Börse Frankfurt Dax schließt im Plus

Die Euro-Schuldenkrise bleibt das Top-Thema an den Märkten. Sie sorgte heute für Volatilität beim Dax. Doch der Optimismus auf eine Einigung beim Schuldenschnitt Griechenlands wächst und treibt die Börsen an.
Update: 23.01.2012 - 17:49 Uhr 9 Kommentare

Börse Frankfurt am Abend

FrankfurtDie Börsen bleiben politisch: Die Samstagnacht unterbrochenen Gespräche über den Schuldenschnitt Griechenlands sorgten am Morgen für schlechte Stimmung bei den Anlegern. Doch im Tagesverlauf wuchs die Zuversicht, dass sich doch noch eine Lösung aus den Verhandlungen forme und lockte die Anleger auf den Aktienmarkt zurück.

Der Deutsche Aktienindex beendete den heutigen Handelstag 0,5 Prozent im Plus auf 6.437 Punkte, dem höchsten Schlussstand seit Anfang August. Die beiden kleineren Indizes schlossen am Montag ebenfalls höher. Der MDax ging mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 9.842 Punkte aus dem Handel und der TecDax notierte 0,4 Prozent fester auf 748 Zähler.

An der Wall Street gab es keine großen Bewegungen. Nach Frankfurter Börsenschluss verzeichnete der Dow Jones ein Minus von 0,2 Prozent auf 12.700 Punkte, der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,1 Prozent auf 1.314 Zähler und der Nasdaq-100 lag ebenfalls 0,1 Prozent im Minus auf 2.433 Punkte.

Zur Mittagszeit startete der Dax seine Gegenbewegung ins Plus. Gestützt wurde der Leitindex von der wieder aufgegriffenen Idee den kurzfristigen Rettungsschirm EFSF und den langfristigen ESM parallel laufen zu lassen. Norbert Barthle, Chef-Haushälter der Union im Bundestag, und EZB-Chef Mario Draghi brachten den Vorschlag wieder auf den Tagesplan, nachdem der italienische Ministerpräsidenten Mario Monti darauf drängte, die Finanzkraft des ESM zu verdoppeln. Die Bundesregierung betonte, sie sei offen für Diskussionen rund um den ESM. Allerdings glaube sie derzeit nicht, dass das Volumen des Rettungsfonds verdoppelt werden müsse.

Dieser Meinung schloss sich auch IWF-Chefin Christine Lagarde an, die sich für eine Ausweitung aber nicht für eine Verdoppelung des ESM aussprach. Außerdem forderte sie die Euro-Länder auf ihre Schutzwälle gegen die Krise zu vergrößern. An die Europäische Zentralbank richtete sie den Appell, die Zinsen in der Euro-Zone weiter zu senken. Sie brachte auch die viel gescholtenen Eurobonds wieder ins Gespräch

Aus Frankreich kamen heute ebenfalls stützende Nachrichten. Der dortige Finanzminister äußerte sich nach seinem Treffen mit Amtskollegen Wolfgang Schäuble positiv hinsichtlich der unterbrochenen Griechenland-Verhandlungen. Darüber hinaus nahmen viele Anleger die klare Ansage Michel Barniers, EU-Kommissar für die Regulierung der Finanzmärkte, keinem europäischen Land eine Finanztransaktionssteuer aufzuzwingen, positiv auf.

Die Lage in Griechenland verschlechtert sich weiterhin

Die Ergebnisse der am 21. Januar um ein Uhr nachts abgebrochenen Gespräche wurden zunächst mit gemischten Gefühlen aufgenommen. In die Gespräche vertraute Personen berichteten von einer sich immer mehr abzeichnenden Einigung. Griechenland muss am 20. März eine 14,5 Mrd. Euro schwere Anleihe tilgen, wofür es die Überweisung neuer Gelder des IWF braucht. Voraussetzung dafür wiederum ist eine Einigung mit den privaten Gläubigern. Und über diese wollten die Euro-Finanzminister eigentlich schon am Montag beraten. "Die Lage wird solange schlechter, wie das Problem nicht gelöst ist", sagte Bondanalyst Otto Dichtl."

Womit Anleger am liebsten zocken
eBooks Antitrust Probe
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Platz 30: Apple

Für Apple war das Jahr 2011 ein sehr trauriges: Am 6. Oktober starb der Unternehmensgründer und geniale Erfinder Steve Jobs an Krebs. Apple begeistert nicht nur Technik- und Designfans, sondern auch Anleger. Sie kauften und verkauften an der Börse Stuttgart im vergangenen Jahr Zertifikate und Optionsscheine mit Basiswert Apple im Volumen von 137,2 Millionen Euro.  

Moody's downgrades french banks
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Platz 29: Société Générale

Die Schuldenkrise in Griechenland und in anderen Euro-Ländern hat die europäischen Banken im vergangenen Jahr hart getroffen. Vor allem die Société Générale war schwer unter Druck geraten. Sogar Pleitegerüchte kursierten zwischenzeitlich und schickten den Kurs auf Achterbahnfahrt. Kein Wunder, dass das Institut auch bei den Zertifikate-Anlegern beliebter Spielball war. Sie handelten Papiere mit Basiswert Société Générale für 137,3 Millionen Euro.

