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Börse Frankfurt Dax schließt mehr als zwei Prozent tiefer

Auch am Donnerstag fliehen Anleger weiter vom Parkett. Die schwache Performance der Schwellenländer wirft die globale Wachstumsfrage auf. Starke US-Daten lassen die Zinswende in den Vereinigten Staaten näher rücken.
Update: 20.08.2015 - 17:39 Uhr 6 Kommentare

Kursverluste setzen sich fort

Frankfurt Weiter geht die Talfahrt an den Aktienmärkten: Der Dax ist am Donnerstag 2,4 Prozent schwächer bei 10.432 Punkten aus dem Handel gegangen. Auch ohne frische Konjunkturdaten mehren sich die Zweifel am globalen Wachstum. Vor allem die Schwellenländer, diese designierten Garanten weltweiten Wachstums, geraten immer mehr ins Stottern. Zuletzt sorgten Unsicherheiten in China für Turbulenzen auf den Rohstoff- und Devisenmärkten.

Doch auch von bekannter Seite droht eine Verschärfung: Die nahende US-Zinswende, bisher von Börsianer eher deswegen so gefürchtet, weil sie die jahrelange Rallye an den Aktienmärkten langsam aber sicher zum erliegen bringen würde, rückt unter dem Vorzeichen unsicheren Wachstums in ein grelleres Licht. Kommt die Erhöhung der Leitzinsen zu früh, könnte sie der anziehenden Konjunktur in den Vereinigten Staaten einen Dämpfer verpassen. Angesichts der schwankenden Lokomotiven der Weltwirtschaft kein schönes Szenario für die Anleger, die sich diese Woche vermehrt vom Parkett verabschieden.

Dax-Aktien zum kleinen Preis

K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000KSAG888
Börse
FSE

-0,23 -1,62%
+13,62€
Chart von K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 10: K+S
1 von 10

Der Dax hat zuletzt Federn gelassen. Dennoch steht er im historischen Vergleich noch hoch. Für welche Aktien könnte sich jetzt ein Einstieg besonders lohnen? Ein Blick auf die Kennzahlen einiger Dax-Unternehmen belegt, dass manche Titel besonders günstig sind. Mit seinen aktuell gut 10.500 Punkten ist der Leitindex günstiger als beispielsweise im Jahr 2000, als er bei 8000 Punkten notierte – und auch preiswerter als im Jahr 1996, als er nur bei 4.000 Zählern stand. Grund dafür ist, dass die Unternehmen heute sehr viel mehr verdienen als in den Vergleichsjahren. So auch K+S. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Konzern seinen Gewinn um fast 40 Prozent steigern.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 2015: 13,46
Ergebnis 2014*: 381 Millionen Euro
Geschätztes Ergebnis 2015*: 529 Millionen Euro
Gewinnveränderung (2014/15): + 39,1 Prozent

*Netto

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
FSE

+0,30 +6,46%
+4,98€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 9: Commerzbank
2 von 10

Es soll wieder bergauf für die Commerzbank gehen. Nach einer jahrelangen Krisenfahrt steuert die zweitgrößte Bank Deutschlands nicht nur auf einen Milliardengewinn zu. Erstmals seit 2007 soll auch eine Dividende ausgezahlt werden. Möglich macht das der auf 646 Millionen Euro mehr als verdoppelte Halbjahresgewinn. Geht es nach Commerzbank-Vorstand Martin Blessing, wird dieser Trend anhalten. Die Zahlen seien „ein klarer Beleg für den erfolgreichen Turnaround der Commerzbank“, so Blessing.

KGV 2015: 11,81
Ergebnis 2014: 264 Millionen Euro
Geschätztes Ergebnis 2015: 1,1 Milliarden Euro
Gewinnveränderung (2014/15): 332,9 Prozent

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
FSE

+2,54 +1,29%
+198,56€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 8: Allianz
3 von 10

Die Allianz hat im zweiten Quartal trotz anhaltender Probleme in der Vermögensverwaltung mehr verdient. Das operative Ergebnis kletterte um 2,6 Prozent auf 2,84 Milliarden Euro. Die Prognosen für das Gesamtjahr sind optimistisch. Zusammen mit dem niedrigen KGV bietet sich bei der Allianz ein Einstieg an.

