Börse Frankfurt Dax-Rekordjagd vorerst abgeblasen

Die Jagd nach einem neuen Allzeithoch fällt aus, im Gegenzug machten die Anleger am Dienstag Kasse. Vor allem Auto- und Finanzwerte wurden aus den Depots geworfen. Angesichts der vielen Unsicherheiten stieg der Goldpreis.
Update: 04.04.2017 - 18:19 Uhr Kommentieren

Keine neue Bestmarke – Dax schließt mit 12.282 Punkten

FrankfurtDax-Anlegern fehlte am Dienstag der Mut für einen neuen Rekordversuch. Grund für die Zurückhaltung seien die politischen und wirtschaftlichen Risiken, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Und von beiden gibt es zur Zeit jede Menge.“

Dank einer anziehenden Wall Street schloss der Dax 0,2 Prozent fester bei 12.282,34 Punkten, nachdem er die meiste Zeit des Tages knapp im Minus notiert hatte. Damit lag er rund 110 Zähler unter seinem Rekordhoch vom April 2015. Der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 3481,66 Stellen. Der Index mittelgroßer Werte MDax stieg am Dienstag um 0,31 Prozent auf 23 969,84 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,53 Prozent auf 2045,88 Punkte vor.

Die Basis für eine Fortsetzung der europäischen Aktienrally stehe noch, betonte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. „Der Euro ist schwach, Wirtschaftswachstum und Gewinnentwicklung der Unternehmen zeigen aufwärts.“ Die Gemeinschaftswährung kostete mit 1,0665 Dollar rund zweieinhalb US-Cent weniger als zu Beginn der vergangenen Woche.

Die größten Anlegerfehler
Privatanleger machen vermeidbare Fehler
1 von 13

Eine Studie der Wirtschaftsprofessoren Andreas Hackethal und Steffen Meyer für das Magazin „Finanztest“ hat knapp 40.000 Wertpapierdepots von Direktbankkunden im Zeitraum von 2005 bis 2015 ausgewertet.

Das Ergebnis zeigt, dass die Anleger weit hinter den Wertzuwächsen des Gesamtmarktes liegen. Während eine Rendite von jährlich 8,7 Prozent realistisch gewesen wäre, kommen die Anleger nur auf einen Wertzuwachs von 3,1 Prozent. Mangelnde Finanzkenntnisse müssen nicht die Ursache sein. Zu Einbußen führen meist kurzfristiges Denken, Gier und Aktionismus. Die vier gängigsten Fehler sind leicht zu beheben. Wir stellen sie vor – und entsprechende Gegenstrategien.

Das Bild zeigt die Börse von Abu Dhabi. Hier handeln Privatanleger mit größeren Beträgen als in Deutschland.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
2 von 13

Befund Sie ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage – dennoch vernachlässigen sie viele Anleger: die Risikostreuung. Wie die Studie zeigt, streuen Anleger ihre Wertpapiere zu wenig; die Aktienkonzentration ist höher als noch vor zehn Jahren. Eines der untersuchten Depots beinhaltet heute im Schnitt zwölf Aktien.

In Santiago de Chile bedient ein Mitarbeiter der chilenischen Zentralbank eine Sicherheitstür.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
3 von 13

Folgen Zwischen der Streuung und dem Chance-Risiko-Verhältnis besteht laut den Autoren ein klarer Zusammenhang. Selbst die relativ breit aufgefächerten Depots reichen nicht entfernt an das Verhältnis des Weltaktienindexes MSCI World heran.

In manchen Depots befindet sich nur eine einzige Aktie. Wenn diese auch noch ein spekulativer Titel ist, unterliegt das Depot enormen Kursschwankungen.

Am 24. Oktober 1929, dem „Schwarzen Donnerstag“ kommen Menschen vor der New York Stock Exchange zusammen.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
4 von 13

Gegenmittel Es ist leicht, ein breit gestreutes Depot aufzubauen: durch börsengehandelte Indexfonds (ETF). Sie beteiligen Anleger, je nach Art, an 1600 bis 2500 internationalen Aktien. Für Staatsanleihen gibt es ebenfalls ETFs.