Aufbau der Messe Essen Motor Show
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Platz 28: Porsche

Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind. Auch Anleger greifen scheinbar gerne zu Papieren von Autobauern. Platz 28 der beliebtesten Basiswerte für Zertifikate belegt Porsche. Anleger kauften und verkauften im Jahr 2011 Papiere mit Basiswert Porsche im Wert von 151 Millionen Euro. Vor allem Knock-Out-Produkte waren beliebt.

Tokyo stocks finished higher on the first trading day of 2012
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Platz 27: Nikkei 225

Das Jahr 2011 war eines der schwärzesten für Japan. Im März traf das Land die Dreifach-Katastrophe mit Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe. Die Börse stürzte ab und hat sich bisher auch nicht wieder erholt – schwankte aber stark. Anleger reagierten und handelten Zertifikate auf den Nikkei 225 für 158,3 Millionen Euro.

Euro-Münze und Schweizer Franken
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Platz 26: Euro / Schweizer Franken

Die Euro-Schuldenkrise trieb viele Investoren in den Schweizer Franken. Anfang September wurde es der Schweizer Notenbank zu bunt und sie führte einen Mindestkurs gegenüber dem Euro ein. Die Währungsschwankungen haben 2011 auch die Zertifikate-Anleger angezogen: Für knapp 159 Millionen Euro handelten sie Papiere auf das Währungspaar Euro / Schweizer Franken.

Pressekonferenz Lufthansa
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Platz 25: Lufthansa

Für Lufthansa-Aktionäre war 2011 kein gutes Jahr: Fast die Hälfte ihres Börsenwerts büßte die Kranich-Airline im vergangenen Jahr ein. Zertifikate-Anleger investierten vor allem mit Abschlag in den Wert. Von den insgesamt 166,6 Millionen Euro, für die Lufthansa-Papiere gehandelt wurden, entfielen immerhin 60,6 Millionen auf Discount-Zertifikate.

Aixtron
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Platz 24: Aixtron

Ein einstiger Börsenüberflieger stürzte im vergangenen Jahr ab. Lange Zeit kannte der Börsenkurs nur eine Richtung, nämlich aufwärts. 2011 dann der Absturz: Mehr als 60 Prozent verlor die Aktie des Herstellers von Leuchtdioden (LED). Derivate-Anleger zockten kräftig mit dem Wert: Für 170,6 Millionen Euro kauften und verkauften sie an der Stuttgarter Börse Optionsscheine und Zertifikate mit Basiswert Aixtron.

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9 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt auf höchstem Stand seit August"

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  • Ich lese schon seit Jahrzehnten solche Trendaussagen fuer Aktien und Waehrungen in vielen Medien. Man koennte auch das Tageshoroskop lesen. Mehr ist es auch nicht. Wer daran glaubt ist selber schuld und manchmal trifft es ja auch wirklich ein. Und wenn nicht gibt es im Gegensatz zu Horoskopen manchmal am naechsten Tag eine Erklaerung warum nicht.

  • Ps: Der eigentliche Auslöser für die Rally war wohl die Bid-to-Cover Ratio bei den neuen Bubillis.
    Und dann kam halt eins zum andern .....

  • HFT-Arbitrage. Schauen Sie sich den bärenstarken € an. Bei den dünnen Umsätzen reichen ein paar tausend FDAXe aus, um den Markt 50 Pkt. nachrichtenlos hochschießen (oder auch absacken zu lassen). Ausserdem wurden wohl am Jahrehoch auch einige Stopps getriggert !!!

  • Teilen Sie es mir mit, wenn Sie es erfahren haaben. Bin ganz gespannt! ;-)

  • Kann mir jemand sagen was jetzt grad passiert ist?

  • achja...zu schade übrigens wenn der anleger vor dieser kerze in deckung gegangen ist...sowas nimmt ein bulle doch gerne mit, oder etwa nicht?

  • "DAX vor entscheidender Woche" ist mal wieder auf onvista zu lesen :-D

    herrlich, dass jede woche eine woche der entscheidung ist^^

    bin mal gespannt was kommenden montag geschrieben wird.

    und hier "gehen die anleger in deckung" muss ja zugehen wie im wilden westen an den märkten :-)

  • Viel erschreckender, als wenn der DAX fällt, fände ich, wenn er jeden Tag steigen würde. Irgendwann muss es auch Konsolidierungsphasen und Rückgänge geben.

  • Heiterkeit!

    Der Parketthandel ist noch nicht eröffnet, da hat das HB schon einmal seine "Tendenz" umgeschrieben:
    Zuerst war vom Verteidigen der Gewinne die Rede. Nun also "Nervosität". Zugleich ist aber noch der alte Text enthalten, wonach Analysten auf Normalität hoffen.

    Fazit also: Nervosität bei analytischer Normalität!

    Das klingt ja richtig spannend: Die gläubigen Jünger hier werden schon bald skurile Erklärungen liefern, da bin ich sicher .... ;-)

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