Börse Frankfurt Dax schließt mehr als zwei Prozent im Minus

Rund um den Globus gingen die Börsen am Donnerstag auf Talfahrt. Der Dax verlor am Ende fast 200 Punkte. Für viele Anleger stellt sich jetzt die Frage: War's das mit der Börsenrally? Analysten sind sich uneins.
Update: 23.05.2013 - 17:45 Uhr 32 Kommentare

Japans Nikkei bricht stark ein

FrankfurtAufgeschreckt durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben Aktienanleger weltweit Kasse gemacht. Rund um den Globus gingen die Börsen am Donnerstag auf Talfahrt. Am härtesten traf es den Nikkei. Der japanische Leitindex brach um gut 1100 Punkte oder 7,3 Prozent auf 14.483 Zähler ein und verbuchte damit den größten Tagesverlust seit der Atomkatastrophe von Fukushima.

Allerdings hat der Nikkei dank der Flut des billigen Geldes durch die Bank von Japan (BoJ) seit Jahresbeginn rund 50 Prozent zugelegt. Auch in Europa gaben die Kurse auf breiter Front nach. Dax und EuroStoxx50 fielen in der Spitze um jeweils knapp drei Prozent.

"Das Ausmaß der Kursbewegung ist zwar erheblich, bislang aber nicht alarmierend", betonte Ian Richards, Chef-Aktienstratege der BNP Paribas. "Ein schlechter Tag, gewiss. Es ist aber zu früh, um daraus den Beginn eines neuen Trends abzuleiten."

Als Auslöser für die Verkäufe machten Börsianer vor allem schwache Wirtschaftsdaten aus China aus. So fiel der Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus der chinesischen Industrie im Mai auf 49,6 Punkte und damit unter die wichtige Marke von 50 Zählern, die Wachstum signalisiert. Viele Investoren fürchten, dass der Wirtschaftsboom in China allmählich an Kraft verliert. Aber auch in der Euro-Zone sorgten die jüngsten Konjunkturdaten nicht für Euphorie.

Die Einkaufsmanager-Indizes für Deutschland und die Euro-Zone legten zwar zu, blieben mit 49,9 beziehungsweise 47,7 Zählern aber ebenfalls unter der Wachstumsschwelle. „Nach den schlechten Daten aus China kommt Angst auf. Dass schon eine geringe Abweichung vom erwarteten Wert für so deutliche Kurskorrekturen sorgt, zeigt: Der Markt ist überhitzt“, sagt Helaba-Experte Markus Reinwand.

Auch von Seiten der Notenbanken kamen wenig ermutigende Signale für die Aktienmärkte. US-Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte zwar am Vorabend betont, an der ultra-lockeren Geldpolitik festzuhalten. Allerdings fügte er hinzu, dass das Wertpapier-Ankaufprogramm "auf einer der nächsten Sitzungen" gedrosselt werden könnte, sollte sich die US-Konjunktur bessern. Die US-Notenbank will so lange frisches Geld in den Markt pumpen, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 von derzeit 7,5 Prozent zurückgegangen ist. Aktuell liegt das Ankauf-Volumen bei 85 Milliarden Dollar monatlich.

In Frankfurt verlor der Dax am Ende 2,10 Prozent auf 8351 Punkte. Der EuroStoxx50 gab 2,07 Prozent auf 2776 Zähler nach. Die wachsende Verunsicherung der Aktienanleger ließ sich auch an den Volatilitätsindizes VDax und VStoxx ablesen. Sie schossen in der Spitze um etwa 20 Prozent in die Höhe.

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32 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt mehr als zwei Prozent im Minus"

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  • Sorry, Kollege, jetzt sind's plus 16,5% bei HPQ.

    Naja, die Randbedingungen sind tatsächlich exzellent:

    "Net income slid 32 percent to $1.08 billion, or 55 cents a share, in the fiscal second quarter, from $1.59 billion, or 80 cents a share, in the year-earlier period.

    Excluding items, earnings fell to 87 cents a share from 98 cents a share a year ago.

    Revenue declined 10 percent to $27.58 billion."

  • Hi Delta,
    also, den VIX zu liquidieren lohnt sich noch nicht.
    Ist natürlich fraglich, ob wir kurzfristig auch mal (endlich) so 'nen Hüpfer nach unten sehen wie bei Nikkei heute.

    Ich verstehe auch Deine Philosophie hinsichtlich Short Dax, wobei ich selber unschlüssig bin, ob's nicht doch erst mal noch was runter geht.

    Naja, die Übertreibungen im Nikkei waren natürlich am größten.
    Allerdings ist's im DOW & DAX auch nicht ohne - dem Geldfluten zum Trotz.
    Letztlich hoffe ich, daß man sich auch irgendwann mal wieder die Makrodaten anschaut, die bekanntlich nicht gerade prickelnd sind.

    Wenn ich nur mal beispielsweise HPQ anschaue, dann steigen die heute 14% (auf neues Jahreshoch), obwohl der Gewinn - verglichen mit letztem Jahr - einiges zurückgegangen ist und die Umsätze von über 30 auf 27 Milliarden geradezu eingebrochen sind. Mit anderen Worten, Gewinne kann man durch Einsparpotentiale "frisieren", aber wenn auch die Umsätze fallen, na dann ...
    Ach ja, und meines Wissens bei 57% der Unternehmen bis dato die Umsätze gefallen ... keine guten Aussichten also.

    Deshalb, ich warte erst mal ab, ob da nicht noch was geht .... trotz dem irren Treiben der Notenbanken, etc.

  • Na? Hast du jetzt endlich einen Einstiegskurs? Oder wieder mal zu gierig?

  • An der Börse ist alles möglich,
    sogar das was logisch ist.

  • Unter traden verstehe ich was anderes: Taggleiche Geschäfte. Die Short-ETF-Position habe ich hingegen im Zeitablauf aufgebaut bei steigenden Kursen, und baue diese jetzt auch scheibchenweise ab. Ich habe also noch eine Position, in der ich bleibe.
    Ziele: 8150,7950,7750,7550.

  • Völlig richtig. Gestern das Tageshoch mit 5 FDAXen geshortet, habt ihr das denn nicht gemacht?! Ich dreh jetzt noch ne Runde im Pool!

  • US Manufacturing Growth Slips to Seven-Month Low

    Jetzt kommt es knüppeldick!

  • @deltaone

    Warum bleibst Du nicht im Short-ETF drin anstatt rein/raus zu traden?

  • Desinvestitionsphase: Nächstes Ziel liegt bei umgerechnet 8150 für eine weitere Tranche DBX0BY . Vola steigt, auch was feines. @b_c_s: Mal Gewinne realisieren im VIX?

  • Wenn ich ein Papier im Depot habe, das ich 2009 für 10.000 EUR gekauft habe und nun einen Kurswert von 110.000 EUR habe, würde ich beim Verkauf einen Gewinn von 100.000 EUR realisieren. Davon behält des Fiskus ca. 28.000 als Abgeltungsteuer zzgl. SolZ und KiSt ein ,bleiben mir 82.000 EUR übrig. Das Papier müsste also unter 82.000 EUR fallen, damit sich der Verkauf und spätere Neueinstieg lohnt.

    dies einmal als Beispiel und als Überlegung, wann sich Verkäufe lohnen.

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