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Börse Frankfurt Dax rauscht über zwei Prozent ins Minus

Für den Dax kam es heute faustdick. Schwache US-Daten, ein starker Euro und die erneute Zuspitzung der Griechenlandkrise ließen den Dax heute wild hin- und herspringen. Am Ende verliert der Leitindex fast 300 Punkte.
Update: 05.05.2015 - 17:47 Uhr 42 Kommentare

Nichts für schwache Nerven: Dax rast auf und ab

FrankfurtAn der Frankfurter Börse macht sich die Volatilität wieder bemerkbar. Kaum noch etwas erinnert an die Dax-Hausse der vergangenen Monate. Zwischen seinem heutigen Tageshoch und seinem Tagestief lagen über 420 Punkte. Eine Mischung aus schwachen US-Konjunkturdaten, einem starken Euro und einer erneuten Zuspitzung der Griechenlandkrise ließen den Dax am Ende bei 11.328 Punkten satte 2,5 Prozent im Minus schließen.

In der zweiten Reihe sah es ähnlich düster aus. Der MDax beendete den Tag zwei Prozent leichter auf 20.129 Punkten. Der TecDax ging mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 1596 Zählern aus dem Handel.

Zu Beginn des heutigen Handelstages hatten noch zahlreiche positive deutsche Unternehmensbilanzen die Kurse gestützt. Im Dax halfen Infineon und Adidas, im MDax sorgten Metro und Symrise für Kauflaune und im TecDax sorgte Pfeiffer Vacuum für eine Überraschung.

Die Veröffentlichung einer schwachen US-Handelsbilanz machten die leichten Kursgewinne allerdings am frühen Nachmittag bereits zunichte. Das höchste US-Handelsdefizit seit 2008 trieb den Euro in die Höhe und nahm den Dax die Kraft. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Abend mit 1,1202 Dollar und damit rund 0,5 Prozent höher bewertet. Ein starker Euro wirkt derzeit wie ein Appetithemmer für europäische, insbesondere deutsche Aktien. Eine Aufwertung der Gemeinschaftswährung raubt Produkten europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt die Wettbewerbsfähigkeit.

Die Top- und Flop-Aktien im April 2015

DIEBOLD NIXDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A0CAYB2
Börse
STU

0,00 0,00%
0,00€
Chart von DIEBOLD NIXDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.
Wincor Nixdorf: Ausblick und aktuelle Zahlen enttäuschen
1 von 21

Das Paderborner Unternehmen senkte Mitte April seine Prognose für Umsatz und operativen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr 2014/2015 und löste damit den heftigsten Kurseinbruch seit 2008 aus; an einem Tag brachen die im MDax notierten Titel sogar um bis zu 15,3 Prozent ein. Weitere Kursrückgänge lassen die Aktie auf den letzten Platz im 110 Werte umfassenden HDax fallen. Die ursprünglich anvisierten Ziele werden der Firma zufolge nicht erreicht. Wincor Nixdorf erwartet einen Umsatzrückgang um drei bis fünf Prozent.
Kursentwicklung im April: -22,9 Prozent

BILFINGER

WKN
ISIN
DE0005909006
Börse
Xetra

-0,34 -1,24%
+27,02€
Chart von BILFINGER
Bilfinger: Prognosesenkung schockt Investoren
2 von 21

Auch der Baukonzern Bilfinger, dessen Aktien ebenfalls im MDax notieren, enttäuschte im April die Börsianer. Zum fünften Mal senkte er die Prognose und schockte damit die Investoren. Sie flüchteten in Scharen; die Aktien stürzten an einem einzigen Tag in der Spitze um mehr als 16 Prozent ab; die Aktie landet auf dem vorletzten Platz im HDax, dem Sammelindex aus Dax, MDax, und TecDax. Wegen der schlechten Entwicklung des Öl- und Gasgeschäfts in den USA sowie einer sinkenden Nachfrage in der Kraftwerksparte rechnet der Konzern mit "erheblichen Rückgängen" beim operativen Gewinn.
Kursentwicklung im April: -16,5 Prozent

JENOPTIK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A2NB601
Börse
Xetra

-0,10 -0,36%
+27,65€
Chart von JENOPTIK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Jenoptik: Beteiligungsverkauf drückt auf Aktienkurs
3 von 21

Die Aktie des Technologiekonzerns Jenoptik, die zum TecDax gehört, verliert 15 Prozent an Wert. Offenbar wirkt nach, dass die österreichische ECE Industriebeteiligungen GmbH ihren kompletten Anteil am deutschen Technologiekonzern verkauft hat. Das sei eine Überraschung gewesen, schrieb Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank Anfang April in einer Studie. Die Veräußerung sieht Schlamp eigentlich nicht negativ. Die Fundamentaldaten seien unberührt geblieben. Ende März hatte Finanzvorstand Andreas Günther das Unternehmen verlassen. Sein Nachfolger Hans-Dieter Schumacher hielt aber bislang an bereits eingeleiteten Maßnahmen, zum Beispiel der Umstellung der Finanzierungsstruktur, fest.
Kursentwicklung im April: -15,0 Prozent

ELRINGKLINGER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007856023
Börse
Xetra

+0,01 +0,20%
+5,10€
Chart von ELRINGKLINGER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
ElringKlinger: Kapazitätsengpass drückt auf Ergebnis
4 von 21