Bestehende Depots umzubauen, ist nicht nicht ganz einfach. Anleger sollten sich von Verlustpositionen trennen. Ein Papier erst zu verkaufen, wenn es seinen einstigen Kaufpreis erreicht hat, ist irrational. Es sollten triftige Gründe für eine zu erwartende Wertsteigerung vorliegen.

Ein chinesischer Investor analysiert im August 2015 eine Kurstafel.

Fehler 2: Aktien-Picken
5 von 13

Befund Der Fehler erinnert an das Muster von Sportwetten: Unerfreuliche Ergebnisse werden ausgeblendet, Erfolgserlebnisse übermäßig hochgehalten. Anleger sollten aber ausschließlich die langfristige Entwicklung des Gesamtdepots im Blick haben.

Oft suchen sie ihr Heil in einer Kombination aus Einzelaktien: Im Falle eines Missgriffs ist es eine beliebte Methode, die Position aufzustocken, um den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken und von der erwarteten Erholung zu profitieren. Das kann jedoch auch weiteres Unheil anrichten: Das sogenannte Klumpenrisiko, eine Übergewichtung einzelner Anlagen im Depot, steigt. Private Anleger haben gegenüber Profis hier offenbar schlechtere Karten.

Das Foto vom 20. Oktober 1987 zeigt Händler in der Frankfurter Börse. Am 19. Oktober 1987 erlebte die Wall Street einen ihrer schwärzesten Tage.

Fehler 2: Aktien-Picken
6 von 13

Folgen Vom Aktien-Picken betroffene Depots bringen nur 3,1 Prozent Rendite. Mit einer Indexmischung, die die durchschnittliche Vermögensaufteilung der Anleger widerspiegelt, hätten sie dagegen 8,7 Prozent erzielt.

Jeder fünfte Deutsche legt sein Geld in Fonds an. Diese werden von Fondsmanagern verwaltet, die das eingesammelte Geld in Aktien, Obligationen, Immobilien und andere Wertpapiere anlegen.

Fehler 2: Aktien-Picken
7 von 13

Gegenmittel Aktien- und Renten-ETFs sind auch hier ein probates Mittel. Passionierte Zocker von einer solchen Strategie zu überzeugen, fällt manchmal schwer. Wer unbedingt eigenhändig zusammenstellen will, sollte zwingend auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung auf die wichtigsten Branchen achten.

Die USA gelten als Nation der Aktienbesitzer.

Kopfschmerzen bereitete Investoren das nahende Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi Jinping. „Trump hat in der vergangenen Woche schon angekündigt, dass das Treffen schwierig werden wird“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Der US-Präsident wirft China vor, seine Währung künstlich niedrig zu halten, um die eigene Exportwirtschaft zu stärken. „Ob sich Trump beim Treffen diplomatischer zeigen wird, ist ungewiss.“

Nervös machte Börsianer zudem der Anschlag von St. Petersburg, bei dem am Montag 14 Menschen getötet wurden. Dies setzte die russische Währung unter Druck. Dollar und Euro verteuerten sich zeitweise um jeweils rund ein Prozent auf 56,71 und 60,40 Rubel.

Mit Spannung warteten Börsianer zudem auf die TV-Debatte der französischen Präsidentschaftskandidaten am Abend. Etwa drei Wochen vor der ersten Wahlrunde sind viele Franzosen noch unentschlossen. Umfragen zufolge liegen der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron und die Euro-Kritikerin Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National fast gleichauf. „Wir behalten die Umfragen im Auge“, betonte Portfoliomanagerin Jördis Hengelbrock vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Sollte Le Pen an Zustimmung gewinnen, rate sie dazu, Geld verstärkt in sichere Anlagen zu stecken.

Die Anleger-Lieblinge im ersten Quartal

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
Xetra

-0,03 -0,13%
+23,22€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Top 10: Lufthansa
1 von 10

Die Lufthansa gehört zu den Werten, welche die Anleger im ersten Jahresquartal besonders gern hatten. Die Aktien der Fluggesellschaft stiegen um gut ein Fünftel ihres Wertes am Jahresende.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 22,8 Prozent

STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007493991
Börse
Xetra

-0,44 -0,88%
+49,40€
Chart von STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Top 9: Ströer
2 von 10

Auch die Papiere der Kölner Werbefirma sind bei Anlegern begehrt. Grund könnte sein, dass die Firma zum Jahresstart ihre erste Umsatzmilliarde knackte. Vor allem im Online-Geschäft verzeichnet das Unternehmen, das Bushaltestellen und Plakatwände bestückt, kräftiges Wachstum.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 23 Prozent

WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007472060
Börse
Xetra

+2,55 +1,43%
+180,85€
Chart von WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 8: Wirecard
3 von 10

Die Wirecard-Aktionäre mussten ende Februar einen Kurssturz hinnehmen. So berichtete das „Manager-Magazin“ von Ungereimtheiten in der Bilanz des Zahlungsdienstleisters. Doch die Anleger schöpften Zuversicht, die Aktie stieg.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 25,2 Prozent

DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008019001
Börse
Xetra

-0,01 -0,08%
+13,04€
Chart von DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 7: Deutsche Pfandbriefbank
4 von 10

Auch die deutsche Pfandbriefbank-Papiere sind im vergangenen Quartal kräftig gestiegen. Während der Fall Hypo Real Estate gerade wieder vor Gericht ist, scheint sich ihre Nachfolgerin an der Börse gut zu schlagen.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 28,2 Prozent

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
Xetra

-0,22 -1,03%
+21,11€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Top 6: RWE
5 von 10

RWE profitiert von Spekulationswelle bei den Energieversorgern. Die Aktie des Unternehmens aus NRW zählt zu den begehrtesten Titeln im Dax.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 29,1 Prozent

PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006916604
Börse
Xetra

-0,60 -0,46%
+128,60€
Chart von PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 5: Pfeiffer Vacuum
6 von 10

Auch der Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum wird derzeit von Spekulationen auf eine Übernahme getrieben. Zuletzt startete der Rivale Busch den erneuten Versuch einer Übernahme.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 32,7 Prozent

ADVA OPTICAL NETWORKING SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005103006
Börse
Xetra

+0,02 +0,30%
+6,74€
Chart von ADVA OPTICAL NETWORKING SE INHABER-AKTIEN O.N.
Top 4: ADVA Optical Networking
7 von 10

ADVA bietet Telekommunikationsausrüstung an und sitzt in München. Bei den Anlegern ist das 1994 gegründete TecDax-Unternehmen so beliebt, dass es auf Platz vier aller in den Dax-Indizes notierten Werte schafft.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 37,3 Prozent

Vor diesem Hintergrund stieg der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, um 38 Ticks auf 162,47 Punkte. Gefragt waren auch italienische Staatsanleihen, nachdem die EU-Kommission eine baldige Lösung im Streit um staatliche Hilfen für zwei kleinere Kriseninstitute des südeuropäischen Landes signalisiert hatte. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf 2,242 von 2,315 Prozent. „Jede Nachricht, die auf staatliche Hilfen hindeutet, reduziert das Risiko einer schwierigeren Entwicklung, die den Beginn einer Bankenkrise markieren könnte“, sagte Anlagestratege Daniel Lenz von der DZ Bank.

Die Unsicherheit trieb viele Anleger in den sicheren Goldhafen: Gold verteuerte sich um bis zu 0,7 Prozent auf 1261,15 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Dazu trugen auch die Probleme Südafrikas bei. Der Rand wertete den siebten Handelstag in Folge ab, nachdem die Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit des Landes auf Ramschniveau gesenkt hatte.

Nerven schonen – Staatspapiere für Geduldige
Weltmarkt: +1,8 Prozent
1 von 22

Zwischen 1900 und Ende 2016 stieg der Wert der Anleihen weltweit im Schnitt um 1,8 Prozent pro Jahr. Dabei waren diese 117 Jahre insgesamt nicht besonders lohnend für Anleger von Staatsanleihen. Die durchschnittliche jährliche reale Rendite der 21 berücksichtigten Länder lag bei einem Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Credit Suisse in ihrem „Global Investment Returns Yearbook“ 2017, das im Februar veröffentlicht wurde. Für die Berechnung stützt sich die Schweizer Bank auf die Daten der Professoren Elroy Dimson, Paul Marsh und Mike Staunton von der London Business School.

