Börse Frankfurt Dax verbucht leichten Abschlag

Der deutsche Leitindex schließt mit einem kleinen Abschlag. Durchmischte Konjunkturdaten und Sorge um die Verzögerung der geldpolitischen Eingriffe seitens der Zentralbanken drücken auf die Stimmung der Dax-Anleger.
Update: 15.08.2012 - 18:04 Uhr 39 Kommentare

Börse in Frankfurt am Abend

DüsseldorfZwar konnte der deutsche Aktienindex anfängliche Verluste eingrenzen, schaffte es aber nicht in die Gewinnzone. Der Dax hat mit einem Minus von -0,4 Prozent bei 6.947 Zählern geschlossen. Der MDax notierte zum Handelsschluss 0,2 Prozent leichter bei 11.026 Punkten. Der TecDax verbuchte sogar einen leichten Aufschlag von 0,1 Prozent auf 779 Stellen.

An den europäischen Aktienmärkten hat sich Ernüchterung breitgemacht. Hatten Anleger am Vortag noch erleichtert auf Konjunkturdaten aus Deutschland, Frankreich und den USA reagiert, nahmen sie ihre Gewinne nur einen Tag später direkt wieder mit. "Aktienanleger haben es derzeit wahrlich nicht leicht; die Berichtssaison ist so gut wie gelaufen, viele Politiker machen noch Urlaub, und die Zentralbanken lassen sich Zeit", sagte ein Händler. "In dieser Situation schwankt die Stimmung der Investoren zwischen Konjunkturskepsis und der Hoffnung auf neue Hilfen für schuldengeplagte Länder. Heute überwog die Skepsis."

"Hauptsorge der Anleger ist die Konjunktur", sagte ein Händler. " Die Aktienrally der vergangenen Wochen sei zu einem großen Teil mit dem vielen billigen Zentralbankgeld zu erklären, das im Umlauf ist." Sollten die internationalen Notenbanken ihre Hilfen ausweiten, würde das die Liquidität zusätzlich erhöhen und die Aktienkurse weiter treiben, so der Börsianer.

Die Börsen erholten sich zeitweise dank unerwartet guter Industriedaten aus den USA. Die Industrieproduktion ist dort im Juli um 0,6 Prozent gestiegen, während am Markt nur ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert worden war. Zugleich blieben die Verbraucherpreise in den USA im Juli erneut stabil. Etwas auf die Stimmung hatte zuvor der Empire-States-Index des Großraums New York gedrückt, der überraschend nachgab und so Sorgen im Hinblick auf eine Verlangsamung der Konjunkturerholung weckte. “Der überraschend schwache Empire States Index ist enttäuschend und zeigt, dass die Stimmung in der US-Industrie weiterhin angespannt ist”, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen.

Die führenden deutschen Industriekonzerne präsentieren sich zur Jahresmitte in solider Verfassung. Anders als erwartet sind weder die Betriebsergebnisse noch die Nettogewinne unter Druck geraten. Im Schnitt legten beide Ertragsgrößen gegenüber den starken Vorjahreswerten sogar noch leicht zu. Das ergibt sich aus einer Handelsblatt-Analyse der Halbjahresabschlüsse der 25 Industrieunternehmen im Dax-30.

Auch beim Blick nach vorne demonstrieren die Firmen trotz wachsender Unsicherheiten Zuversicht. Lediglich der Lastwagen-Konzern MAN revidierte seine Ertragsprognose nach unten. Sieben Konzerne, darunter Adidas, Bayer, Eon und gestern Merck, haben ihren Ausblick sogar leicht erhöht. Die übrigen Firmen blieben bei den bisherigen Aussagen, verwiesen allerdings darauf, dass es schwieriger werden könnte, die Ziele zu erreichen.

Insgesamt weisen die Dax-Unternehmen für das erste Halbjahr eine leichte Steigerung ihrer operativen Ergebnisse um knapp ein Prozent auf 47 Milliarden Euro aus. Den stärksten Zuwachs bilanzierte der Energiekonzern Eon, dem modifizierte Gashandelsverträge mit Gazprom einen kräftigen Ertragsschub bescherten.

Die drei deutschen Pharmakonzerne Bayer, Boehringer Ingelheim und Merck sind derzeit im internationalen Geschäft ziemlich erfolgreich. Während große Wettbewerber wie Pfizer, Glaxo-Smithkline, aber auch Astra-Zeneca mit Umsatzrückgängen durch billige Nachahmerpräparate kämpfen, legen die deutschen Pharmakonzerne zwischen vier und sieben Prozent zu.

Dank der guten Arzneimittelverkäufe in Asien und Amerika hob gestern nach Bayer auch Merck seine Jahresziele an. Insbesondere das etablierte Multiple-Sklerose-Mittel Rebif verkauft sich in den USA gut. Dort konnte Merck Preiserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich durchsetzen. Auch Boehringer Ingelheim profitiert stark vom Wachstum seiner etablierten Produkte. Bei der Gewinnentwicklung haben die deutschen Konzerne aber noch Nachholbedarf. Restrukturierungskosten und Sonderaufwendungen belasten die Gewinne.

Air Berlin erläutert die Verluste: Bei den deutschen Unternehmen nähert sich die Bilanzsaison ihrem Ende, nachdem gut drei Viertel aller Dax-Konzerne bereits ihre Zahlen vorgelegt haben. Aktuelle Daten kommen heute noch von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin. Bekannt ist, dass die Fluggesellschaft im zweiten Quartal 66 Millionen Euro Verlust gemacht. Unternehmenschef Hartmut Mehdorn ist im Zugzwang und muss erklären wie er die Verluste eindämmen will. Höhere Flugpreise allein werden wohl nicht reichen.

