Börse Frankfurt Dax blickt auf positive Woche zurück

Tolle US-Arbeitsmarktdaten lassen einen ohnehin freundlichen Dax die 9.900-Punkte-Marke testen. Nach einer kurzen Schwächephase erholt sich der Dax und beendet die Woche 3,3 Prozent im Plus.
Update: 04.03.2016 - 17:57 Uhr

US-Arbeitsmarktbericht erfreut Anleger

Frankfurt/DüsseldorfDer Freitagshandel hat eine überraschende Wendung genommen. War der Dax bisher freundlich durch den letzten Tag einer guten Woche gekommen, kletterte er dank der starken US-Arbeitsmarktdaten anderthalb Prozent rauf bis unmittelbar vor die 9900-Punkte-Marke. Doch es dauerte nur wenige Minuten und scheinbar setzte sich eine andere Lesart durch. Der Dax sank zurück auf das Vortagesniveau. Zum Ende des Handelstages kann er sich aber etwas erholen. Der deutsche Leitindex schließt auf 9824 Punkten und damit 0,7 Prozent im Plus. Auf Wochensicht bleibt damit noch ein Plus von 3,3 Prozent.

Dabei kamen aus Washington Zahlen, mit denen die meisten Experten so nicht gerechnet hatten. Statt prognostizierter 190.000 neuer Stellen schuf die amerikanische Wirtschaft außerhalb der Landwirtschaft ganze 242.000 Arbeitsplätze. Dazu wurde der Januar-Wert von 151.000 auf 172.000 heraufkorrigiert. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote verharrte wie erwartet bei 4,9 Prozent. „Der Arbeitsmarktbericht fällt insgesamt solide aus,“ bewerte Helaba-Analyst Ralf Umlauf die Eingaben.

Welche Länder am meisten in Aktien investieren
Aktienspekulation
1 von 13

Die ING Bank hat in einer Studie zusammengetragen, welche Haushalte in der Eurozone am meisten in Aktien investieren. Die Analysten haben dafür aus den 19 Euro-Ländern zwölf Länder ausgewählt. Nicht dabei sind die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Luxemburg, Irland, Malta und Zypern.

Platz 12: Griechenland (Akropolis in Athen)
2 von 13

Am wenigsten in Aktien investieren die Griechen: Die Haushalte haben im Jahr 2014 gerade einmal sechs Prozent ihres verfügbaren Einkommens in Wertpapiere investiert. Dafür haben sie ordentlich Geld auf der Bank geparkt: Die Quote beträgt hier 103 Prozent. Wer also im Jahr 10.000 Euro zur Verfügung hat, hat durchschnittlich 10600 Euro auf dem Konto.

Bei der kurzfristigen Verschuldung liegen die Haushalte übrigens mit zwölf Prozent klar an der Spitze – bei der langfristigen befinden sie sich im oberen Mittelfeld.

Platz 11: Slowakei (Bratislava Burg in Bratislava)
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Die slowakischen Haushalte investieren durchschnittlich zwei Prozentpunkte mehr – also acht Prozent – in Aktien als die griechischen. Die Slowaken sind zudem sowohl kurzfristig (4%) als auch langfristig (35%) vergleichsweise wenig verschuldet. Auch die Quote für Geld auf Bankkonten ist niedrig: 60 Prozent ihres verfügbaren Einkommens haben die Haushalte hier geparkt.

Platz 10: Slowenien (Ljubljanica-Fluss in Ljubljana)
4 von 13

Slowenien weist fast die gleichen Daten auf: Mit elf Prozent ihres verfügbaren Einkommens investieren die Haushalte hier nur drei Prozentpunkte mehr in Aktien als in der Slowakei. Auch bei den Bankkonten (52%) sowie kurzfristigen (3%) und langfristigen Schulden (41%) ähneln sie dem Land mit dem ähnlich klingenden Namen.

Platz 9: Portugal (Torre de Belem in Portugal)
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Portugals Sparer setzen am meisten auf Bankkonten: 114 Prozent ihres verfügbaren Einkommens haben die Haushalte hier im Schnitt angelegt. Bei Aktien sind es hingegen nur 14 Prozent. Während die kurzfristige Verschuldung mit vier Prozent im Mittelfeld des Rankings liegt, weisen die langfristigen Verbindlichkeiten eine Quote von 98 Prozent auf – noch höher liegt diese nur...

Platz 8: Niederlande (Mühlen bei Kinderdijk)
6 von 13

...bei den Niederländern: Satte 163 Prozent ihres verfügbaren Einkommens betragen hier im Schnitt die langfristigen Verbindlichkeiten; und auch kurzfristig haben sich die Niederländer mit sechs Prozent überdurchschnittlich hoch verschuldet. Bei den Aktieninvestments liegt die Quote bei 21 Prozent, bei den Bankkonten bei 90.