Noch eine Enttäuschung, die eine Aktie innerhalb weniger Tage in die Riege der schlechtesten zehn Papiere des HDax schiebt: Der Autozulieferer ElringKlinger frustrierte Ende April die Anleger mit einer Gewinnwarnung. Die negative Überraschung bei der Gewinnentwicklung im ersten Quartal sowie die negativen Aussichten hätten seine vorsichtige Einschätzung für den Autozulieferer untermauert, schrieb Michael Raab vom Analysehaus Kepler Cheuvreux in einer Studie. Tragisch: Zumindest die zurückliegende Ergebnisschwäche resultiert anscheinend nicht aus einer mangelnden Nachfrage. Im Gegenteil: Einige Produkte seien offenbar so gefragt, dass die Produktionskapazitäten an die Grenze stießen, erklärt Raab.
Kursentwicklung im April: -12,6 Prozent

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
Xetra

+0,20 +0,09%
+223,50€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Münchener Rück: Niedrige Zinsen lassen auch Kurs erodieren
5 von 21

Unter dem niedrigen Zinsumfeld leiden Versicherer, die mit ihren Rücklagen weniger Erträge erzielen. So macht Mark Cathcart vom Analysehaus Jefferies denn auch die „anhaltende Zinserosion in der Vermögensverwaltung“ neben eingetrübten Ergebnisperspektiven dafür verantwortlich, dass Versicherer-Aktien derzeit eine Flaute durchmachen. Für die Munich-Re-Aktie sieht der Experte ein Abwärtspotenzial von weiteren 15 Prozent. Auch die Tochter Ergo dürfte in den kommenden Monaten trotz eines bevorstehenden Management-Wechsels wenig zu weiteren Erfolgen beitragen, meint Frank Kopfinger von der Commerzbank. Der neue Ergo- und bisherige Deutschland-Chef der Allianz, Markus Riess, werde neue Strategien erst ab 2016 implementieren können.
Kursentwicklung im April: -12,0 Prozent

TAG IMMOBILIEN AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008303504
Börse
Xetra

-0,14 -0,68%
+20,42€
Chart von TAG IMMOBILIEN AG INHABER-AKTIEN O.N.
TAG Immobilien: Luft ist aus der Aktie raus
6 von 21

Bei Immobilien müsste das Geschäft doch eigentlich brummen, lässt sich mit Blick auf die Häusermärkte vermuten – und dennoch zählt ein Wert aus dem Sektor zu den schlechtesten zehn Aktien des HDax. Der Immobilienkonzern TAG Immobilien verliert im April zehn Prozent. Marktbeobachter sehen verschiedene Ursachen. Die niedrige EU-Inflation könnte die teilweise daran gekoppelten Mietrenditen europäischer Immobiliengesellschaften belasten, schrieb Analyst Stephen Bramley-Jackson von HSBC in einer Branchenstudie. Kollege David Prescott von Barclays glaubt, dass bei TAG Immobilien der Spielraum für weitere Kurszuschläge inzwischen fast ausgereizt sei.
Kursentwicklung im April: -10,4 Prozent

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
Xetra

+0,11 +1,79%
+6,37€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Bank: Beobachter bleiben skeptisch
7 von 21

Die Nachrichten sprechen für sich, um zu erklären, wieso Deutschlands Branchenprimus im Bankensektor im April an der Börse ebenfalls rund zehn Prozent an Wert verliert. Gerade stehen neben dem Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, vier weitere Top-Banker vor Gericht im Zusammenhang mit der Kirch-Insolvenz gegen den Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs verteidigen. Erst kürzlich zahlte die Bank eine Milliardensumme in Folge des Libor-Skandals. Und auch die Pläne zur Konzern-Umstrukturierung werden von Marktbeobachtern mit Skepsis beurteilt.
Kursentwicklung im April: -10,1 Prozent

Die US-Importe übertrafen die Exporte im März im Wert um 51,4 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Das ist ein Anstieg von 43,1 Prozent zum Vormonat – der stärkste seit 1996. Damit steige das Risiko, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal noch mehr lahmte als bislang angenommen, sagte ein Händler. „Würde sich das bestätigen, könnte die für den Sommer erwartete Zinserhöhung weiter nach hinten verschoben werden.“

Auch aus Griechenland kamen heute Verkaufssignale. Im Gerangel um eine Lösung der Schuldenkrise veröffentlichte die EU-Kommission eine korrigierte Wachstumsprognose. Statt der bislang 2,5 Prozent erwartet die Kommission für 2015 lediglich ein Wachstum von 0,5 Prozent. In der Folge rauschte die Athener Börse 3,9 Prozent ins Minus. Die Bankenwerte gaben 9,6 Prozent nach. Auch bei den Anleihen drückten die Anleger auf den Verkaufsknopf, was die Rendite der zehnjährigen Papiere von 10,67 auf 11,21 Prozent hievte.

Am deutschen Rentenmarkt geht derweil die Talfahrt des Bund-Future weiter. Am Nachmittag sackte er um 85 Ticks auf 154,83 Punkte ab. Die Rendite der entsprechenden zehnjährigen Bundesanleihe zog im Gegenzug von 0,446 Prozent am Vorabend auf bis zu 0,520 Prozent an.

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Adidas und Infineon beugen sich der negativen Marktdynamik
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42 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax rauscht über zwei Prozent ins Minus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Lebensversicherungen ist doch der Lacher an sich. 2,6% minus im Mogel-Dax
    Welch Aktie rechnet sich ?

  • ""Die Rendite der entsprechenden zehnjährigen Bundesanleihe zog im Gegenzug von 0,446 Prozent am Vorabend auf bis zu 0,520 Prozent an.""
    Wenn das keine gute Nachricht für die Lebensversicherungen ist?!
    Endlich eine vernünftige Rendite! (für die langsamere; es ist Ironisch gemeint,)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ich glaubs net, Sie haben mein Beitrag gelöscht, sachlich bleiben???

    Hää.... Das HBO ist doch der Herr Schneider, kommt, steht dazu :-)

  • Und schon hat Herr Schneider mit seinen 11.400er Calls "risikolos" einen Totalverlust erlitten

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Selbstverständlich!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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