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Börse Frankfurt Dax schließt im Minus

Brauchen die europäischen Banken mehr Kapital? Spitzt sich die Schuldenkrise in Europa erneut zu? Das sind die Fragen, mit denen sich die Börsianer heute wieder einmal auseinandersetzen müssen. Der Dax gibt nach.
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Der Dax baut Verluste aus - Ungarn verunsichert. Quelle: dpa

Der Dax baut Verluste aus - Ungarn verunsichert.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Die Unsicherheit der Anleger hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag belastet. Neben Befürchtungen, dass die europäischen Banken regulierungsbedingt einen hohen Kapitalbedarf haben werden, drückten unerwartet schwache deutsche Konjunkturdaten und Nachrichten zur Haushaltslage Ungarns auf die Kurse. Der Dax schloss 0,6 Prozent tiefer bei 6 117 Punkten.

Das Handelsvolumen im Dax stieg auf 82 (Montag: 63,5) Millionen Aktien. Der Umsatz kletterte auf 2,1 (1,8) Milliarden Euro.

Die zu Wochenbeginn wegen eines Feiertages geschlossenen US-Börsen lagen bei Handelsschluss in Europa ebenfalls im Minus. Der Dow-Jones-Index notierte 0,6 Prozent, der S&P500 0,8 Prozent tiefer. Der Nasdaq-Composite gab 0,7 Prozent nach.

Neben Kursverlusten an den US-Börsen verunsicherten Händlern zufolge Nachrichten aus Ungarn die Investoren. Ministerpräsident Viktor Orban hatte erklärt, der Haushalt 2010 beruhe auf falschen Zahlen. Die Regierung habe schnell handeln müssen um die Finanzlage zu stabilisieren. Der ungarische Forint geriet unter Druck. Für einen Euro mussten 287,80 Forint bezahlt werden nach 284,70 Forint zum Vortagesschluss.

Auf die Stimmung drückte auch der unerwartete Auftragseinbruch der deutschen Industrie im Juli. Insbesondere aus dem Ausland kamen weniger Bestellungen an. "Das ist eher ein leichter Dämpfer", kommentierte HSBC-Trinkaus-Volkswirt Stefan Schilbe. "Er zeigt, dass wir die Dynamik der vergangenen Monate so nicht halten können. Das hängt mit der Konjunkturabkühlung bei wichtigen Handelspartnern zusammen, von den USA bis nach Asien."

Im Sog der negativen Nachrichten mussten vor allem Finanzwerte Verluste hinnehmen. Deutsche-Bank-Papiere büßten 1,66 Prozent auf 49,325 Euro ein, die der Commerzbank verloren 2,1 Prozent. Postbank-Titel fielen im MDax um 1,6 Prozent. Die Finanzaktien litten auch darunter, dass sie künftig mit harten Eigenkapitalregeln rechnen müssen.

Papiere von Infineon Technologies verloren nach einem Vorstandsinterview als Dax-Schlusslicht 3,5 Prozent. Der Halbleiterkonzern erwartet aus dem Verkauf seiner Mobilfunkchipsparte einen außerordentlichen dreistelligen Millionengewinn, plant aber entgegen der Hoffnungen etlicher Anleger keine Sonderausschüttung.

Titel der Software AG büßten 3,2 Prozent ein. Deutschlands zweitgrößter Softwareanbieter setzt auch nach der rund 487 Millionen Euro teuren Übernahme von IDS Scheer weiter auf Zukäufe.

Im SDax ließen gute Verkehrszahlen und Übernahmefantasien die Aktien von Air Berlin um 1,1 Prozent steigen.

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1 Kommentar zu "Börse Frankfurt: Dax schließt im Minus"

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  • Guten Tag,.... Europa hat wieder mal gezeigt dass es nicht einmal zu einer baisse faehig ist, wenn die Yankee's feiern; nur dumm labern und sich die Hosen vollsch...... das koennen unsere " Chef-Strategen und Second-Hand Manager ". Alles trat auf der Stelle. Es war so vor 35 Jahren als ich anfing und es ist noch heute so. ich werde irgendwann nicht mehr mitspielen; aber dies wird sich nie aendern. besten Dank