21: Österreich
2 von 22

Mit einem jährlichen Verlust von 3,7 Prozent rangieren österreichische Anleihen an letzter Stelle im Langzeitvergleich der Credit Suisse. Immerhin haben sich die österreichischen Anleihen in den jüngeren Jahrzehnten besser geschlagen:

1900-2016: - 3,7 %

1980-1999: + 5,9 %

2000-2016: + 6,5 %

20: Deutschland
3 von 22

Ebenfalls im Minusbereich liegt im Langfristvergleich die jährliche Rendite von Staatsanleihen aus Deutschland. Auf den Zeitraum von 117 Jahren betrachtet, machten Anleger jährlich ein Minus von 1,3 Prozent. Viel besser fällt die Bilanz für die Jahre 2000 bis 2016 aus.

1900-2016: - 1,3 %

1980-1999: + 4,8 %

2000-2016: + 7,1 %

19: Italien
4 von 22

Ebenfalls negative Renditen beschert der italienische Anleihemarkt seinen Anlegern. Im Langfristvergleich liegen die Staatsbonds mit 1,1 Prozent pro Jahr im Minus. Lukrativ waren die beiden Jahrzehnte vor der Jahrtausendwende.

1900-2016: - 1,1 %

1980-1999: + 6,0 %

2000-2016: + 5,7 %

18: Japan
5 von 22

In Japan sieht es kaum besser aus. Auch bescherten ausgerechnet die bei Langfristanlegern beliebten Staatsanleihen Verluste: Zwischen 1900 und 2016 summiert sich das jährliche Minus auf 0,8 Prozent. Trotz schwächelnder Konjunktur genießt die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach wie vor eine hohe Kreditwürdigkeit. Die Staatsanleihen sind deshalb besonders gefragt.

1900-2016: - 0,8 %

1980-1999: + 7,1 %

2000-2016: + 4,0 %

17: Finnland
6 von 22

Finnische Anleihen sind die ersten, die auch im Langfristvergleich im Plus liegen. Jährlich 0,3 Prozent warfen sie zwischen 1900 und 2016 ab. Vor allem in der jüngeren Vergangenheit lag es sogar noch deutlich höher.

1900-2016: + 0,3 %

1980-1999: + 5.2 %

2000-2016: + 6,5 %

16: Frankreich
7 von 22

Wer in den beiden Jahrzehnten vor der Jahrtausendwende auf französische Anleihen setzte, konnte ein besseres Ergebnis erzielen als so mancher Aktienanleger. Ganz langfristig gesehen aber liegen auch in Frankreich Aktien eindeutig vorn: Auf 117 Jahre betrachten, brachten Staatsanleihen des deutschen Nachbarlandes magere 0,3 Prozent Rendite pro Jahr.

1900-2016: + 0,3 %

1980-1999: + 8,7 %

2000-2016: + 6,2 %

Bei den Aktienwerten trennten sich Anleger unter anderem von Autobauern. Der europäische Branchenindex verlor 0,7 Prozent. BMW, Daimler und Volkswagen büßten jeweils etwa ein Prozent ein. Die Autoverkäufe auf dem wichtigen US-Markt blieben im März hinter den Erwartungen zurück. Unter Druck gerieten erneut auch die Finanztitel, allen voran die Aktien der Commerzbank, diese verloren 1,2 Prozent.

Besonders hart gingen die Anleger mit Südzucker ins Gericht: Nach einer Verkaufempfehlung der US-Bank Goldman Sachs fielen die Aktien um 8,2 Prozent. Das ist der größte Tagesverlust seit mehr als einem Jahr. „Vermutlich hängt dieser Kurssturz damit zusammen, dass die Anleger an das Ende der Zuckerquoten-Verordnung erinnert wurden“, sagte ein Börsianer. „Neu ist das aber keineswegs.“ Im Herbst läuft die EU-Zuckermarktordnung aus, Südzucker dürfte danach schärferem Wettbewerb ausgesetzt sein.

So viel schütten die Dax-Unternehmen aus

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

-42,82 -0,34%
Chart von DAX ®
Dax
1 von 31

Die diesjährigen Hauptversammlungen der 30 Dax-Konzerne versprechen rekordhohe Ausschüttungen – insgesamt knapp 31 Milliarden Euro. Voraussichtlich 21 Konzerne erhöhen ihre Dividende.

Die Rendite im Dax liegt im Mittel seit dem Jahr 2004 bei gut drei Prozent. Sehen Sie die Einschätzung zur Dividende – sortiert nach der (geschätzten) Höhe der Dividendenrendite aller Firmen.

