Börse Frankfurt Dax fällt auf 12.000 Punkte

Ein Konflikt in Nordkorea, die Wahlen in Frankreich, Neuwahlen in Großbritannien und das Verfassungsreferendum in der Türkei: Die Börsen stehen enorm unter Druck. Das britische Pfund erzielt hingegen starke Gewinne.
Update: 18.04.2017 - 17:51 Uhr Kommentieren

Dax im Minus: Europas Politik verunsichert die Anleger

Dax im Minus: Europas Politik verunsichert die Anleger

FrankfurtBefürchtungen über eine mögliche Eskalation der Lage in Syrien und Nordkorea haben dem deutschen Aktienmarkt im nachösterlichen Handel Verluste eingebrockt. Gebremst wurde die Kauflaune der Anleger zudem vom Verfassungsreferendum in der Türkei und dem ungewissen Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl am kommenden Wochenende. Kaum bewegte hingegen die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May, für den 8. Juni wegen des Brexits Neuwahlen anzusetzen.

Der Dax hat am Dienstag nach Ostern weiter nachgegeben. Mit der letzten Handelsminute rutschte der deutsche Leitindex auf fast genau 12 000 Punkte ab. Er schloss beim Stand von 12 000,44 Punkten - ein Minus von 0,90 Prozent. Noch vor zwei Wochen war der deutsche Leitindex bis auf 15 Punkte an sein Rekordhoch bei 12 390 Zählern aus dem April 2015 herangerückt.

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, fiel zuletzt auf 24.038,21 Zähler. Zwischenzeitlich war er bei 24 354,07 Zähler auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Der Technologie-Index TecDax büßte auch ein. Er schloss bei 2.001,34 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,9 Prozent abwärts. Zum Börsenschluss verharrte er bei 3.418,86 Punkten.

Aus Branchensicht waren Stahlwerte mit am wenigsten gefragt. Sie litten unter fallenden Preisen für Eisenerz. Hinzu kam eine von Vorsicht geprägte Studie von Barclays, in der Analyst Vladimir Sergievskiy kurzfristig von deutlich nachgebenden Stahlpreisen in Europa ausgeht. So gehörten die Papiere von Thyssenkrupp und Salzgitter mit Verlusten von zwischenzeitlich rund 2,3 Prozent zu den schwächsten Aktien in Dax und MDax.

Die Anleger-Lieblinge im ersten Quartal

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
FSE

+0,74 +3,59%
+21,29€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Top 10: Lufthansa
1 von 10

Die Lufthansa gehört zu den Werten, welche die Anleger im ersten Jahresquartal besonders gern hatten. Die Aktien der Fluggesellschaft stiegen um gut ein Fünftel ihres Wertes am Jahresende.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 22,8 Prozent

STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007493991
Börse
FSE

+0,45 +0,85%
+53,10€
Chart von STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Top 9: Ströer
2 von 10

Auch die Papiere der Kölner Werbefirma sind bei Anlegern begehrt. Grund könnte sein, dass die Firma zum Jahresstart ihre erste Umsatzmilliarde knackte. Vor allem im Online-Geschäft verzeichnet das Unternehmen, das Bushaltestellen und Plakatwände bestückt, kräftiges Wachstum.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 23 Prozent

WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007472060
Börse
FSE

+1,85 +1,21%
+154,85€
Chart von WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 8: Wirecard
3 von 10

Die Wirecard-Aktionäre mussten ende Februar einen Kurssturz hinnehmen. So berichtete das „Manager-Magazin“ von Ungereimtheiten in der Bilanz des Zahlungsdienstleisters. Doch die Anleger schöpften Zuversicht, die Aktie stieg.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 25,2 Prozent

DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008019001
Börse
FSE

-0,01 -0,07%
+13,46€
Chart von DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 7: Deutsche Pfandbriefbank
4 von 10

Auch die deutsche Pfandbriefbank-Papiere sind im vergangenen Quartal kräftig gestiegen. Während der Fall Hypo Real Estate gerade wieder vor Gericht ist, scheint sich ihre Nachfolgerin an der Börse gut zu schlagen.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 28,2 Prozent

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
FSE

+0,05 +0,23%
+21,88€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Top 6: RWE
5 von 10

RWE profitiert von Spekulationswelle bei den Energieversorgern. Die Aktie des Unternehmens aus NRW zählt zu den begehrtesten Titeln im Dax.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 29,1 Prozent

PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006916604
Börse
FSE

+3,30 +2,41%
+141,20€
Chart von PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 5: Pfeiffer Vacuum
6 von 10

Auch der Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum wird derzeit von Spekulationen auf eine Übernahme getrieben. Zuletzt startete der Rivale Busch den erneuten Versuch einer Übernahme.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 32,7 Prozent

ADVA OPTICAL NETWORKING SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005103006
Börse
FSE

+0,04 +0,62%
+6,55€
Chart von ADVA OPTICAL NETWORKING SE INHABER-AKTIEN O.N.
Top 4: ADVA Optical Networking
7 von 10

ADVA bietet Telekommunikationsausrüstung an und sitzt in München. Bei den Anlegern ist das 1994 gegründete TecDax-Unternehmen so beliebt, dass es auf Platz vier aller in den Dax-Indizes notierten Werte schafft.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 37,3 Prozent

Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank sackten einen beziehungsweise zwei Prozent ab und setzten ihre Kursschwäche der vergangenen Wochen fort. Vom US-Bankensektor kamen uneinheitliche Signale: Die US-Investmentbank Goldman Sachs profitierte im ersten Quartal weniger stark als erwartet vom Handel an den Finanzmärkten. Dagegen übertraf die Bank of America mit ihrem Quartalsgewinn die durchschnittliche Analystenschätzung.

Die Volkswagen-Vorzugsaktien waren mit einem Kursplus von knapp 1 Prozent Spitzenreiter im Dax. Trotz rückläufiger Verkäufe in den ersten drei Monaten rechnet VW auf seinem wichtigsten Absatzmarkt China mit einem guten Jahr.

Die Anteilsscheine von Uniper stachen mit einem Gewinn von zwischenzeitlich 1,6 Prozent an der MDax-Spitze heraus. Händler verwiesen auf eine Kaufempfehlung.

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