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39 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax-Anleger plagen Konjunktursorgen"

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  • Sie haben eine außergewöhnlich appetitliche Phantasie, Herr ZONK.

  • Ich habe mal einen gekannt, der hat es auch nicht glauben wollen. Doch eines Tages, ich weiß es noch wie gestern, da schob sich direkt über seinem Haus die Wolkendecke in alle Richtungen auseinander. Und heraus kam ein großer, weißer, pickeliger, nackter Arsch. Der hat dann sein ganzes Haus meterhoch zugeschiss..!

    Ich glaube übrigens, dass das auch dem "ahnungslosen Hamburger", der sich hier so aufbläst, passiert sein muss. Gäbe es Geruchs-Internet, dann könnte man sicherlich riechen, wie es bei dem stinken tut. Auf der anderen Seite - muss auch nicht sein. Jedenfalls ne arme Sau, das ist mal sicher...

  • Der Plus Quam Perfekt ist eine alternative zum imperativen Dativ.

  • Mit 100 Jungfrauen würde ich anstatt das Gesäß Richtung Antwerpen zu drehen dorthin jetten und im Kollektiv die örtlichen Spezialitäten genießen.
    Solche Kaffeefahrten sind natürlich das genaue Gegenteil was uns der Prophet predigt, aber um Verzeihung bitten kann noch kurz vor der unbefleckten Empfängnis!
    Und jetzt 1-2-3: meine Pleite, meine KO Zertifakte, mein Jungfrauen Himmel und meine Pilgerfahrt zu den heiligen drei Propheten im Jungfrauenhimmel!

  • Hölle nochmal, so eine Blasphemie! Das heisst nicht "Olymp", und auch nicht "unbefleckte" Jungfrauen, zum Donnerwetter! Erstens ist eine "unbefleckte Jungfrau" eine Tautologie(= doppelt-gemoppelt), zweitens ist "unbefleckt" eine Begrifflichkeit der Ungläubigen! Und drittens: Der größte Prophet sagt, dass nur derjenige Reichtum erlangt, vom großen Geist mit Wohlstand noch auf Erden überhäuft wird, und letztlich Eintritt ins Paradies bekommt (inkl. 100 Jungfrauen, unzählige Huri usw.), der mindestens einmal täglich seine Weiber züchtigt und prügelt (und vielleicht hin und wieder einen Ungläubigen umnietet)!

    Als Buße, Tomate, empfehle ich dir, dich dreimal täglich mit dem Gesäß Richtung Antwerpen zu wenden und den großen Geist und alle seine Propheten um Gnade anzuwinseln! Ansonsten: zur Hölle mit dir und deinem KO-Gezocke!

  • Grundsätzlich scheinen die Millionäre schlauere Postings zu schreiben. Das liegt aber in der Natur der Sache: die Millionäre wurden schon reich, die "&/§%$"$burger wären es nur gerne.

    Indikativ gegen Konjunktiv. 1:0 für Indikativ. 2:0, 3:0...

    Die Milliardäre sind der Wahrscheinlichkeit nach nur Aufschneider.

  • Ich denke dass wir bis zum 12.09. keine großen Bewegungen sehen werden, wenn doch dann mit geringem Volumen…

  • Heute sind die Kurse fair, entsprechend dem Substanzwert und entsprechend der Umsatz-, Steuer-, Gewinnerwartung sowie entsprechend Konjunkturentwicklungen kurz- mittel- und langfristig unter Berücksichtigung des Klimawandels, der Demokratisierung in Syrien, der Abschaffung von AIDS ab 2019 und der noch zu findenden Ölreserven in der Arktis.
    Die gesamte Zukunft ist eingepreist.

    Die Börse kann deshalb b.a.W. auf unverändertem Kursniveau Tauschhandel durch die Reinigungskräfte ausführen lassen. Trader Börsenhändler, und vergleichbare Gestalten sind ab sofort überflüssig, erledigt, eingespart. Das gesamte Optionsgesoxe ist überflüssig.

    Hinweis: Auch diese Einsparungen sind bereits eingepreist und verändern den Wert der Börsengesellschaft bis zum Jahrhundertwechsel nicht weiter.

  • Hier treiben sich soviele schlaue Köpfe rum, bin mir sicher mind. zwei von diesen wird es zu finanziellem Reichtum schaffen. Wenn nicht mit Vertstand dann mit dem Glück, da greift die Relativitäts Theroie welche besagt, dass von 1000 Tradern mindestens 2 den Olymp mit den unbeflekten Jungfrauen am Gipfel besteigen werden.
    So Spass bei Seite & genug geträumt.. meine ganz irdische Frau ordert gerade mit dem Fachmann die neue Küche und wirklich kein Thema ist für einen Mann so uninteressanter (außer für Küchenberater) als eine Küchenbestellung.
    Da erfreut es doch vielmehr, dass der Euro/$ heute so richtig abschmiert richtung Süden. Das wird ein Fest die nächsten Wochen an der Tankstelle, so kann man seinen Gewinn aus den Short Zertifikaten gleich wieder beim tanken ausgeben :-)

  • Herrlich zu verfolgen, wie der User "Ahnungsloser-Hamburger" der ständig editierte Troll, sich versucht zum "reichen Fachmann" zu wandeln.

    Diese Rolle nimmt ihm hier so schnell keiner ab. Ich glaube es nicht.

    Wallach bleibt Wallach.

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