Börse Frankfurt Dax schließt dank Alcoa im Plus

Die US-Berichtsaison läuft an und überzeugt die Investoren. Weltweit steigen die Kurse. Auch die Dax-Anleger ließen sich zu Aktienkäufen hinreißen. Besonders stark präsentierte sich die Deutsche Telekom.
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Börse Frankfurt am Mittag

FrankfurtZur Wochenmitte kann der Dax die Abwärtsbewegung stoppen. Am Ende reichte es für ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent auf 7.720 Punkte. In der zweiten Reihe sah konnte sich der MDax wieder einmal profilieren. Er erreichte mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 12.364 Punkte einen neuen Rekordstand. Der TecDax ging mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 875 Zähler aus dem Handel.

In den USA stiegen die Kurse ebenfalls. Der Dow Jones notierte 0,6 Prozent fester auf 13.408 Punkte, der S&P 500 lag 0,4 Prozent im Plus auf 1.463 Punkte und der Nasdaq legte 0,4 Prozent zu auf 2.730 Zähler.

Für Auftrieb sorgten überraschend starke Zahlen des US-Aluminiumriesen Alcoa, der traditionell die Berichtsaison in Amerika einläutet. Händler hatten sich zunächst auf einen schwachen Start der Quartalszahlen eingestellt.

Der Aluminiumkonzern schreibt wieder schwarze Zahlen. Der Tritt auf die Kostenbremse habe die niedrigen Aluminiumpreise im vierten Quartal wettgemacht, teilte das vom deutschen Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geleitete Unternehmen am Dienstagabend mit. Der Konzern aus Pittsburgh, der viele Schlüsselindustrien beliefert und deshalb als Gradmesser für die Weltwirtschaft gilt, sorgte damit entgegen der Erwartungen für einen positiven Start in die US-Bilanzsaison.

Dass der Dax nicht noch stärker steigen konnten, lag an seinem ohnehin schon sehr hohen Niveau. „Auf dem inzwischen erreichten Niveau braucht der Dax neue Ideen, um weiter zu steigen, auch wenn die Alcoa-Zahlen gut waren und der Ausblick robust ist“, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. „Alcoa macht Mut auf mehr, vor allem bei den Ausblicken und auch für die Wirtschaftsentwicklung.“

"Ich denke, das war ein gutes solides Quartal, nicht gerade ein Knaller, aber ein gutes Quartal", brachte Tim Ghriskey, Händler bei Solaris Asset Management, die Reaktion der Analysten auf den Punkt. Dem Marktstrategen Stan Shamu zufolge beschwichtigte vor allem die Prognose für eine weltweit höhere Aluminium-Nachfrage die Anleger. An den Rohstoffbörsen konnte der Aluminiumpreis davon allerdings kaum profitieren: Eine Tonne des Leichtmetalls, das unter anderem für den Flugzeugbau verwendet wird, verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 2.074 Dollar - und damit etwa so wie auch die übrigen Industriemetalle.

Die neue Faszination Amerika

Die Deutsche Telekom und andere Branchengrößen arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge an dem Aufbau eines gemeinsamen europäischen Netzes. Über die Idee, sich Infrastruktur länderübergreifend zu teilen, sei bei einem privaten Treffen von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia mit Chefs der größten Telekommunikationskonzerne in Europa beraten worden, berichtete die "Financial Times" am Mittwoch. Die Aktie der Deutschen Telekom präsentierte sich am Mittwoch stärker. Die T-Aktie stieg um 3,4 Prozent.

Auch die Aktien der France Telecom, der Telecom Italia und der Telefonica zogen um 3,9 bis 8,9 Prozent an. "Wenn man sich die Infrastruktur teilt, ist das eine Senkung der Kosten", fasste ein Händler zusammen. Das sei zwar nicht ganz neu, helfe den Aktien aber dennoch.

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14 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt dank Alcoa im Plus"

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  • Ich habe die Investorenaussage nicht verstanden.

    Ich soll schauen, was die größten "Investoren" tun, weil

    [ ] die wissen, was Gold wert ist?
    [ ] die wissen, wann die Blase platzt?
    [ ] die die Blase zum Platzen bringen?

    Was ist mit den anderen "Investoren", die Gold mögen? Vielleicht nicht einmal, weil Gold kurzfristig weiter steigt, sondern weil es ihnen längerfristige Sicherheit "verspricht".

    Ich denke, der große Goldpreisanstieg ist erst einmal vorbei. Was nicht bedeutet, dass Gold gleich crasht. Von der längerfristigen Entwicklung ganz zu schweigen.

    Wen meinst du eigentlich mit diesen "Investoren"? Irgendwelche Fond-Fuzzies? Oder Notenbanken, Staatsfonds etc.?

    Kann man eigentlich in Gold "investieren"? Immerhin produziert Gold nichts. Ich denke, in Gold kann man höchstens anlegen und auf eine Preissteigerung hoffen.