Platz 7: Frankreich (Eiffelturm in Paris)
7 von 13

Auch in Frankreich wird verhältnismäßig wenig auf Wertpapiere gegeben. Die Haushalte hier haben 28 Prozent ihres verfügbaren Einkommens in Aktien angelegt. Sie sind zudem am wenigsten kurzfristig verschuldet (2%) und liegen mit ihren langfristigen Verbindlichkeiten (67%) im Mittelfeld. Auf den Bankkonten lagern sie mit 73 Prozent mehr als Slowenen und Slowaken, befinden sich aber im unteren Tabellendrittel.

Der monatliche Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten ist deswegen so tonangebend, weil er maßgeblich darauf Einfluss nimmt, mit welcher Geschwindigkeit die US-Notenbank Federal Reserve ihre Zinswende forciert. Nachdem die Fed die Leitzinsen im Dezember erstmals seit der Finanzkrise erhöht hatte, sorgten gleich mehrere Unwägbarkeiten für Turbulenzen auf den Finanzmärkten dafür, dass die Dollar-Währungshüter weitere Schritte wohlüberlegt abwartet. Neben des abgeschwächten Wirtschaftswachstums in China und dem abgestürzten, sich erste allmählich fangenden Ölpreis, waren es zuletzt Unkenrufe aus der US-Konjunktur, die die Anleger verunsicherten und das Börsenjahr 2016 bisher so schwierig gestaltet haben.

In Amerika hatten jüngere Eingaben aus Industrie und Service die Zweifel am Schwung der weltgrößten Volkswirtschaft genährt. Die Rede ist von einem Knick in der Konjunktur. Zuletzt entspannten neue Zahlen die Lage etwas, blieben im Gesamtbild aber uneinheitlich. Zeitweise war es Marktmeinung, dass im laufenden Jahr gar keine weiteren Schritte der überaus vorsichtigen Geldpolitiker mehr anstehen. Inzwischen rechnet das Gros der Börsianer mit ein bis zwei Erhöhungen für 2016. Mit dem Boom auf dem Arbeitsmarkt sieht die Lage nun wieder anders aus.

Diese Ausschüttungen dürfen Dax-Aktionäre erwarten

ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1EWWW0
Börse
Xetra

+0,40 +0,21%
0,00€
Chart von ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Adidas
1 von 30

Adidas

Dividende
2014: 1,50 Euro

2015*: 1,50 Euro

Dividendenrendite: 1,52 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 12.5.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
Xetra

-2,38 -1,30%
0,00€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz
2 von 30

Allianz

Dividende
2014: 6,85 Euro

2015: 7,30 Euro

Dividendenrendite: 5,38 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 4.5.2016


Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
Xetra

-1,11 -1,32%
0,00€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF
3 von 30

BASF

Dividende
2014: 2,80 Euro

2015*: 2,90 Euro

Dividendenrendite: 4,80 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 29.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
Xetra

-1,47 -1,82%
0,00€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN
Bayer
4 von 30

Bayer

Dividende
2014: 2,25 Euro

2015*: 2,55 Euro

Dividendenrendite: 2,58 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 29.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BEIERSDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005200000
Börse
Xetra

+0,67 +0,67%
0,00€
Chart von BEIERSDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.
Beiersdorf
5 von 30

Beiersdorf

Dividende
2014: 0,70 Euro

2015: 0,70 Euro

Dividendenrendite: 0,9 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 30.3.2016


Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
Xetra

-1,47 -1,82%
0,00€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN
BMW
6 von 30

BMW

Dividende
2014: 2,90 Euro

2015*: 3,50 Euro

Dividendenrendite: 4,64 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 12.5.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
Xetra

+0,04 +0,45%
0,00€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Commerzbank
7 von 30

Commerzbank

Dividende
2014: 0 Euro

2015*: 0,20 Euro

Dividendenrendite: 2,7 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 28.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

Helaba-Analyst Ralf Umlauf merkt an: „Zinserhöhungserwartungen werden leicht geschürt, obwohl die Lohnentwicklung enttäuscht.“ Und genau in der Lohnentwicklung könnte womöglich auch der Grund liegen, warum die Märkte die Daten nur kurzzeitig jubelnd aufgenommen hatten. Umlauf betonte zwar, wie offen es sei, ob sich die Fed bereits in diesem Monat zu einer Zinserhöhung durchringen werde. „Mittelfristig dürfte an einer Straffung kein Weg vorbeiführen.“ Der zuständige Fed-Offenmarktauschuss kommt am 16. März zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

Nicht nur der Dax, sondern auch die anderen Handelsplätze Europas, zeigten sich nur noch vorsichtig freundlich gestimmt. Der Leitindex der Währungsunion, der Euro Stoxx 50, rückte 0,8 Prozent vor auf 3036 Punkte. Die zweite Frankfurter Reihe legte in Form des MDax 0,7 Prozent zu auf 19.781 Zähler, der TecDax gewann 0,2 Prozent bei nun 1654 Stellen. In New York lief die Wall Street sogar enttäuscht: Dow Jones und Co. gaben leicht nach.

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