Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Börse Frankfurt Dax schafft wieder nicht die Wende

Den dritten Tag in Folge schließt der Dax schwach. Die Anleger suchen vergeblich nach Orientierungspunkten und halten sich lieber fern von Aktien. Einzige Überraschung am heutigen Tag: Die Commerzbank.
35 Kommentare
Händler winken schon ab: Diese Handelswoche macht keinen Spaß. Quelle: dpa

Händler winken schon ab: Diese Handelswoche macht keinen Spaß.

(Foto: dpa)

Und wieder ein Handelstag im Minus. Den Dax plagen seit Wochen Schwächenanfälle. Vorgaben aus den USA drückten ihn schon zum Start ins Minus. Am Ende des heutigen Tages verlor der Leitindex 1,7 Prozent auf 5.675 Punkte. Die zweite Garde der Indizes zeigte sich ebenfalls von einer schlechten Seite. Der MDax der mittegroßen Werte verlor über zwei Prozent auf 8.412 Punkte und der TecDax notierte 1,6 Prozent tiefer auf 662 Zähler.

Die gestrige Konferenz zur Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zerstörte die Hoffnung einiger Anleger auf ein neues Anleihekaufprogramm. Stattdessen verwies der geldpolitische Ausschuss in einem Kommentar auf "signifikante Abwärtsrisiken". Die abflauende Rezessionsgefahr erfordere, laut der Fed, außerdem derzeit keine Konjunkturspritzen.

Konjunktursorgen drücken auf Stimmung

Neben der Fed kamen erneut Belastungsfaktoren seitens der Politik. Bundeskanzlerin Angela Merkel erteilte einer erhöhten Haftungsobergrenze des dauerhaften Euro-Rettungsschirms ESM erneut eine Absage. „Die europäischen Institutionen betonen immer wieder nachdrücklich, was sie nicht gewillt sind, zu tun“, kritisierte Kit Juckes, leitender Analyst der Societe Generale. „Den Markt belastet dabei die Tatsache, wie wenig sie in einem entschuldeten Finanzsystem zu riskieren bereit sind - und das vor den Feiertagen.“

Auf dem Frankfurter Parkett standen wieder einmal die Finanztitel im Fokus. Am Morgen noch verhältnismäßig stark erhöhte sich die Volatilität der Titel zur Mittagszeit. Zu Handelsschluss verlor die Deutsche Bank 1,9 Prozent auf 27,24 Euro und die Allianz notierte 2,1 Prozent schwächer. Im Gegensatz dazu konnte die Commerzbank heute von der Wiederbelebung des Bankenrettungsfond Soffin profitieren. Zur Mittagszeit schossen die Aktien an die erste Stelle unter den Dax-Werten und beendeten den heutigen Handelstag 5,2 Prozent im Plus auf 1,23 Euro.

Börse Frankfurt am Mittag

Der Staat soll Banken im kommenden Jahr notfalls unter die Arme greifen können, damit sie höhere Kapitalanforderungen erfüllen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin, den vor einem Jahr stillgelegten staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin wieder zu aktivieren. Wegen des Widerstands aus der FDP wird aber weiterhin auf Zwangsmaßnahmen für Banken verzichtet. Die Finanzaufsicht Bafin erhält aber mehr Befugnisse und kann früher eingreifen, sollte das Finanzsystem in Deutschland insgesamt gefährdet sein. „Das Ziel von Soffin II ist: schneller, weiter, früher“, hieß es in Regierungskreisen. Mit der Wiederbelebung des Soffin möglichst ab Februar oder März schafft die Koalition ein Instrument, um Banken stützen zu können, sollten sie die bis Mitte 2012 geforderten höheren Anforderungen der europäischen Bankenaufsicht nicht selbst stemmen können. Entscheidend für den Kursanstieg der Commerzbank war, dass Banken künftig Staatsanleihen in eine Bad Bank unter dem Dach des SoFFin auslagern könnten, sagte ein Börsianer. In der ersten Auflage des SoFFin von 2008 bis 2010 war das nur für toxische Wertpapiere möglich.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Chinesen verhängen Strafzölle gegen Autobauer
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse Frankfurt - Dax schafft wieder nicht die Wende

35 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schafft wieder nicht die Wende"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • " eng ", im vergleich zu einem dax-titel. aber auch in fuchs gehen im schnitt 100 - 150k stücke am tag um !