KGV 2015: 10,55
Ergebnis 2014: 6,2 Milliarden Euro
Geschätztes Ergebnis 2015: 6,7 Milliarden Euro
Gewinnveränderung (2014/15): + 7,1 Prozent

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
FSE

+0,29 +5,04%
+6,17€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 7: Deutsche Bank
4 von 10

Die Deutsche Bank schliddert seit Jahren von einem Rechtsstreit zum nächsten. Ein Ende ist nicht in Sicht. Die Prozesse kosten die Bank ein Vermögen. Die Rücklagen sind dementsprechend beträchtlich und belasten bereits die Bilanz des Geldhauses. Die Doppelspitze um Anshu Jain und Jürgen Fitschen musste deswegen ihren Posten räumen. Ob der neue Deutsche-Bank-Chef John Cryan die größte Bank Deutschlands wieder auf Kurs bringen kann, muss abgewartet werden. Ein Investment in Aktien der Deutschen Bank sind daher, trotz des niedrigen KGVs, mit höheren Risiken verbunden.

KGV 2015: 10,22
Ergebnis 2014: 1,7 Milliarden Euro
Geschätztes Ergebnis 2015: 4,2 Milliarden Euro
Gewinnveränderung (2014/15): + 152,2 Prozent

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
FSE

+0,72 +1,79%
+41,16€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 6: Daimler
5 von 10

Daimler hat mit seiner radikalen Verjüngungskur Erfolg. Die Stuttgarter mischen wieder in einer Liga mit BMW und Audi mit. Doch die derzeitigen wirtschaftlichen Turbulenzen in China könnten Daimler schwer treffen. Denn China ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für den Autobauer. Vor allem die großen SUV und Luxuslimousinen verkauften sich im Reich der Mitte bisher gut. In der Autobranche rechnet man daher mit sinkenden Gewinnen. Das derzeitige KGV dürfte daher nur eine Momentaufnahme sein.
KGV 2015: 9,65
Ergebnis 2014: 7,0 Milliarden Euro
Geschätztes Ergebnis 2015: 8,5 Milliarden Euro
Gewinnveränderung (2014/15): + 22,4 Prozent

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
FSE

+0,30 +0,14%
+216,00€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 5: Münchener Rück
6 von 10

Auch bei der Münchener Rück darf man sich nicht vom niedrigen KGV blenden lassen. Anleger sollten im Hinterkopf die niedrigen Zinsen behalten, die die Erträge des Rückversicherers schmälern. Außerdem hat sich der Wettbewerb innerhalb der Branche intensiviert.

KGV 2015: 9,34
Ergebnis 2014: 3,2 Milliarden Euro
Geschätztes Ergebnis 2015: 3,0 Milliarden Euro
Gewinnveränderung (2014/15): - 5,2 Prozent

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
Xetra

+0,74 +1,26%
0,00€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN
Platz 4: BMW
7 von 10

Gleiches wie für Daimler gilt auch für BMW. Der Münchener Autobauer wird die Rekordzahlen der vergangenen Jahre im laufenden Jahr wohl nicht erreichen können. Dafür fehlt die wirtschaftliche Dynamik in China. Derzeit wird bei BMW über eine Ergebniskorrektur für das laufende Jahr noch nachgedacht.

KGV 2015: 9,22
Ergebnis 2014: 5,8 Milliarden Euro
Geschätztes Ergebnis 2015: 6,1 Milliarden Euro
Gewinnveränderung (2014/15): + 5,0 Prozent

Zwar zeigt das Fed-Führungsgremium um Chefin Janet Yellen, sich dieser Sorgen bewusst, behutsames Fingerspitzengefühl in der „Z-Frage“, und mit einem abrupten Kurswechsel ist nicht zu rechnen. Doch wie angespannt die Lage bei den Anlegern in dieser Hinsicht ist, zeigt der heutige Handel. Gute Konjunkturdaten, wie ein überraschend stark gestiegener Industrie-Index der lokalen Federal Reserve des Großraums Philadelphia ließen den Dow-Jones-Index ordentlich verlieren. Zum Frankfurter Handelsschluss lief der Leitindex an der Wall Street 1,3 Prozent unter Vortagsniveau bei 17.128 Zählern.