    Gold hat übrigens einige wunderbare Eigenschaften. Es stinkt nicht, es korrodiert nicht, es sieht gut aus usw.. Papiergold (Zertifikate) ist nur ein billiger Abklatsch.

  • Im Hinblick auf das Anlegerjahr 2013 führt Vorndran zufolge kein Weg an Aktien vorbei. "Die Versicherungen haben keine Aktien mehr, die sie verkaufen können - und die Unternehmen kommen zurück an den Aktienmarkt", stellte der Investmentprofi fest. Zudem seien im gerade begonnenen Jahr aufgrund der hohen Bargeldbestände der Unternehmen jede Menge Fusionen und Übernahmen zu erwarten, die oft ohne jede Bankfinanzierung auskämen. "All das wird den Aktienmarkt antreiben." Vorndran rechnet trotzt dieser positiven Vorzeichen aber "nicht mit einer abrupten Flucht in Aktien" - die Umschichtung werde sich graduell vollziehen.

    Anlegern rät Vorndran, vor allem auf wachstumsorientierte, dividendenstarke Global Player zu setzen. "Der Aktienanteil sollte sich an der Obergrenze dessen bewegen, was im jeweiligen Einzelfall an Volatilität und Risiko tragbar erscheint", empfahl er in der 'Börse Online'-Expertenrunde. Zudem sei im Depot eine Beimischung von physischen Edelmetallen sinnvoll. Vorndrans Geheimtipp sind Japan-Aktien, die aktuell "völlig out" seien. "Aber sie könnten 2013 die große Überraschung werden."

    Im Zusammenhang mit der Konjunkturlage blickt Vorndran verhalten optimistisch in die Zukunft. Der US-Immobilienmarkt entwickele sich besser, und China habe die Delle durchlaufen. "Global könnten 2013 knapp vier Prozent Wachstum erreicht werden."

  • @BesserWurst

    wenn man das wissen will, muß man die größten Investoren
    fragen, besser noch feststellen, was sie tun.

  • Welchen Wert hat Gold? Aufgrund seiner Verwendung in der Hauptsache der, den die Menschen ihm subjektiv beimessen.

    Wenn also die Blase platzen soll, muss überhaupt erst eine Blase existieren, d.h. die Menschen müssten Gold irrtümlicherweise vorübergehend überbewertet haben. Haben sie das angesichts der aktuellen Krise des Papiergeldes?

    Gold kann aber Spielball der Notenbanken sein. Durch deren Einflüsse könnte ein Einbruch des Goldpreises initiiert werden.

    Ich würde z.B. eine Halbierung des Goldpreises sehr begrüßen. Dann würde ich mich massiv eindecken.

  • @GoldmanSachse
    Ich gehe davon aus, daß die Goldblase platzt.

    Aber es ist wie im Theater,
    wenn einer anfängt zu Husten während der Vorstellung,
    husten bald alle.
    Sicherheit gibt es nicht.

  • @Kostolany

    Das heisst, Sie gehen weiter von steigenden Kursen aus trotz ca. 25% Anstieg seit Ihrer Prognose?

  • Ich hatte ein 1ziges mal einen Vorschlag gemacht :
    bei Dax 6000 mit der Bemerkung

    es ist Zeit sich jetzt eine dicke Scheibe von der Dax-Wurst abzuschneiden.
    die Zittrigen hier, als auch einige, die mit Mrd. jonglieren , warten noch heute auf fallende Kurse.

  • Ist das nicht der Trick an der Börse, dass man versucht Entwicklungen zu antizipieren und dementsprechend handelt? Persönlich ziehe ich das vor, anstatt rumzuplärren, welche Maßnahmen die Zentralbanken als nächstes aus dem Hut ziehen.

    Dass unser Geldsystem aktuell an einer Grenze angelangt ist, sieht doch jeder. Nur ist es nicht mehr rettbar, aber der Zusammenbruch kann verzögert werden. Dementsprechend handeln die Draghis und Bernankes dieser Welt.

    Also... kauft Sachwerte, möglichst günstige. Wer allerdings erst jetzt auf diese Idee kommt, ist recht spät dran und zahlt deswegen höhere Preise. Womöglich aber immer noch besser als Unmengen Papier- oder Buchgeld zu besitzen.

  • @I_love_Mario
    ... der Weg zum Untergang perfekt beschrieben.

  • Danke, Super-Mario! Die Börsen werden nie wieder fallen. Dax 10.000 noch bis Ende März! Schnell noch einsteigen bevor es keine Aktien mehr zu kaufen gibt. Am besten Haus & Hof beleihen oder über Zertifikate und Optionsscheine von Goldman Sachs einsteigen oder einfach die ausgeklügelten Musterdepots von den HB-Redakteuren nachbilden. Aktien sind fundamental günstig bewertet und es gibt keine Alternativen.

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