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Börse Frankfurt Dax geht mit deutlichem Plus aus dem Handel

Der Deutsche Aktienindex legt am Dienstag deutlich zu – auch wenn er nicht ganz die zwischenzeitlichen Gewinne bis zum Handelsschluss verteidigen kann. Ein Handelsblatt-Bericht treibt einen Titel zum Tagessieg.
Update: 08.09.2015 - 17:50 Uhr

Dax steigt, aber knackt nicht wichtige Marke

FrankfurtÜberraschend gute deutsche Handelsdaten haben Anlegern am Dienstag Lust auf Aktien gemacht. Der Dax kletterte bis zum Nachmittag in der Spitze um 2,6 Prozent auf 10.371 Punkte, bevor er am Abend bei 10271 Punkten schloss (plus 1,6 Prozent). Der EuroStoxx50 stieg um 1,2 Prozent auf 3237 Punkte. Während die deutschen Importe und Exporte überraschend stark waren, gingen die Aus- und Einfuhren in China zurück. „Der Kontrast zwischen dem, was in der deutschen und der chinesischen Handelsbilanz passiert, ist schon sehr interessant und spricht für die europäische Wirtschaft“, sagte KBC-Aktienstratege Piet Lammens.

Die deutschen Exporte hatte im Juli trotz Griechenland-Krise und schwächelnder chinesischer Konjunktur neue Rekorde geknackt. Die Wirtschaft in der Euro-Zone wuchs im zweiten Quartal um 0,4 Prozent, das war etwas besser als bislang angenommen.

In China - der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft - waren die Ausfuhren dagegen stark geschrumpft. Die Anleger in Shanghai quittierten das aber nur zeitweise mit Verkäufen, denn die Regierung in Peking will zehn Milliarden Euro in die heimische Infrastruktur investieren, um die Wirtschaft wieder ans Laufen zu bringen. Börsianern zufolge setzten Investoren darauf, dass weitere Programme folgen. Die Börse in Shanghai schloss knapp drei Prozent im Plus.

Unterstützung für Europas Aktien kam auch von der Börse in New York: An der Wall Street kletterten die Kurse nach der Feiertagspause am Montag (Labor Day). In den ersten Börsenstunden lag der Dow Jones Index 1,6 Prozent im Plus.

Handelsblatt-Bericht treibt K+S-Aktie

Zu den deutlichen Gewinnern in Deutschland zählte die Aktie des Düngemittelherstellers K+S, nachdem das Handelsblatt über Pläne berichtet hatte, dass der kanadische Rivale Potash eine feindliche Übernahme vorbereite. Die Aktie war zunächst nur leicht im Plus, schnellte aber Richtung Handelsschluss dann deutlich um 7,25 Prozent in die Höhe und schloss bei 36,11 Euro.

Die Commerzbank-Aktie legte 6,8 Prozent zu, nachdem die Analysten von JP Morgan die Aktien auf „Overweight“ von „Neutral“ hochgesetzt hatten. Auch die lange gescholtene Aktie des Energieversorgers RWE legte deutlich zu und steuerte zwischenzeitlich auf den größten Tagesgewinn seit vier Jahren zu. Am Ende stand ein solides Plus von 5,69 Prozent.

Anleger hatten einen positiven Kommentar von Kepler Cheuvreux für den Wiedereinstieg bei dem Versorger. Die Analysten stuften die Papiere auf „Hold“ hoch und strichen ihn von der „Least Preferred Stock“-Liste. In den vergangenen Wochen waren RWE-Aktien allerdings wegen enttäuschender Geschäftszahlen und drohender Zusatzkosten für Abriss und Entsorgung von Atomkraftwerken um rund 30 Prozent gefallen - etwa vier Mal so stark wie der Dax.

Was aus 100.000 Euro wurde
Öl (Brent)
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Der Ölpreis hat dieses Jahr ziemlich Federn lassen müssen. Wer seit Jahresbeginn 100.000 Euro in das „schwärze Gold“ investiert hat, hätte jetzt nur noch 80.010* Euro. Die hohe Überproduktion, auch ausgelöst durch das Fracking in den USA, und Sorgen um eine schwächere Weltkonjunktur ließen den Ölpreis einbrechen.

Quellen: Bloomberg, Bank of America Merrill Lynch, FMH Finanzberatung

*Anlageergebnis in Euro gerundet ohne Steuern und ohne Kosten für Wertpapierkauf und Wertpapierverwahrung. Bei Öl Terminkontrakt,  bei Anleihen und Aktien Indizes.

Dow Jones
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US-Aktien boten dieses Jahr bisher ebenfalls wenig Grund zur Freude. Wer zum Jahresstart 100.000 Euro in den Dow Jones Index gesteckt hätte, würde (wenn er jetzt verkaufen würde) nur noch 92.680 Euro besitzen. Der große Absturz kam vor allem Ende August. Im Vorjahr hatte der Index um rund acht Prozent zugelegt.

Shanghai Composite
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Ebenfalls bergab, wenn auch nicht ganz so stark, ging es für chinesische Aktien. Aus 100.000 Euro, die in den Shanghai Composite investiert wären, wären heute 93.600 Euro geworden. Für Turbulenzen an den chinesischen Börsen sorgten vor allem Konjunkturängste. Anleger befürchten, dass sich die chinesische Wirtschaft deutlich abkühlen könnte. Die Abwertung der chinesischen Währung verstärkte diese Sorgen und sorgte für einen Kursrutsch.

MSCI Emerging Markets
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Die einstigen Hoffnungsträger, die Schwellenländer, enttäuschten bisher auch. Die traumhaften Wachstumsraten sind schon lange vorbei und Investoren zogen ihr Geld aus den Schwellenländern ab. Aus 100.000 Euro im MSCI Emerging Markets wären seit Jahresbeginn 96.980 Euro geworden. Bekannteste Vertreter der Schwellenländer sind die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). An der Börse Börse in Bombay (Bild) ging es Ende August auch kräftig abwärts.

MSCI World
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Die Aktien der Industrieländer schnitten nur etwas besser ab – ein Plus schafften allerdings auch sie nicht. Wer 100.000 Euro in den MSCI World Index investiert hätte, hätte heute 98.130 Euro.

Deutsche Anleihen
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Fast unverändert ist die Entwicklung bei deutschen Staatsanleihen. Aus 100.000 Euro wurden hier 99.900 Euro. Während Anfang des Jahres die Zinsen 10-jähriger Bundesanleihen deutlich sanken, zogen sie im August rapide an. Vor allem die Unsicherheiten in China und die Turbulenzen an der Börse trieben die Anleger wieder in Anleihen.

Tagesgeld
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Das erste Plus in dieser Aufzählung, wenn auch nur ein kleines, schafft das Tagesgeld (Durchschnitt). Wer 100.000 Euro zum Jahresbeginn auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt hätte, der würde heute über 100.400 Euro verfügen.

Die Lufthansa-Aktie zeigte sich gelassen angesichts des Streiks bei der Airline und legte ebenfalls deutlich zu.

Keine der 30-Dax-Aktien schloss im Minus. Dax-Schlusslicht mit einem Zuwachs von 0,28 Prozent war der Titel des Waschmittelproduzenten Henkel.

Anmerkung der Redaktion: Die Nachrichtenagentur Reuters hat ihre Angabe zur Stärke des RWE-Gewinns nachträglich korrigiert. Das Papier steht vor dem größten Tagesgewinn seit vier Jahren, nicht seit mehr als einem Vierteljahrhundert.

  • rtr
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