Börse Frankfurt Dax legt trotz EZB kräftig zu

Nach der Zinsentscheidung der EZB zuckt es kurz am deutschen Aktienmarkt. Der Dax rauscht in die Tiefe. Doch die Nervosität weicht schnell. Binnen einer Stunde springt der Dax deutlich ins Plus.
Update: 06.02.2014 - 17:47 Uhr 64 Kommentare

Börse am Abend

FrankfurtEZB-Chef Mario Draghi saß um 14.30 Uhr auf dem Podium und verkündete, dass die Leitzinsen dort bleiben, wo sie sind - bei 0,25 Prozent. Da verlor der Dax rasch an Boden. Innerhalb weniger Minuten fiel der Leitindex um 74 Punkte auf 2139 Zähler. Grund: Der Dax-Future am Terminmarkt brach in weniger Augenblicke sogar um fast 200 Punkte ein. Und auf Bewegungen an einem Nachbarmarkt reagieren auch die Akteure an der Präsenzbörse.

Die Händler nennen so etwas "Flash-Crash. Sie halten es für ein deutliches Zeichen dafür, dass die Händler wegen der EZB sehr nervös waren. Der Schock dauerte allerdings nicht lange an. Zum Börsenschluss notierte der Dax 1,5 Prozent im Plus bei 9256 Punkten.

Einige Beobachter gehen davon aus, dass eine abermalige Zinssenkung nicht vom Tisch ist. Diese könnte bereits im März anstehen, wenn neue Prognosen zu Inflation und Wachstum vorliegen. Mehrere Ökonomen erwarten, dass die Notenbank gezwungen sein wird, ihre Inflationsprognose nach unten zu setzen.

Unter den Einzelwerten stehen Daimler mit einem Plus von zeitweise mehr als vier Prozent ganz oben im Dax-Tableau. Zum Börsenende legten die Aktie 2,6 Prozent zu. Der Autobauer will 2014 deutlich mehr Gewinn erzielen. Aktien von HeidelbergCement fallen hingegen nach Quartalszahlen mit minus 0,8 Prozent ans Dax-Ende. Der starke Euro lastet auch im neuen Jahr auf Deutschlands größtem Baustoffhersteller lastet.

Im ersten Halbjahr 2014 werde die Abwertung vieler Währungen zum Euro den Umsatz und das Ergebnis schmälern, sagte Konzernchef Bernd Scheifele am Donnerstag. Bereits in den vergangenen sechs Monaten machte der hohe Euro-Kurs den Kurpfälzern zu schaffen. Die Aufwertung der europäischen Währung setzt vielen Firmen zu, weil bei Umsätzen aus Ländern mit einer schwachen Währung nach der Umrechnung in Euro weniger bei ihnen hängen bleibt.

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64 Kommentare zu "Börse Frankfurt : Dax legt trotz EZB kräftig zu"

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  • Sind aber alle durchgegangen...

  • So? LOL Ich habe richtig Kasse gemacht. Long bis 13.45 Short danach. Bis 18.00 Long, jetzt short... good luck.

  • An alle, die es interessiert:

    Kurz nach der EZB-Entscheidung fiel der DAX-Future des aktuellen Kontrakts innerhalb weniger Sekunden von 9.194 Punkten auf ein Tief bei 9.010 Punkten. Händler sprechen von einem Fehltrade. Das angegebene Volumen von 1.488 Kontrakten innerhalb einer Minute zeigt hier die Möglichkeit an, dass sich ein Händler vertippt haben könnte. Eine Minute später notierte der DAX-Future wieder bei 9.173 Punkten. In der Regel werden bei Fehltrades die gehandelten Geschäfte rückgängig gemacht. Dies betrifft zumindest die Eurex. Insofern ist auch erklärbar, warum die Kurse im DAX nicht eingebrochen sind. Da einige Kursanbieter allerdings den DAX-Future zur Berechnung der DAX-Indikation nutzen, fiel z.B. in den L&S-Kursen oder der Deutsche Bank Indikation der Kurs deutlich ab.

  • Du lagst doch heute schon falsch damit.

  • Nee passiert morgen nicht. Morgen gibt's ein ganz böses Erwachen...good Luck.

  • So isses. Morgen sieht die Sache gar nicht mehr so
    rosig aus. USA, Frühindikatoren Japan, China und Freitag. Keine Chance das bleibt nicht so.

  • Die Futures sind legal 200 Punkte gefallen dann wurde der Handel unterbrochen
    nicht auszudenken wenn die Stopps noch weiter ausgelöst worden wären und ein paar
    Minuten später war wieder alles ganz "normal"....nur die welche unten ihre Kauflimits plaziert
    hatten sind nun die glücklichen Gewinner
    Das Spiel kann beliebig oft gespielt werden, morgen allerdings erwarte ich dann das Spiel
    nach oben 200 Punkte wegen der arbeitsmarktdaten die 9450 reichen evtl 9470 dann lohnt es sich wieder zu shorten...das Spiel/Daxkurse bestimmen nicht die Aktien sondern die
    Kontrakte auf den Dax

  • Das kann niemand wissen.Es sei denn er handelt im Vorfeld mit Insiderwissen und das wäre strafbar.Man konnte nur im Vorfeld spekulieren,dass die EZB den Zins unverändert lässt,da die Renditen der Staatsanleihen ja im Vorfeld sanken und nicht stiegen.Somit bestand von dieser Seite her kein Handlungsbedarf(das war vor der letzten Zinssenkung anders).
    Das andere,war der Ankauf von Kreditpaketen aus der Südzone.Damit würde die EZB aber endgültig zur "Blackbox" werden,wie die wiwo schon treffend schrieb.

    http://www.wiwo.de/politik/europa/niedrige-inflationsrate-die-ezb-droht-zur-blackbox-zu-werden/9415192.html

  • Was wurde im Vorfeld des heutigen Tages nicht alles geredet und spekuliert,EZB und so.Am Ende entschieden die positiven Daten aus den USA die heutige Show.Der Hund wackelt nun mal mit dem Schwanz und nicht umgekehrt.
    Bin auf morgen gespannt,wenn die wirklichen Zahlen kommen.Angeblich melden sich nämlich viele Amis gar nicht mehr auf dem Arbeitsamt und fallen so aus der Statistik.Morgen kommen die Zahlen(Non-farm Gehaltsabrechnungen in den USA
    14.30 MEZ) der netto neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft.Das sagt mehr aus,als alles andere.Dann werden die Karten wohl mal wieder neu gemischt.

  • Wenn du auch Profi wärest dann wüsstest du auch, dass man so etwas weder vorher weiß noch logischerweise vorher handelt. Dafür gibt es bei mir einen Algorithmus (Motion/Vola-Algo in Verbindung mit dem Headline-Algo).

    Oder wie willst du sonst im Micro-Sekundentakt handeln und arbeiten ? Der Algorithmus reagiert automatisch bei auffälligen Bewegungen in Verbindung mit einer Kontraktzahl im Verhältnis zur Bewegung, und scannt darüber hinaus die Orderbuchtiefe Level-2. Fertig.

    Schönen Abend noch. Gleich ist Börsenschluss, das Buch für heute geschlossen und Work-Life-Balance. Und nächstes Mal registriere dich einfach beim Handelsblatt, du Profi.

    Grüße aus Downtown-Mainhattan. Der schönsten Stadt Deutschlands (ohne AfE-Turm sogar noch schöner). And the heartbeat of financial €urope.

    X_TRADER®
    - selbst. Börsenhändler -
    Algo- und System-Trading

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