  • @ Daytrader
    So ganz glaubwürdig erscheint das nicht. Ich kenne diese Papier nicht. Aber wer sich in einem engen Markt engagieren will, der holt doch nicht zuvor X-beliebige Leute mit ins Boot, um den Markt noch enger zu machen.

    Sorry, das nehme ich Ihnen ohne weitere Erläuterungen nicht ab. Das kling nach Bauernfängerei. Aber vielleicht erklären Sie das.

  • @ KeepCool

    Ohne Gefühl geht nicht viel. Könnte man derartige Entwicklungen analysieren, dann gäbe es jeden Abend eine Ansage, wie Morgen der Preis sein müsste.
    Bilanzen lesen und insbesondere bewerten ist nicht einfach. Aber Dollarkurs?
    Ich setze prinzipiell auch eher darauf, dass Amerika aus der Krise besser raus kommt. Insofern "Gut Holz".

  • fuchs petrolub vz (wkn 579043), die deutsche apple !!!
    --------------------------------------------------------

    aus dem spezialitätenkabinett für den klassichen " buy and hold " langfrist-investor.

    in schwäche immer kaufenswert. um 30 € sich ein paar tausend stücke vorsichtig ins depot legen (sehr enger markt, daher die order ruhig über ein paar tage verteilen!), und in 10 - 15 jahren die ernte einsammeln. nix aufregendes, aber solide 10 - 15 % p.a. rendite im schnitt, sollten da immer drin sein. also genau das richtige, für die altersvorsorge, und zum vermögensaufbau / vermögensbildung !!!

    ich hab zumindest mal 1/3 meiner apple-position (1,5k), wo ich fast 500 % % in den letzten 5 jahren - seit erstkauf mitte 2006 - drauf hab, heute wie angekündigt bei 300 € verkauft, und werde die freigewordene kohle in den nächsten Tagen umschichten.

    liebe xmas-greetz aus ischgl :-)

  • @KeepCool: Gerne. Aber Gefühl? Gefährlich: Manchmal trägt es, manchmal täuscht es. Egal, viel Glück!

  • @deltaone & OttoChilli: Danke.

    @Bilanzanalyst: Nein, ich habe keine Panik und mache auch keine. Neue Fakten kenne ich keine; ich habe nur ein "Gefühl".

  • Wenn man sich den Kursverlauf EUR/USD ansieht, dann sieht man dass der Abverkauf bis auf 1,18 chartechnisch laufen kann auf das<Niveau von 01/2011! Schon bei 1,32 wurde eine letzte Hürde nach unten genommen und die 1,3 genauso die 1,25 sind nur psycholigische Marken!

  • @Bilanzanalyst: Nur nicht kirre machen lassen. Es ist nicht immer nett hier, aber manchmal interessant und ab und zu sogar lustig.

  • Basel III natürlich ....

  • Dollar uner 1,30.
    Gipfelbeschlüsse rechtlich kaum umsetzbar.
    GB weiter auf Geisterfahrt.
    CoBa am Boden. Aufspaltung des Konzerns in Sicht?
    Soffin reanimiert.
    DeuBa braucht Eigenkapital wegen Basel II.
    Einige Sparkassen schaffen Basel II nicht und wollen Sonderregeln.
    NordLB-Chef sieht Schwere Zeiten.
    Downrating der Eurostaaten droht weiterhin.
    Rettungsschirm muss gehebelt werden.
    FDP peinlich K.O.
    Koalition faktisch handlungsunfähig.
    BP mit Vorteilsnahme und Irreführung?

    Aber gestern fragte man vom Trader bis zur UNI-Mathemathikerin welche "Absichten" von mir verfolgt werden.

    In einem anderen Forum sagte gestern jemand, ja, Sie sind Analyst, weil sie nur posten, was andere schon gepostet haben. Auch nett.

    Also es macht wirklich Freude, Euch als Freunde zu haben. ;-)

    Prognosen abgeben. Einfach auch eine Meinung haben. Das war es was ich wollte. Das war die Absicht. So schlecht war ich gestern dabei nicht.

    Ich mag nicht fragen, wo der Boden sein dürfte. Da bilde ich mir lieber still mein eigenes Urteil.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%