Börse Frankfurt Dax scheitert knapp an der 7.700-Punkte-Marke

Europas Börsen fehlt weiterhin die Stabilität. Der Dax hatte mit großen Verlusten zu kämpfen. Kurz vor Handelsschluss brachten sich die Anleger aber für den nächsten Handelstag in Position und schoben den Dax an.
Update: 04.03.2013 - 17:47 Uhr 10 Kommentare

Börse am Mittag

FrankfurtAn den europäischen Aktienmärkten schwindet die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Weltwirtschaft: Die milliardenschweren Ausgabenkürzungen in den USA, strengere Vorgaben am chinesischen Immobilienmarkt und das politische Patt in Italien sorgten am Montag für Missmut unter den Anlegern.

Der Dax verlor in der Spitze knapp einen Prozent, drehte aber kurz vor Handelsende nochmal kräftig auf. Am Ende verabschiedete sich der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,21 Prozent 7691 Punkte aus dem Handel.


Wegen der schwierigen politischen Verhältnisse in Italien gehe die Sorge um, dass die hart errungenen Reformen wieder über den Haufen geworfen werden, auch der Euro werde schon wieder auf dem Prüfstand gesehen. "Außerdem befürchten jetzt einige, dass die US-Ausgabenkürzungen deutliche Bremsspuren in der Wirtschaft hinterlassen", hieß es am Markt.

China will zudem stärker gegen steigende Preise am Immobilienmarkt vorgehen. Die Regierung kündigte schärfere Auflagen bei der Immobilienfinanzierung an. Der Shanghai-Composite rauschte daraufhin um 3,7 Prozent in den Keller. "Der Immobilienmarkt ist zu heiß gelaufen und die Regierung betrachtet dies als Gefahr", sagte Henry Liu, Chef-Rohstoffanalyst von Mirae Asset Securities. Allerdings müsse sie vorsichtig agieren. "Denn die lokalen Behörden sind auf den Immobilien-Boom angewiesen, um ihre Infrastruktur-Projekte zu finanzieren."

An den europäischen Aktienmärkten reagierten besonders die Minen- und Stahlwerte mit Kursverlusten, da China als weltweit größter Abnehmer von Industriemetallen gilt. Der europäische Branchenindex verlor 2,2 Prozent und zählte damit zu den schwächsten Indizes in Europa. In London gaben die Aktien von Anglo American knapp drei Prozent nach, in Amsterdam verloren Arcelor Mittal 2,4 Prozent an Wert und hierzulande zählten ThyssenKrupp mit einem Minus von zwei Prozent zu den größten Verlierern. Händler begründeten deren Kursverlust auch mit den jüngsten Ermittlungen wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen bei Stahl-Lieferungen für die Autoindustrie.


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10 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax scheitert knapp an der 7.700-Punkte-Marke"

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  • Oder sehen wir in Kürze eine Mischung aus März 2000 und Oktober 2007?

  • Würde mich nicht wundern, wenn wir das ganze Jahr um die 7700 pendeln.Mal hoch,mal runter,ohne große Gewinne oder Verluste.
    Erinnert dann irgendwie an 04,als wir das ganze Jahr um die 4000er Marke pendelten.

  • Dax wieder über 7700. Sequester wird bald gelöst, Italien irgendwie auch. Ich bleibe weiter investiert und freue mich auf das nächste ATH im Dow diese Woche.

  • Ach nee, Tacheles!

    Weder Gier noch Frust. Etwas Langeweile. Deshalb eine kleine Provokation zum Start. Hat aber nicht viel gebracht. Nur wenige Beiträge und darunter nur ein "Aufreger"! ;-)

    Allerdings finde icch es davon unabhängig schon etwas schizophren, wenn Geldanleger auf das währunsgpolitische Desaster und dessen Behebung durch Enteignung der Sparer setzen.

  • Rot oder schwarz heute? Da gehe ich lieber ins Casino.

  • Muhahahaa!
    Danke habe köstlich gelacht, leider kann man bei den ganzen Anlegertypen immer mehr nach der Schönwetter Strategie traden ^^

  • Heute morgen scheint die Sonne: also ein Tag für LONG Strategie.

  • @Realist: Sie kommentieren eine Überschrift des Handelsblatts online: "DAX-Anleger hoffen auf Öffnung der Geldschleusen" (sinngemäß, nicht wörtlich).

    a) Es handelt sich um eine Aussage der Handelsblatt-Redaktion, also eine Meinung/Annahme über die Beweggründe bestimmter Anleger.

    b) Präziser wäre möglicherweise: "DAX-Anleger _setzen_ auf Öffnung der Geldschleusen." Vorausschauende Anleger erkennen Verhaltensmuster der Politik/Notenbank und handeln dementsprechend.

    c) Frustration aufgrund eigener Fehlspekulationen lassen einen möglicherweise wütend werden. Sie hofften die ganze Zeit auf einen Zusammenbruch der Börsen und haben wohl einiges an Geld verloren. Ein Crash kommt sicherlich wieder, vielleicht auch demnächst; jedoch nicht gemäß dem von Ihnen postulierten Timing.

    Anscheinend hat die Gier anderer Ihre persönliche Gier momentan besiegt. Ist die Gier der Gewinner elender/abgründiger als die der Verlierer?

  • Wer sind denn diese sogenannten "Anleger"?

    Hier kann es sich doch nur um sehr kurzfristig orientierte Trader handeln oder professionelle Marktteilnehmer, die nicht mit ihrem eigenen Geld entsprechend positioniert sind. Mit Anlegen hat das doch nichts mehr zu tun.

  • So so, Dax-Anleger hoffen Geldschleusen, also auf Destabilisierung der Währungen, um selbst relativ günstiger abzuschneiden! Wie elend, wie abgründig!

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