Börse Frankfurt Dax schließt dank US-Daten deutlich im Plus

In den USA entwickelt sich der Arbeitsmarkt nicht so wie von der Fed erhofft. Eine Leitzinsanhebung in den kommenden Monaten wird damit unwahrscheinlicher. Die Anleger jubeln. Sie lassen den Dax über 150 Punkte steigen.
Update: 07.04.2015 - 17:47 Uhr 16 Kommentare

US-Arbeitsmarktbericht beflügelt Dax

Düsseldorf/FrankfurtDer US-Arbeitsmarkt beflügelt die Börsen. In Frankfurt schoss der Dax vom Start weg deutlich ins Plus. Bis zu 1,5 Prozent trieb es den Leitindex nach oben. Am Ende ging der Dax mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 12.123 Punkten aus dem Handel.

In der zweiten Reihe verzeichneten die Indizes ebenfalls deutliche Gewinne. Der MDax notierte 0,8 Prozent fester auf 21.034 Punkten. Der TecDax schloss 1,2 Prozent fester auf 1634 Zählern.

Der Arbeitsmarkt in den USA erholt sich nicht wie erhofft. Im März wurden nur halb so viele Jobs geschaffen wie prognostiziert. Die US-Notenbank Federal Reserve stellt das vor besonderen Herausforderungen. Denn der US-Jobmarkt ist ausschlaggebend für den Zeitpunkt der Zinserhöhung. Die jetzigen Arbeitsmarktzahlen lassen darauf schließen, dass sich die Fed mit einer Erhöhung nun doch etwas mehr Zeit lassen wird. Die Fed will nun die Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt kritisch in Blick behalten.

Die Wahrscheinlichkeit für einen ersten Zinsschritt durch die US-Notenbank im Juni sei nun erheblich niedriger als noch vor dem Arbeitsmarktbericht, prognostizierten die Analysten der Essener Nationalbank in einem Kommentar. Jasper Lawler, Analyst von CMC Markets in London, rechnet ebenfalls mit einem vorsichtigen Vorgehen der US- Währungshüter. „Sie wollen nicht den Fehler einer zu schnellen Anhebung begehen“, sagte Lawler.

Der Chef der Federal Reserve von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, geht sogar noch weiter. Ihm zufolge sei es möglich, dass sich die US-Notenbank bis weit ins kommende Jahr hinein mit einer Anhebung der Leitzinsen Zeit lassen könnte. Denkbar sei, in der zweiten Jahreshälfte 2016 die Zinsen von derzeit null bis 0,25 Prozent erstmals anzuziehen. Danach könnten sie kontinuierlich angehoben werden bis Ende 2017 ein Niveau von zwei Prozent erreicht sei. Die Fed hält die Zinsen nunmehr seit Dezember 2008 bei nahe null.

Kocherlakota vertritt damit eine andere Meinung als viele seiner Fed-Kollegen wie auch der Notenbankchefin Janet Yellen. Diese wollen die Zinswende bereits im laufenden Jahr einleiten, da sich der Arbeitsmarkt verbessert und damit positiven Druck auf die sehr niedrige Inflation ausübt. Einige Fed-Vertreter plädieren dafür, bereits im Juni diesen Schritt zu gehen.

Was spricht für, was gegen Aktien?
Pro: Kursgewinne
1 von 8

Wer zum richtigen Zeitpunkt einsteigt, dessen Einsatz lohnt sich allein dank steigender Kurse. Wer zum Beispiel Anfang 1997 zur Rückkehr des Firmengründers Steve Jobs 1000 Dollar in Papiere des am Boden liegenden Computerbauers Apple steckte, ist heute mehr als 200 000 Dollar reicher. Apple ist inzwischen das wertvollste Unternehmen der Welt.

Pro: Dividenden
2 von 8

Viele Unternehmen beteiligen ihre Anteilseigner am Geschäftserfolg. Bei Europas größtem Versicherer Allianz fällt die Gewinnbeteiligung für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2014 besonders üppig aus: Der Münchner Dax-Konzern schüttet 6,85 Euro Dividende je Aktie aus. Viele andere Dax-Konzerne heben ihre Dividende an. K+S hebt sie um 25 auf 90 Cent, Continental will statt 2,50 nun 3,25 Euro je Aktie ausschütten.

