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Börse Frankfurt Dax beendet schwärzeste Woche seit 2008

Nach einer Woche voller Hiobsbotschaften konnten selbst positive Daten vom US-Arbeitsmarkt dem Dax nicht zum Sprung ins Plus verhelfen. Es herrscht weiterhin Ausverkaufsstimmung an den Aktienmärkten.
Update: 05.08.2011 - 17:15 Uhr 161 Kommentare

Börse Frankfurt am Abend

FrankfurtMit einem Kurssturz von vier Prozent startete der Dax heute in den Handelstag. Am Ende verabschiedete sich der deutsche Leitindex mit einem Minus von 2,7 Prozent bei 6.236 Zählern. Dazwischen lagen zahlreiche Erholungsversuche. Trotz unerwartet guter Daten aus den USA konnte sich der Dax aber nicht in der Gewinnzone halten. Zu groß ist die Angst am Aktienmarkt. In dieser verlustreichen Woche hat der Dax insgesamt 922 Punkte verloren.

Ein Negativrekord jagt den anderen

Unter dem Strich hat der Dax mittlerweile acht Tage in Folge verloren. Laut Bloomberg ist das die längste Abwärtsbewegung seit 1993. Das Ausmaß der Verluste ist enorm: Knapp 100 Milliarden Euro haben die im Dax gelisteten Unternehmen dadurch an Börsenwert verloren. Die Verluste im EuroStoxx50 toppen diese Zahl noch. Der Börsenwert der darin enthaltenen Unternehmen fiel in den letzten zehn Tagen um rund 267 Milliarden Euro, was fast der jährlichen Wirtschaftsleistung Österreichs entspricht.

Ein wenig besser sah es heute bei den deutschen Nebenwerten aus. Auch hier kam es am Morgen zu Panikverkäufen, der MDax fiel um 5,0 Prozent, der TecDax gab zweitweise sogar 7,0 Prozent nach. Schnäppchenjäger bescherten den Indizes am Nachmittag einen längeren Ausflug in die Gewinnzone. Zu Handelsschluss notierte der MDax dann aber auch 1,0 Prozent im Minus bei 9.135 Zählern. Der TecDax ging mit Verlusten von 0,93 Prozent auf 717 Punkte aus dem Handel.

Niedrigere Arbeitslosenquote in den USA

Der amerikanische Arbeitsmarkt hatte in den vergangenen Monaten regelmäßig enttäuscht und Kursverluste an den Börsen ausgelöst. Das zumindest war heute anders: In den USA wurden im Juni 117.000 neue Stellen geschaffen. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 75.000 bis 85.000 neuen Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank von 9,2 auf 9,1 Prozent - kaum ausreichend, um die Angst vor einer Rezession in den USA zu bändigen. Entsprechend reichten Nachrichten weder in Deutschland noch in den USA für eine nachhaltige Kurserholung. Die US-Börsen eröffneten zwar nach den unterwartet guten Zahlen im Plus, drehten aber schnell wieder in die Verlustzone.

Unsicherheit regiert weiterhin die Märkte
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161 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax beendet schwärzeste Woche seit 2008"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wer nachsichtig in den letzten Wochen die Berichterstattung in den Medien interpretiert hat und auf seine Asset Allokation bezogen hat, ist mit einem Aktienanteil von 40 - 60 % in den Crash gegangen, eher mit 40 % und kommt mit einem blauen Auge davon.

    Wer mit einer deutlich höheren Aktienquote hineinging, dem sein Vermögen wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.

    Irgendwann ist auch diese Krise vorbei und die Wahrscheinlichkeit im Folgejahr wie 2009 30 - 40 % Rendite mitzunehmen ist hoch.

    Oberstes Ziel muss in so einer Marktsituation der Vermögenserhalt sein, wer jetzt zuviel verliert darf nach der Krise lediglich auf eine Kompensation seiner Verluste hoffen.

    Empfehlungen:

    Carmignac Patrimoine, Ethna Aktiv, M & W Privat, Fvs Multiple Opportunities R, Grundbesitz Europa, mit physischem Gold hinterlegte Zertifikate wie der db Gold ETC
    WKN: A1EK0G.

    Viel Erfolg

  • Nun meckern die auch noch über das Gezeter.
    Wo es doch vollkommenabehbar wie das laufen wird.
    Und die Analysten überschlagen sich grad mit ihren Prognosen: auf dem Müll mit deren Prognosen.

  • Das hatten wir doch schon mal: Die Finanzmärkte koppeln sich von der Realität ab, Spekulationen dominieren über Investitionen, die Finanzhasardeure ruinieren erst die Realwirtschaft und werden dann als Systemrelevant gerettet.

  • Quelle???

  • Es gibt halt immer wieder Tage, wo eine gedachte Anlage zur Spekulation wird. Eigentlich keine Neuigkeiten.

  • "Der Dax sürzt ins Jammertal?" Der Dax steht immer noch bei bei 6200 Punkten. Es ist schon erstaunlich wie sich Medien an Panikmacherei beteiligen damit wenige Hedgefondmanager mal wieder ein paar Millarden verdienen können.

    Willkommen im Casino Börse

  • Ratingagentur Moodys will heute Abend die USA herabstufen. Das wird wohl noch eine "Schluss-Verkaufsrallye" geben.

  • Ich bin aber Egoist; der Euro ist der Brandbeschleuniger für die Zerrüttung der deutschen Staatsfinanzen. Mit der DM hätte ich das womöglich nicht mehr erlebt. Oder mit moderater Inflation wären wir aus dem Schlamassel rausgekommen, ohne sofort alles zu verlieren.
    Deshalb: Raus aus dem Euro. Und neu anfangen. Dann haben die Politiker immerhin gelernt, was es heißt, "politische Projekte" koste es, was es wolle, durchzuziehen. Die Kosten sind der gesamte Wohlstand der deutschen Volkswirtschaft.
    Ein Weiter-So wird nicht gelingen. Der Staatsbankrott kommt etwas später, aber dann ist gar keine Substanz mehr für den Neuaufbau da.
    Wer heute noch meint, seine Ersparnisse seien sicher, dem ist nicht mit Argumenten beizukommen. Der wird dann einfach in die Röhre gucken. Selbst schuld! So viel dummer Hochmut wird dann eben bestraft werden!

  • Naja, die Zahlen zum Arbeitsmarkt kann man ja immer noch nachträglich wie schon das ein oder andere mal passiert auswertungstechnisch nach unten korrigieren. Zumal die unberücksichtigten 70.000 UNBEZAHLT temporär freigestellten Mitarbeiter der Luftfahrtbehörde sich jetzt sicher in ihrer Freizeit auch nicht dem exzessiven Shopping widmen werden.

  • Das Geruecht erklaert den Sturz.
    Mal gucken ob der Dax im Plus endet oder nicht. Ich persoenlich glaube nicht dran. Drauf wetten tu ich allerdings auch nicht mehr.

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