Die näher rückende Zinswende, die nicht nur die Kurse in den USA drückt, ließ den Euro in der Spitze um 0,8 Prozent auf 1,12 Dollar steigen. Das sorgte für zusätzliche Probleme auf den europäischen Märkten. Auf Wochensicht kommt der Dax bisher auf einen Abschlag von fast fünf Prozent. Zwischenzeitlich fiel er heute auf sein Januar-Niveau zurück. Auch die zweite Frankfurter Reihe musste Punkte lassen. Der MDax der Mittelwerte verlor ganze drei Prozent bei 19.869 Punkten, der TecDax gab 3,6 Prozent nach auf 1685 Zähler. Der Euro-Stoxx-50 notierte 2,2 Prozent leichter bei 3354 Stellen.

Dabei gerieten die eigentlich guten Nachrichten aus Washington schnell aus dem Blickfeld. Wie die US-Notenbank Federal Reserve in den Protokollen ihrer monatlichen Sitzung bekannt gab, erwägt sie diesen Monat noch nicht die erste Erhöhung der Leitzinsen seit der Finanzkrise. Die obersten Geldpolitiker der Vereinigten Staaten verwiesen auf Verbesserungen am US-Arbeitsmarkt. Sie erwähnten allerdings auch Sorgen wegen der nach wie vor niedrigen Inflation und des schwachen Wachstums der Weltwirtschaft. Entscheidend dürfte, wie schon so oft in der Z-Frage die nächste Sitzung sein, die Mitte September stattfindet.

Mit Blick auf die lahmende Wirtschaft in den Schwellenländern und dem wachsenden Überangebot fiel der Ölpreis heute auf ein Sechseinhalb-Jahres-Tief. Die Oktober-Futures, sprich die Preise für eine Auslieferung des Öls im Oktober, für die in den USA richtungsweisende Sorte WTI konnte die 40-Dollar-Marke für ein Barrel nur knapp halten. Das sorgte vor allem unter den klassischen Standardwerten des Dow-Jones-Index für weitere Kursverluste.

Finance Briefing
Kein Dax-Titel gelingt ein Plus
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Mehr zu: Börse Frankfurt - Dax schließt mehr als zwei Prozent tiefer

6 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt mehr als zwei Prozent tiefer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Irgendwann kommt vielleicht noch die Kapitulationsphase, wenn das Börsentier an einem Tag mal 500 Punkte von unsern Algorithmen senkrecht in den Boden gerammt wird mit anschließenden Reversal. Dann ist für den Anleger der Weg nach oben wieder frei. Bis dahin solltet ihr euch zurückhalten.

  • Das ist ein veritabler Sommer-Crash auf Raten. In etwas mehr als 1 Woche über 1000 Punkte abgegeben, verdienen sich alle Börsenhändler während des Sommerlochs, dank steigender Volatilität und sehr guten Volumen im FDAX, jeden Tag eine golden Nase. Der kleine Verfall am morgigen Tag trägt sein übriges dazu bei.

  • Das ist ein veritabler Sommer-Crash auf Raten. In etwas mehr als 1 Woche über 1000 Punkte abgegeben, verdienen sich alle Börsenhändler während des Sommerlochs, dank steigender Volatilität, jeden Tag eine golden Nase. Der kleine Verfall am morgigen Tag trägt sein übriges dazu bei.

  • Da mussten anscheinend noch die 10530er Calls geholt werden....man muss die Chancen nutzen nochmal so billig kaufen zu dürfen...

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Wie ich gestern schon angemerkt habe, der Dax wird weiter fallen. Heute morgen natürlich auch wieder
    bisher unerreichte Daxstände bei 10555. Da wird er auf Xetrabasis irgendwann auch noch laden. Zum Glück gibt es auch Puts und man verdient trotzdem Geld, auch wenn die Blase platzt

  • Die Dax-Blase nähert sich langsam dem wahren Wert.
    Aber wo bleiben die Aufrufe, dass jetzt wieder erstklassige Kaufgelegenheiten da sind.

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