Börse Frankfurt Dax schließt erstmals über 11.300 Punkten

Der Dax braucht keine Impulse. Auch ohne große Neuigkeiten bleibt der Leitindex auf seinem Rekordkurs. Ausschlaggebend für die Gewinne waren starke Bayer-Aktien. Der Euro musste deutliche Verluste hinnehmen.
Update: 26.02.2015 - 17:59 Uhr 68 Kommentare

Dax schließt erneut mit Allzeithoch

FrankfurtDer Dax arbeitet sich in kleinen Schritten immer weiter nach oben. Nach einem unspektakulären Handel, setzte der Leitindex ab dem Nachmittag zu einem Schlussspurt an. Am Ende schloss der Dax mit einem Plus von einem Prozent auf 11.327 Punkten so hoch wie nie. Sein neues Rekordhoch liegt nun bei 11.331 Zählern.

Der Euro hingegen zeigte heute große Schwächen. Während der Dax zur Aufholjagd ansetzte, verlor die europäische Gemeinschaftswährung an Wert. Am Abend bekam man für einen Euro nur noch 1,1209 und damit rund 1,3 Prozent weniger als gestern.

Für Auftrieb beim Leitindex sorgt besonders die Bayer-Aktie, die zwischenzeitlich knapp fünf Prozent zulegen konnte und am Ende 3,7 Prozent im Plus lag. Der Chemieriese Bayer und größte börsennotierte Konzern Deutschlands profitierte im vergangenen Jahr von seinen neuen Kassenschlagern im Pharmageschäft und einer kräftigen Nachfrage nach Landwirtschaftschemie. Bereits gestern kündigte Konzernchef Marijn Dekkers an, die Dividende um 15 Cent auf 2,25 Euro je Aktie zu erhöhen.

Insgesamt aber wird der Dax von Impulsen nicht wirklich überhäuft – und das trotz einer Flut an Quartalszahlen. Die Anleger scheinen sich für die Zahlen nur vereinzelt zu interessieren. Sie haben vor allem die Notenbanken und Euro-Krise im Blick. Weil von dieser Seite jedoch kaum nennenswerte Nachrichten vermeldet wurden, erklärten Marktexperten den leichten Anstieg des Dax mit der aktuell weiterhin freundlichen Börsenstimmung. Seit Wochen geht es am deutschen Aktienmarkt von einem Hoch zum nächsten, allerdings hatte das Tempo des Rekordlaufs jüngst nachgelassen.

„Natürlich bleibt die internationale Geldpolitik eine Stütze der Aktienmärkte“, sagte Robert Halver von der Baader Bank. Die Europäische Zentralbank (EZB) beginnt voraussichtlich Anfang März mit ihren groß angelegten Käufen von Staatsanleihen am Kapitalmarkt, dem sogenannten „Quantitative Easing“. Die Geldflut der Notenbanken ist seit geraumer Zeit der hauptsächliche Treibstoff der Märkte.

Einige Experten halten nach dem steilen Anstieg der Kurse in den vergangenen Wochen auch Rückschläge an den Märkten für möglich. „Eine Konsolidierung bleibt das wichtigste Thema“, schrieb Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG am Morgen. Die Anleger täten sich mittlerweile schwer, noch frische positive Kursimpulse zu finden.

„Nach der vorläufigen Lösung des griechischen Schuldenstreits und vor der Zinswende in den USA scheinen die Märkte in einem Vakuum gefangen zu sein“, ergänzte ein Händler. „Es geht nicht mehr richtig vor und zurück geht es auch nicht.“ Es fehle an neuen Impulsen. Das sei auch an den sinkenden Umsätzen abzulesen.

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68 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt erstmals über 11.300 Punkten"

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  • Dem Draghi seine Blaserl, dem Schneider seine Puten und mir das Kaffeehaus.

  • Draghi says: " Big bubbles, no troubles !"

  • It´s the ECB, stupid! The Draghi bubble is pumping up!

  • Nicht lange Diskussionsbäume suchen sondern lieber jetzt Schnäppchen NACH Handelsschluss entdecken

  • Jeden Tag gibt es eine neue Chance,denn das Spiel kann man mehrmals spielen.
    Die Notenbanken und Schäuble und Co. sind die Garanten für Dax 15.000

  • "Der Dax braucht keine Impulse."

    Die Geldpolitik und verbesserte wirtschaftliche Aussichten reichen aus. Krisen und sonstige spielen (wieder) keine Rolle mehr. Für mich ist der DAX wegen meines Risiko-Profils nicht mehr interessant, aber bin sehr sicher, dass andere hier große Chancen sehen.

  • Sie scheinen frustriert zu sein.....die letzten 6 Wochen nach oben nicht mitgemacht...oder sogar 2014 verschlafen.....owehhh
    Macht aber nichts,morgen beginnt das gleiche Spiel wieder...morgens kaufen und NACHmittags verkaufen...dann können Sie gut gelaunt ins Wochenende gehen

  • Morgen früh AUSSERbörslich auf Schnäppchen in Calls achten,so wie heute der Allianzcall...der 143er fast wertlos...aber NACHmittags über 800 % im Plus...so geht das.
    Morgen wird weiterhin Griechenland gerettet...das Parlament nickt es ab....die Notenbamken machen den Rest.....Dax 11.500
    Also morgens kaufen und NACHmittags Gewinne mitnehmen.
    Bei mir und den big Playern geht das vollautomatisch

  • Morgen geht die Griechenlandrettungsparty an den Märkten weiter...bis dahin und die Allianzcalls haben noch ordentlich Potenzial

  • Also den Algorithmus des "Anderen Leuten auf die Nerven gehen" hat der Herr Schneider definitiv verinnerlicht.

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