Börse Frankfurt: Dax schließt im Minus – Ukrainekrieg und China verunsichern Anleger
Wie sind die Perspektiven für den deutschen Leitindex?
Foto: Bloomberg Creative/Getty Images [M]Düsseldorf. Der Dax konnte am Dienstag seine Verluste zu großen Teilen wieder ausgleichen und beendet den Handel bei 13.917 Punkten und damit knapp 0,1 Prozent im Minus. Das könnte auch am guten Handelsstart an der Wall Street gelegen haben.
Zuvor hatte der Leitindex zeitweise um bis zu 2,5 Prozent auf 13.578 Zähler nachgegeben. Die weiter unklare Lage im Ukrainekrieg hatte die Kurse im Handelsverlauf nach unten gedrückt. Mit etwa 101 Millionen gehandelten Aktien im Tagesverlauf war der Umsatz so niedrig wie seit drei Wochen nicht mehr.
Börsianer warnen davor, die jüngste Kurserholung als zu nachhaltig zu bewerten. Zwar verhandele Russland weiter über eine Waffenruhe, beschieße aber weiterhin ukrainische Städte. Gleichzeitig drohe das Land mit der Rückzahlung seiner Devisenschulden in Rubel, was einen Zahlungsausfall bedeuten würde.
Der Ukrainekrieg lässt zudem die Konjunkturzuversicht der Börsenprofis mit Blick auf die deutsche Wirtschaft so massiv einbrechen wie noch nie. Das Barometer für die Einschätzung der nächsten sechs Monate fiel im März um 93,6 auf minus 39,3 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Dies ist der stärkste Rückgang der Erwartungen seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991.