Börse Frankfurt Dax hält 9000-Punkte-Marke

Die Deutsche Bank hat den deutschen Leitindex am Mittwoch deutliche Gewinne beschert. Und während Vonovia mit seiner Übernahme scheitert, freuen sich die Aktionäre – die Aktie steigt.
Update: 10.02.2016 - 15:43 Uhr

Die Verlierer von gestern nun weit vorn

Frankfurt am MainAn diesem Mittwoch fügt sich der Dax, ungleich des bisherigen Jahresverlauf, einmal nicht dem Trend aus Asien. Statt Verlusten kann der deutsche Leitindex zu Handelsbeginn Gewinne verbuchen. Er schloss 1,55 Prozent höher bei 9 017 Punkten. Verantwortlich dafür sind – ganz im Kontrast zu den Entwicklungen bislang in diesem Jahr – die Bankentitel. Gerade die Deutsche Bank-Aktie kann sich deutlich erholen. Wie die „Financial Times“ berichtete, plane die Bank einen milliardenschweren Rückkauf von Anleihen. Dabei gehe es in erster Linie um vorrangige Papiere. Im September 2015 habe die Bank entsprechende Papiere mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro im Umlauf gehabt. Investoren hat die Meldung erleichtert. Die Aktie des größten deutschen Geldhauses schoss um etwa zehn Prozent nach oben.

Auch die Commerzbank kann sich über Gewinne freuen. Für das Papier geht es an der Frankfurter Börse um knapp acht Prozent. Für viel Aufsehen sorgte die Meldung der geplatzten Mega-Fusion der beiden größten deutschen Immobilienkonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen. Der Vonovia gelang es nicht, eine Mehrheit des zweitgrößten Immobilienunternehmens für seine Offerte zu begeistern. Der Deal platzte. Für Anleger scheint das eher ein Grund zur Freude als zur Sorge. Die Aktie legt um 5,4 Prozent zu.

Mit diesen Aktien wären Sie dem Börsendebakel entkommen

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

+67,93 +0,55%
Chart von DAX ®
DAX
1 von 14

Seit Jahresbeginn liegt der Deutsche Aktienindex mehr als 17 Prozent unter dem Schlussstand von Ende Dezember. Es ist ein ungekannt schwacher Start für den wichtigsten Index in ein Börsenjahr. Ähnlich übel sieht es in den Indizes für mittlere, kleinere und Technologie-Werte aus: MDax (minus 14,6 Prozent), SDax (minus 16,7 Prozent), TecDax (minus 18,6 Prozent).

Doch es gibt einzelne Werte die dem Ausverkauf getrotzt haben und deren Besitzer gut lachen haben. Vor allem im Ausland gibt es einige Perlen zu entdecken.

Stand aller Daten: 9. Februar 2016

GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006602006
Börse
Xetra

-0,12 -0,36%
+32,81€
Chart von GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.
GEA Group
2 von 14

Im Dax gibt es derzeit keinen Titel im Plus seit Jahresbeginn und auch im MDax nur einen Titel: Der vor allem für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagebauer Gea Group hat 2015 vier Firmen übernommen und seine Umsatz- und Ergebnisziele erreicht. Im laufenden Jahr peilt Chef Jürg Oleas ohne Zukäufe ein moderates Wachstum an und erntet das Vertrauen der Anleger.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 3,86 Prozent

Software AG

WKN
ISIN
Börse

Chart von Software AG
Software AG
3 von 14

In den großen deutschen Indizes wird man dann noch im TecDax fündig: Mit der Ankündigung einer verbesserten Marge für das Jahr 2016 beeindruckt die Software AG aus Darmstadt. Auch die Ergebnisse für das zurückliegende Jahr hatten die Aktionäre erfreut und so kann sich der Wert völlig von der miserablen Entwicklung des TecDax in diesem Jahr abkoppeln.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 9,95 Prozent

S&P 500

WKN
ISIN
Börse
ISP

+22,80 +0,78%
+2.891,11
Chart von S&P 500
S&P 500
4 von 14

Der weitgefasste US-amerikanische Index liegt seit Jahresbeginn fast ein Zehntel im Minus. Doch die Entwicklung der einzelnen Titel ist extrem unterschiedlich. Während vor allem Banktitel enorm leiden, gibt es deutlich positive Ausreißer.