Mehr dazu lesen Sie auch in dieser ausführlichen Handelsblatt-Analyse.

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000PSM7770
Börse
Xetra

+0,05 +0,23%
+21,82€
Chart von PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Pro Sieben Sat1
2 von 31

Pro Sieben Sat1: Die höchste Dividendenrendite gibt es direkt vom Dax-Aufsteiger 2016. Mit erwarteten 1,91 Euro je Aktie schüttet das Medienunternehmen damit 80 bis 90 Prozent des bereinigten Konzernüberschusses aus. Das ist für Dax-Unternehmen jedoch die absolute Ausnahme.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 1,80 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 1,91 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,9 Prozent

*geschätzt

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
Xetra

-0,78 -1,35%
+56,82€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Daimler
3 von 31

Daimler: Der Automobilkonzern aus Stuttgart ist auch deswegen interessant, weil die Experten hier in diesem Jahr mit der höchsten Ausschüttungssumme rechnen – nämlich bis zu 3,5 Milliarden Euro.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 3,25 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 3,25 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,6 Prozent

*geschätzt

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
Xetra

+0,08 +0,04%
+192,84€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz
4 von 31

Allianz: Der Versicherungskonzern aus München glänzt auch in diesem Jahr wieder mit einer stattlichen Dividendenrendite. In den letzten zwölf Monaten konnte der Kurs der Aktie um gut sechs Prozent zulegen.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 7,30 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 7,50 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,82 Prozent

*geschätzt

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
Xetra

-0,15 -0,08%
+189,40€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Münchener Rück
5 von 31

Münchener Rück, ein Dividenaristokrat: Seit 1969 hat der Rückversicherer aus München seine Dividende nicht mehr gesenkt und pflegt damit die wohl längste Tradition im Dax. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass sich das im kommenden Jahr ändern wird.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 8,25 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 8,50 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,9 Prozent

*geschätzt

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
Xetra

-1,02 -1,19%
+84,73€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN
BMW
6 von 31

BMW: Der Autobauer aus München darf für das abgelaufene Jahr wieder von einem Rekordgewinn ausgehen. Der Grund: Die teure 7er-Reihe verkaufte sich hervorragend. Der Konzern würde damit zum siebten Mal in Folge seine Ausschüttung erhöhen – wenn auch nur leicht.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 3,20 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 3,23 Euro
Dividendenrendite 2017*: 3,7 Prozent

*geschätzt

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
Xetra

-0,03 -0,18%
+13,88€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Telekom
7 von 31

Deutsche Telekom: Die Aktie des Telekommunikationsunternehmens aus Bonn hat sich seit Anfang Dezember wieder erholt. Die Aktionäre können sich entscheiden, ob sie die Dividende ausgezahlt oder als neues Aktienpaket bekommen wollen. Im vergangenen Jahr wollten 41 Prozent der Anleger neue Aktien.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 0,55 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 0,60 Euro
Dividendenrendite 2017*: 3,7 Prozent

*geschätzt

Einige Marktbeobachter rechnen trotzdem damit, dass bald ein neuer Dax-Rekordstand erreicht wird. „Ganz plötzlich sind europäische Aktien zu einem ganz heißen Markt geworden“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Weltweite Fonds verkaufen US-Aktien, um das frei gewordene Kapital in relativ günstig bewertete europäische Titel zu stecken, da sich die politische Lage aufhellt und das Gewinnwachstum stimmt.“

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine wöchentliche Umfrage unter mehr als 2400 Anlegern, signalisierte ebenfalls steigende Kurse. „Aus Sicht der Sentimentanalyse spricht nichts gegen ein neues Dax-Allzeithoch“, meinte Börsenexperte Stephan Heibel zusammen. Die Stimmung sei zwar sehr gut, das gilt eher als ein Kontraindikator. Aber dank großer Zukunftsskepsis gebe es noch ausreichend trockenes Pulver am Wegesrand, das den Dax weiter anfeuern kann. „Eine Rally endet in der Regel nicht durch überbordenden Pessimismus, sondern eher durch Euphorie, die auch eine ungewisse Zukunft in rosarote Farben taucht“, erläutert er.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Börse Frankfurt - Dax-Rekordjagd vorerst abgeblasen

0 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax-Rekordjagd vorerst abgeblasen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%