Börse Frankfurt Dax schließt nach Berg- und Talfahrt fast unverändert

Eine Atempause in der türkischen Währungskrise lockte zunächst wieder zum Einstieg. Doch im Handelsverlauf gab der Dax die Gewinne wieder ab.
Update: 14.08.2018 - 17:43 Uhr Kommentieren

Dax im Plus – „BIP kaum berührt vom Handelsstreit“

FrankfurtAnleger nutzen die Kursverluste der vergangenen Tage am Dienstag anfangs zum Wiedereinstieg in Aktien. Doch im weiteren Verlauf gab der Dax seine Gewinne wieder ab und lag zum Handelsschluss am Dienstag unverändert bei 12.359 Punkten. Am Montag hatte er unter anderem wegen eines Kursrutsches des Index-Schwergewichts Bayer ein halbes Prozent im Minus bei 12.358 Punkten geschlossen.

Dabei kam Rückenwind unter anderem vonseiten der Konjunktur: Die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal trotz des Handelsstreits mit den USA stärker als Volkswirte erwartet haben. Jedoch bleibe die Währungskrise in der Türkei und der andauernde Streit zwischen den USA und China um höhere Zölle in den Hinterköpfen der Anleger, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. „Die genannten Risiken stehen zurzeit einer nachhaltigen Erholung im Weg.“

Dem Aktienmarkt kam vormittags die Stabilisierung der türkischen Lira zugute. Sollte die Lira weiterhin unterhalb der Marke von sieben Lira zum Dollar bleiben, helfe das dem deutschen Aktienmarkt, zeigte sich Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets überzeugt. „Fällt der Kurs der Lira jetzt nicht mehr weiter, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass das Türkei-Thema für die Börsen durch ist. Das wäre dann das notwendige Signal für eine Erleichterungs-Rally im Deutschen Aktienindex.“

Einzelwerte im Fokus

RWE: Aktien von RWE gehörten mit einem Plus von 3,5 Prozent zu den größten Gewinnern im Dax. Der Energiekonzern verdiente im ersten Halbjahr zwar etwas weniger, bestätigte aber die Prognose für das Gesamtjahr und den Dividendenausblick.

Bayer: Nach dem rabenschwarzen Montag notierten die Titel von Bayer am heutigen Dienstag praktisch unverändert. Bayer hatten zu Wochenbeginn zeitweise 14 Prozent verloren, nachdem die Konzerntochter Monsanto im Glyphosat-Prozess zu einer hohen Schadensersatzzahlung verurteilt worden war.

Ceconomy: Die Turbulenzen am Bosporus ziehen auch Ceconomy in Mitleidenschaft. Der Betreiber der MediaMarkt/Saturn-Märkte will sein Expansionstempo in der Türkei überprüfen. Außerdem sei das Konzernwachstum im abgelaufenen Quartal enttäuschend ausgefallen und die Gesamtjahresziele lägen unter den Markterwartungen, betonten die Analysten der Baader Helvea Bank. Ceconomy-Aktien fielen zum Schluss um 9,2 Prozent waren mit so billig wie noch nie seit der Abspaltung vom Mutterkonzern Metro.

Nordex: Im TecDax verloren die Papiere des Windturbinenbauers wegen roter Zahlen im ersten Halbjahr 2,6 Prozent an Wert.

  • rtr
  • dpa
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