Börse Frankfurt Dax im Neujahrsrausch

Das Jahr hätte besser nicht beginnen können. Starke Konjunkturdaten aus China und den USA machen den Anlegern Hoffnung. Ungeachtet von den bestehenden Problem in Europa gingen die meisten Investoren auf Einkaufstour.
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Am Montag dominierten die Bullen den Handel an der Frankfurter Börse. Quelle: dpa

Am Montag dominierten die Bullen den Handel an der Frankfurter Börse.

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Frankfurt/DüsseldorfDer Dax beeindruckt mit dem besten Jahresstarts seiner Geschichte. Gestern stieg er zum Jahresauftakt um drei Prozent ins Plus und bis zum Vormittag rannte der Dax weiter nach oben. Am Nachmittag vermehrten sich dann die Gewinnmitnahmen, doch mit der erfreulichen Eröffnung der US-Börsen und den guten Zahlen aus China und den USA kam der Dax wieder in Fahrt.

Den zweiten Handelstag in diesem Jahr beendete der Deutsche Aktienindex 1,5 Prozent im Plus auf 6.167 Punkte. Der MDax legte 1,2 Prozent zu auf 9.223 Zähler und für den TecDax ging es 1,7 Prozent nach oben auf 711 Punkte.

Bester Jahresstart der Dax-Geschichte

„Viele haben gedacht im letzten Jahr, dass die Weltwirtschaft durchaus Schaden nehmen könnte“, sagte Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. „Viele haben von einer Rezession in China gesprochen, das werden wir alles nicht sehen. Die Amerikaner werden kein „Double Dip' bekommen, also kein nochmaliges Abgleiten in die Rezession. Und wenn die Weltwirtschaft mit über drei Prozent wächst - was wir erwarten - dann ist das für Deutschland immer gut gewesen.“

Von konjunktureller Seite kamen heute zunächst erfreuliche Daten aus Asien. Der chinesische Einkaufsmanager aus der Dienstleistungsbranche sprang über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten von 49,7 auf 56,0 Punkte. Die Zahlen aus China gelten für die Investoren als Hoffnungszeichen, dass die Konjunktur in China nicht erlahmt und dadurch die erkühlende Weltwirtschaft weiter anheizt.

Die USA konnten am Nachmittag mit guten Zahlen nachziehen. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg von 52,7 auf 53,9 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit Juni.

Getrieben von den guten Daten lag der Dow Jones nach Frankfurter Börsenschluss 1,8 Prozent im Plus auf 12.442 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,9 Prozent auf 1.281 Zähler und der Nasdaq-100 legte um 2,1 Prozent zu auf 2.326 Punkte.

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Doch die Stimmen der Experten sind nicht durchgehend positiv. Einige Börsianer warnen in Hinblick auf die immer noch bestehenden Probleme vor zu großer Euphorie. „Es ist schon erstaunlich, wie der Markt den großen Haufen ungelöster Probleme einfach ignoriert.“, sagte ein Analyst.

Die Einschätzungen der US-Experten sind ebenfalls vorsichtig. Ihre Prognosen waren so zurückhaltend wie seit sieben Jahren nicht mehr. Sie schätzten zwar auf Jahressicht Gewinne bei den großen Indizes, jedoch warnten sie vor stark volatilen Märkten in diesem Jahr und den damit einhergehenden begrenzten Gewinnen.


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24 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax im Neujahrsrausch"

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  • Frohes Neues an alle!

    Bevor ich mich gleich wieder davonmache - wenig Zeit zur Zeit - noch kurz mein Portfolio: Es ist der UB74LJ mit aktuell sehr fairen 3 Pf Spread. Durchschnittseinstand inzwischen bei EUR/CHF 1.2230. Macht bei 1.2440 einen knappen Verdoppler, solange gedulde ich mich. Aus Aktien halte ich mich raus, außer Dax schafft es die Woche noch wirklich über 6200 bis zur 6400, dann 6900/6400-Januar oder äquivalent im ESX. Na dann, auf ein erfolgreiches Jahr!

  • Na dann: Weiter viel Erfolg!

  • Das mit " S-T-A-A " versuchen die Fonds-Heinis auch immer. Also ich bin zufrieden, wenn mein Aktien-Portfolio eine Jahres-Rendite / Absolute-Return von 10 - 15 % p.a. macht - das reicht mir !!!

  • @R2D2: Dreiklang aus sparen, spekulieren und investieren eben.
    @KeepCool: Langfristig bestimmt die strategische asset allocation den Großteil des Anlageerfolgs, Timing ist von untergeordneter Bedeutung, insofern hast Du Recht. Absolute Tief- und Hochpunkte schafft zwar keiner, aber ich bin bisher mit meinen Ausstiegspunkten in 2008 und 2011 zufrieden. Heuristik versus Empirie...

  • Zitat: "Direktanlage Aktien, wobei ich die phasenweise auch auf Null fahre..."

    Wohl dem, der präzise timen kann, wann Aktien am tiefsten stehen, und dem, der die Entwicklung der Währungs- und Staatsschuldenproblematik genau voraussieht.

    Andere können das nicht. Daher sind deren Geldanlagen breiter gestreut und damit weniger präzise. Weniger präzise richtig, aber wahrscheinlich auch weniger präzise falsch. Je nachdem, was die Zukunft hergibt.

  • :-)

  • Das passt schon so. Ich hatte auch nur an dein " kurzfristigen Handel " mit CFDs dabei gedacht.
    Selbst wenn es noch so erfolgreich ist, irgendwo musst du den GEWINN ja auch wieder INVESTIEREN !!!

  • Termine, Termine...
    @R2D2: Direktanlage Aktien, wobei ich die phasenweise auch auf Null fahre, Immobilie(n), ein kleines bisschen Gold. Dann habe ich noch eine adäquate Pensionszusage für Lau und ein Häppchen BVV.

  • Danke :-)

    Frage: Und womit bestreitest du deine Altersvorsorge / Vermögensaufbau, wenn nicht mit Aktien ??? Sparbuch, LV oder sonstigen " Papierschrott " ???

  • Ich denke, man kann es noch sagen: Frohes Neues @all!
    Ich hatte zwar noch nie einen Fonds, aber der Patrimoine hat immerhin in den letzten 10 Jahren eine Performance von kum. 113%. Selbst bei einem AA von 4% und einer TER von aktuell 1,77% wäre der für viele inaktive Fondsanleger eine bessere Wahl gewesen als longonly/passive Aktienfonds.
    Was den Dax angeht, bleibe ich skeptisch und konzentriere mich auf den kurzfristigen Handel. Aktien kaufe ich erst wieder zu deutlich niedrigeren Kursen.

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