Pro: Miteigentümer
3 von 8

Wer Aktien kauft, kauft einen Unternehmensanteil. Mit dem Geld werden neue Geschäftsideen oder der Ausbau des bestehenden Geschäfts finanziert. Das trägt im Idealfall auch dazu bei, dass Arbeitsplätze geschaffen werden oder zumindest erhalten bleiben. Angesichts des schwachen Euros und der damit verbundenen verbesserten Ausgangslage des Exportgeschäfts, kann man als Miteigentümer eines Exportunternehmen Geld verdienen.

Pro: Anlagenotstand
4 von 8

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinsen im Euroraum quasi abgeschafft. Davon profitieren zwar Kreditnehmer, andererseits wird die bei vielen Deutschen so beliebte Geldanlage auf Sparbuch, Tagesgeld- oder Festgeldkonten kaum noch belohnt. Dass die Menschen zunehmend selbst fürs Alter vorsorgen müssen, zwingt sie dazu mehr Risiko einzugehen. Für ein annehmbares Risiko bekommen sie auf dem Aktienmarkt akzeptable Renditen.

Kontra: Aufs falsche Pferd setzen
5 von 8

Die „Volksaktie“ Telekom startete im November 1996 bei 28,50 Deutsche Mark (14,57 Euro) und kletterte bis März 2000 auf umgerechnet knapp über 100 Euro. Aktuell ist die T-Aktie noch gut 17 Euro wert. Fachleute raten ohnehin dazu, Geld nicht nur in einen Titel zu stecken, sondern möglichst breit zu investieren und die Aktien mehrerer Unternehmen ins Depot zu nehmen, um Schwankungen ausgleichen zu können. Ein zu breite Streuung ist allerdings ebenfalls nicht erbaulich für das Depot, da sonst Gewinne durch Verluste anderer Titel vernichtet werden können.

Kontra: Zum falschen Zeitpunkt einsteigen
6 von 8

Gerade Kleinanleger lassen sich oft von einem Börsenhype mitreißen und steigen ein, wenn die Kurse schon vergleichsweise hoch sind – etwa, weil dann viel darüber berichtet wird. Profi-Investoren machen dann längst schon wieder Kasse und sorgen durch Verkäufe dafür, dass die Kurse wieder sinken. Daher sollten Kleinanleger sich über die Aktienmärkte nicht erst informieren, wenn viel auf ihnen los ist, sondern bereits vorher.

Kontra: Gebühren
7 von 8

Börsenbetreiber und Banken verdienen beim Kauf und Verkauf von Aktien und Fondsanteilen mit. Verbraucherschützer kritisieren, die Gebührenstruktur sei bisweilen unübersichtlich – zulasten der Kunden.

Der deutsche Dienstleistungssektor beschleunigt weiter sein Wachstum. Der Einkaufsmanagerindex der deutschen Dienstleister stieg im vergangenen Monat um 0,7 auf 55,4 Punkte, wie das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mitteilte. Das ist der höchste Stand seit einem halben Jahr. Das Barometer signalisiert bereits ab 50 Zählern wachsende Geschäfte. „Die Unternehmen profitierten hierbei von einer wirtschaftlichen Belebung, die sie auch dazu ermutigte, ihren Personalbestand weiter auszubauen“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

EZB hat mittlerweile Anleihen im Wert von 52,5 Milliarden Euro gekauft
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16 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt dank US-Daten deutlich im Plus"

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  • Ja wie geil ist das denn? Die Amis werden arm und arbeitslos und unsere Währung ist immer weniger wert. Da muss doch der DAX vor lauter Freude steigen! Wir sterben alle reich. Ist doch logisch, oder?

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  • http://www.handelsblatt.com/input/hsbc-trinkaus/marktgeschehen/dax-kursindex-kreuzwiderstand-bremst-nur-temporaer/v_microsite/11601614.html

    Noch jemand der sich nicht am Mogel-Dax fixiert.

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