Börse Frankfurt Dax schließt mit Gewinnen

Der Dax hat sich am Mittwoch zunächst nur zögernd von einer schwachen Eröffnung gelöst, schloss dann allerdings mit Gewinnen. Dabei profitierte der Index von der Aussicht auf mögliche Konjunkturimpulse aus den USA.
Update: 21.05.2014 - 17:36 Uhr 21 Kommentare

Anleger bauen zunehmend auf Fed-Protokoll

FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch von der Aussicht auf mögliche Konjunkturimpulse aus den USA profitiert. Anleger erhofften sich von dem am Abend anstehenden Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Aufschluss über die weitere Geldpolitik der Amerikaner. Der Dax schloss nach einem verhaltenen Start 0,6 Prozent höher bei 9697 Punkten.

Der MDax schloss 0,5 Prozent fester auf 16.327 Punkten und der TecDax legte um 0,4 Prozent auf 1244 Punkte zu. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,7 Prozent auf 3184 Punkte zu Buche.

Nach den Worten von Fed-Führungsmitglied William Dudley können sich die Zentralbanker mit der Erhöhung der Zinsen noch Zeit lassen. Seiner Einschätzung nach deutet alles auf eine Beschleunigung des Wachstums und einen langsamen Anstieg der Inflation in Richtung der Fed-Zielmarke von zwei Prozent hin.

Kurz zuvor hatte Dudleys Kollege Charles Plosser noch gewarnt, die Erholung der US-Wirtschaft könnte die Fed früher als bislang angenommen zu einer Zinserhöhung zwingen. Der Euro notierte vor der Veröffentlichung des Fed-Protokolls kaum verändert bei 1,3711 Dollar.

Der Dow-Jones-Index notierte zuletzt 0,8 Prozent fester auf 16.502 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,5 Prozent zu auf knapp 1882 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq kletterte ebenfalls 0,3 Prozent hoch auf rund 4110 Stellen.

Etwas mehr Bewegung kam bereits am Vormittag in den Yen-Handel: Notenbankchef Haruhiko Kuroda äußerte sich zuversichtlicher zu den Konjunkturaussichten Japans und dämpfte damit Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Die geldpolitischen Maßnahmen zeigten die erwünschten Effekte, betonte der Zentralbank-Chef. Sein Haus kauft seit Monaten Wertpapiere im großen Stil auf, um durch diese Geldspritzen die heimische Konjunktur anzukurbeln.

Die Bank von Japan strich in ihrer Erklärung außerdem die Aussage, dass sich Japan in einer Deflation - eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen - befinde. Dollar und Euro verbilligten sich um jeweils etwa ein halbes Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 100,83 und 138,23 Yen.

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21 Kommentare zu "Börse Frankfurt : Dax schließt mit Gewinnen"

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  • Meines Erachtens fliegt Südzucker mit der Reform der Zuckermarktordnung das Geschäftsmodell um die Ohren. Wie gut die Umstrukturierung geschieht, ist offen.

    Ich denke, es handelt sich um einen Turnaround-Zock. Das kann gut gehen oder nicht. Den Einstieg würde ich wohl tiefer suchen. Bei 10 würde ich auch kaufen.

    Die Analogie zu K+S drängt sich auf; könnte heikel werden.

  • Kein Akt, bin bester Laune. Ja, DCF mit Daten aus der Guidance und weiteren frei verfügbaren Daten.

  • Manch Gelehrter wurde irgendwann zum Geleerten. Sorry, aber den konnte ich mir nicht verkneifen.

    Diskontierter erhoffter Cash-Flow? Oder wat?

  • Wenn mir jemand 5-7% p.a. die nächsten 20 Jahre garantiert, bin ich gerne Amateur.

  • Auf den Punkt getroffen

  • Beim Lesen stellt man fest, dass sich hier ganz offensichtlich die Investment-Elite trifft. Zu den einzelnen Akteuren:

    1. X_Trader: Weist eine ununterbrochene Erfolgserie von 577 Handelstagen ohne Verlust auf. Quasi ohne Eigenkapital macht er pro Woche locker 20.000 Euro.

    2. Programmschreiber: Deckt sich regelmäßig mit Münchner Rückenversicherung zum Tagestiefstkurs ein und verkauft zum Tageshöchstkurs. Auch ein brauchbares Erfolgsrezept. Tage mit schlechter Performance existieren ebenfalls nicht.

    3. SchwarzerDrache: Hält Buy-and-hold (wovon man vielleicht 6-8 % brutto p.a. erwarten kann) für suboptimal, was darauf schließen lässt, dass er besser performt (dies zumindest glaubt oder wünscht).

    4. deltaone: Ordnet "Profis" implizit zweistellige Zuwachsraten zu; "Amateuren" hingegen gesteht er nur einstellige Zuwächse zu.


    Dauerhafte Verluste oder Stagnation quälen hier zumindest niemanden. Ich bin stolz auf euch.

    Die Pessimisten wie Hamburger, Bad Sodener und andere Städter wurden wohl darwinistisch eliminiert, wobei ich vermute, dass derjenige heute für UP UP klatscht.


    Wirklich interessant wären die tatsächliche Zuwächse. Von diesen wird man hier aber nichts hören. Ich vermute, dass die wahren Gewinne um einiges tiefer liegen.

    Wie war das? 90% aller Männer halten sich für überdurchschnittliche Autofahrer? !!!

  • Eine Stunde,das geht Dank der Systeme in Nanosekunden,hast wohl noch einen Atari und ich sitze schon in der Sonne Dank der neueen techn. Möglichkeiten

  • "Ausserbörliches Tief muss bestätigt werden,ist ja so Gesetz..."

    Bevor Du dich da noch weiter hineinsteigerst: Hast du mal geprüft, ob der echte Programmi mit seiner Beobachtung in den letzten Monaten im statistischen Mittel nicht doch recht gehabt haben könnte?

  • Program!schreiber
    Schreib du dann mal weiter ich bin jetzt in der Sonne. In 1 Std. kann man an der Börse mehr verdienen als im ganzen Jahr im Büro:)

  • Man kann gar nicht so schnell schauen wie sie die Futures wieder hochgezogen werden:)

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