Börse Frankfurt Dax kann Gewinne nicht ins Ziel retten

Bis zum frühen Nachmittag konnte sich der Dax trotz schlechter Nachrichten im grünen Bereich halten. Dann war er ins Minus abgerutscht, konnte sich aber wieder berappeln und nahezu unverändert aus dem Handel gehen.
Update: 30.05.2011 - 17:45 Uhr 6 Kommentare
Proteste vor dem griechischen Parlament: die dortige Regierung ist zur Zeit nicht zu beneiden. Quelle: dpa

Proteste vor dem griechischen Parlament: die dortige Regierung ist zur Zeit nicht zu beneiden.

(Foto: dpa)

Frankfurt/DüsseldorfDie Europäische Union (EU) arbeitet im Stillen an einem zweiten Rettungspaket für das akut von der Staatspleite bedrohte Griechenland. Über das Wochenende habe es darüber Gespräche mit der Regierung in Athen gegeben, hieß es am Montag in EU-Kreisen. Das 65 Milliarden Euro schwere Paket könnte neue besicherte Kredite von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) sowie zusätzliche Privatisierungs-Einnahmen der griechischen Regierung enthalten. Die internationalen Geldgeber des Landes drängten Regierung und Opposition weiter zu einem Kompromiss über den Sanierungskurs. Im Zentrum steht der Streit über neue Belastungen der Bürger.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bereits ihre Warnung vor einer Umschuldung in Griechenland bekräftigt. Die Vorstellung von einer geordneten Restrukturierung griechischer Altschulden sei ein Märchen, sagte das Direktoriumsmitglied der EZB Lorenzo Bini Smaghi heute Morgen der "Financial Times". Zudem warnte das Ratsmitglied vor schweren Marktverwerfungen für den Fall, dass es zu einer Umschuldung Griechenlands komme. Die jüngste Debatte über eine griechische Umschuldung sei insgesamt sehr schädlich gewesen, sagte Bini Smaghi.

Trotz deutlicher Verluste bei den Versorgern hat der deutsche Aktienmarkt am Montag einen neuen Erholungsversuch unternommen. Der deutsche Leitindex ging nach einem grünen Vormittag und einem weitgehend roten Nachmittag nahezu unverändert aus dem Handel. Er beendete den Montag mit 7.163 Punkten, nachdem er in der Vorwoche um 1,4 Prozent abgerutscht war und damit die vierte Verlustwoche in Folge hinnehmen musste. Der MDax mittelgroßer Werte verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 10.719 Punkte und der TecDax kletterte dank hoher Gewinne bei den Unternehmen der erneuerbaren Energien um 1,7 Prozent auf 912 Punkte.

Nach der Entscheidung der Regierungskoalition über einen Atomausstieg bis spätestens 2022 gerieten die Versorgertitel von E.ON und RWE erneut unter Druck. An der umstrittenen Brennelementesteuer für die Atomkonzerne hält die Koalition nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa fest. Analyst Michael Schäfer von Equinet sah die jüngsten Spekulationen mit dem Beschluss bestätigt. Jedoch dürften jene Optimisten enttäuscht sein, die auf eine Abschaffung der Atomsteuer gehofft hatten. RWE rutschten um 1,7 Prozent auf 40,31 Euro ab, gefolgt von Eon mit minus 2,3 Prozent auf 19,56 Euro.
Als bester Wert konnte sich heute die Aktie von Adidas präsentieren. Gute Nachrichten trieben die Papiere um 1,2 Prozent auf 51,96 Euro nach oben. Der Sportartikelhersteller sieht in Japan nach der verheerenden Katastrophe eine Entspannung der Lage. Zudem zielt Adidas auf die Marktführerschaft des Erzrivalen Nike auf dem wichtigen Sportmarkt Großbritannien.

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6 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax kann Gewinne nicht ins Ziel retten"

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  • Einen Parkplatz am Strand zwischen den SUVs aus Athen (X,Y,Z und I am Anfang des Kennzeichens) finde ich mit meinem seit 23 Jahren (selbst) bezahlten 2CV immer noch. Wieviel Tomaten oder Wassermelonen muß ein Grieche eigentlich verkaufen, um die Devisen für solch einen SUV zu erwirtschaften ?

  • Handelsblatt cONTRA Indikator passt weiterhin.
    Wenn das HB über steigende Kurse schreibt/berichtet MUSS man short gehen.siehe auch jetzt wieder ;-)

  • Sehr geehrter Herr Gung Bong,
    sehr geehrter Herr Kannitverstan,

    um Ihnen das Grundszenario meiner geistigen Ergüsse grob zu schildern, möchte ich mit einem weiteren Zitat beginnen:
    "Es gibt kein großes Genie ohne einen Schuss Verrücktheit."
    Aristoteles. Um die wirtschaftlichen Zusammenhänge unserer Welt ausreichen erörtern zu können, bedarf es neben dem fundierten Grundwissen diverser struktureller Sachverhalte die Gabe, in Metaphern zu sprechen um Anwesende und Nichtanwesende zurechterweise nicht bloß zu stellen, sowie genug Freiraum zur Interpretation und Philosophie zu lassen. Was ist meine Intention: Mit kleinen Stichen in wirtschaftliche Wunden zum Denken anreden, und eine großartige Diskussion entfachen! Zum Schluss noch ein chinesisches Zitat: "Wutsang kon tan schang" ("Bohre den Brunnen, ehe du Durst hast.")
    Vielen Dank.



  • :-) Da weis einer mehr, ich bitte um Teilhabe :-)

  • Wer diesen Kommentar verstanden hat soll ihn mir bitte übersetzen.

  • Und wieder ist einer dieser Tage, der DAX scheint sich zu behaupten, und das trotz grudimentärer Tendezen im multikanalen Ressourcencampus. Würde man Herrn Petrovic fragen, was er prognosentechnisch in die zukünftige "Zyklopie" interpretieren würde, wäre seine Aussage höchstwarscheinlich: "El protente aif maginet ton figarolite" oder mit anderen Worten: "Der manifestierte Weg der Zukunft soll kommen wie er kommen soll." Nicht desto trotz sage ich als bekennender Wirtschaftsfanatiker, ob 85 Geld, oder 110 Brief, ob Midcap, Floor, oder Collar, ob Call, Put. Der Weg ist offen um von den Bankstern der örtlichen Hemispäre, (und nein ich meine nicht Herrn von Buschmann-Napf!) wieder unter die kriminelle Grostapolka der vergangegenen 20 Jahte geschrotet zu werden. Wann dann Frau Kirschmann auf den Draht kommt, dass wir etwas tun möchten steht in den Sternen.
    Vielen Dank!

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