen eines neuen Tagestiefs.
    Wenn man bedenkt was bei Compo an Aktionärsvermögen verschenkt wurde durch eine ineffiziente Produktion und Lagerhaltung und deren folgende Kapitalkosten bzw.Einsparmöglichkeiten, dann sag ich nur: Finger weg wenn das im Gesamtkonzern so läuft

  • <- Gewonnen.

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