Kursveränderung seit 1.1.2016: minus 9,4 Prozent

NEWMONT MINING CORP. REGISTERED SHARES DL 1,60

WKN
ISIN
US6516391066
Börse
Xetra

+0,18 +0,67%
+26,55€
Chart von NEWMONT MINING CORP. REGISTERED SHARES DL 1,60
Newmont Mining
5 von 14

Der Goldpreis ist zu einem Krisenindikator geworden und hat seit Jahresbeginn deutlich zugelegt, während des für die großen Aktienindizes bergab geht. Mit dem Goldpreis ziehen auch die Aktien von Minenbetreibern an, die noch im vergangen Jahr zu den großen Verlierern gehörten. Newmont Mining aus Denver ist einer der größten Förderer von Gold weltweit und das gilt bei Anlegern jetzt als begehrenswert.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 37,15 Prozent

SOUTHWESTERN ENERGY CO. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US8454671095
Börse
FSE

+0,07 +1,50%
+4,79€
Chart von SOUTHWESTERN ENERGY CO. REGISTERED SHARES DL -,01
Southwestern Energy
6 von 14

Einige Aktien von Öl- und Gasunternehmen, die sich auf die Fracking-Fördertechnologie spezialisiert haben, waren mit dem fallenden Ölpreis extrem unter Druck geraten. Einige Titel können sich jedoch zwischenzeitlich deutlich erholen, doch auch heftige Rückschläge können die Titel immer wieder erfassen. Ein Beispiel: Southwestern Energy. Vor zwei Jahren notierte die Aktie noch bei über 45 Dollar, erst zum Jahreswechsel setzte eine Trendumkehr bei dem Titel ein.

Kursveränderung seit 1.1.2016: 35,89 Prozent.

EXELON CORP. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
US30161N1019
Börse
FSE

-0,16 -0,43%
+36,75€
Chart von EXELON CORP. REGISTERED SHARES O.N.
Exelon
7 von 14

Eine klassische Ausweichbewegung in turbulenten Börsenphasen zeigt sich auch am US-Markt. Anleger setzen verstärkt auf Versorger, die als Energielieferanten mit regelmäßigen Mittelzuflüssen rechnen können. Ein Branchenindex für US-Versorger liegt seit Jahresanfang fast sieben Prozent im Plus, die Aktie von Exelon liegt deutlich über dem Schnitt.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: plus 15,42 Prozent

Dennoch warnte der Chef von B Capital Wealth Management, Lorne Baring: Es sei sehr wahrscheinlich, dass es zu einer weiteren Korrektur bei Aktien komme. Angesichts der Finanzmarktturbulenzen rund um den Globus zeigen sich viele Anleger derzeit vorsichtig. Sie investieren lieber in als sicher eingeschätzte Werte wie Gold, das weiter in der Nähe eines Sieben-Monatshochs notierte. Seit Monatsbeginn hat der Dax jeden Tag im Minus geschlossen und insgesamt neun Prozent verloren. Seit dem Rekordhoch von 12.390 Punkten im April vorigen Jahres summieren sich die Kursverluste auf mehr als 25 Prozent.

Dabei entwickelt sich der Dax am Morgen besser als andere Märkte. So waren die Vorgaben aus Asien schwach: Der Ausverkauf bei Bank-Aktien führte die Börse in Tokio auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014. Investoren sorgen sich über die Weltwirtschaft und damit einhergehend um die Stabilität des Finanzsektors. Zusätzlich drückte der jüngst von der japanischen Zentralbank eingeführte Strafzins für Banken auf die Stimmung am Markt, sagten Analysten.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,3 Prozent tiefer bei 15.713 Punkten. Die Märkte in China blieben feiertagsbedingt geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,5 Prozent. Die US-Börsen hatten gestern nur leicht nachgegeben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 16.014 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 1852 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 4268 Punkte.

Heidelberg Druckmaschinen und Nordex beflügelt
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