Börse Frankfurt Dax schließt so hoch wie nie in diesem Jahr

Nach einem vorsichtigen Start haben sich die Dax-Anleger am Mittwoch doch noch zum Kauf entschlossen. Für den Dax bedeutete das ein Rekord-Schlusshoch in diesem Jahr.
Update: 20.04.2016 - 17:50 Uhr

Anleger greifen wieder zu: Dax klettert auf 10.370 Punkte

FrankfurtAm Mittwochmorgen sah es noch so aus, als sei die Aktienrally an Europas Börsen vorerst zum Erliegen gekommen. Der Dax startete im Minus, weil sich die Anleger die Gewinne sicherten. Doch: „Der Markt zeigt keine wirkliche Schwäche“, betonte ein Börsianer – und sollte wohl zumindest vorerst Recht behalten. Denn schon am Nachmittag drehte der Dax wieder ins Plus. Das Börsenbarometer schloss 0,7 Prozent höher bei 10.421 Punkten. „Nach dem kräftigen Kursplus am Vortag hat der Dax für einige Anleger Luft bis 10.500 Punkte“, glaubt ein anderer Aktienhändler. Dennoch rechne er nicht mit viel größeren Kursanstiegen

Die Anlegerlaune dämpfen könnte zum Beispiel der sinkende Ölpreis. Zum Tagesbeginn kam es am Ölmarkt zu Verkäufen Ihr Auslöser war das Ende des dreitägigen Streiks der Ölarbeiter in Kuwait. „Die Hoffnungen auf eine längere Produktionsunterbrechung und einer damit einhergehenden Reduzierung des Angebotsüberhangs können ad acta gelegt werden“, schrieben die Analysten der Essener National-Bank. Jedoch verhalf eine andere Nachricht den Rohstoff-Anlegern erneut zu steigenden Kursen: Laut Daten der amerikanischen Energieagentur EIA stiegen die US-Rohöl-Bestände in der vergangenen Woche weniger stark als erwartet an. Zuletzt kostete die Texas-Sorte WTI rund 41,4 US-Dollar je Barrel und damit 0,7 Prozent mehr als am Vortag. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich ebenfalls um rund 0,7 Prozent auf 44,4 US-Dollar je Barrell. Wegen der weltweiten Überproduktion von bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag ist der Ölpreis seit Mitte 2014 um rund 60 Prozent gefallen.

Die 7 wertvollsten Unternehmen der letzten 20 Jahre
General Electric
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Mit der Glühlampe feierte General Electric in den 1880er Jahren seinen ersten großen Erfolg – rund 100 Jahre später war der Mischkonzern das wertvollste Unternehmen der Welt. 1996 besaß GE eine Marktkapitalisierung von rund 137 Milliarden US-Dollar. Im Jahr darauf waren es schon 223 Milliarden. Abgelöst wurde GE 1998 ebenfalls von einem Technologiekonzern.

Microsoft
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Mit einer Marktkapitalisierung von rund 272 Milliarden US-Dollar stieß Microsoft den damaligen Primus GE 1998 vom Thron. Mit dem Erfolg der Betriebssysteme Windows 95 und Windows 98 verbreitete sich die Software des Konzerns aus Redmond wie ein Lauffeuer: Office-Suiten, Webbrowser, Grafiksoftware auf Computern in aller Welt kamen in den 90er Jahren wie selbstverständlich aus dem Hause Microsoft. In den Jahren 2000 bis 2002 sowie ab 2003 übernahm GE zwar wieder die Spitze an der Liste der wertvollsten Konzerne der Welt – doch bis heute bleibt Microsoft unter den Top Ten.

Exxon Mobil
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Mit Öl und Gas schwang sich Exxon Mobil 2005 zum wertvollsten Konzern der Welt auf – bei einer Marktkapitalisierung von rund 372 Milliarden US-Dollar. Viele Jahre blieb Exxon an der Spitze, nur zeitweise unterbrochen von ...

PetroChina
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... dem chinesischen Konkurrenten PetroChina. Im vierten Quartal 2007 sowie vom zweiten Quartal 2009 bis zum zweiten Quartal 2010 lief der größte Ölkonzern Chinas Exxon den Rang ab (Marktkapitalisierung 2007: 724 Milliarden US-Dollar; 2009: 367 Milliarden US-Dollar). Auch diese Serie wurde zeitweise unterbrochen – für genau einen Tag. Denn am 28. Oktober 2008 ...

Volkswagen
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... schoss die Aktie von Volkswagen für eine kurze Zeit dramatisch in die Höhe. Damals steckten zahlreiche Spekulanten, insbesondere Hedgefonds, in einem sogenannten Short Squeeze: Sie hatten mit Leerverkäufen auf fallende Kurse der VW-Aktie gesetzt, bevor der Porsche-Vorstand bekanntgab, zusätzlich zu seiner Beteiligung an VW in Höhe von 42,6 Prozent weitere Anteile in Höhe von 31,5 Prozent über Optionen gesichert zu haben. Weil das Land Niedersachsen allerdings weitere 20 Prozent hielt, blieben weniger als 6 Prozent der VW-Aktie frei handelbar. Das Problem: Die Spekulanten hatten sich für ihre Leerverkäufe zwölf Prozent der Aktien geliehen – durch den Nachfrageüberhang war VW einen Tag lang der teuerste Konzern der Welt, mit zeitweisen Kursen von 1005 Euro pro Aktie.

Exxon Mobil
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Ab dem zweiten Quartal 2010 übernahm Exxon erneut die Spitze des Rankings von PetroChina. Bis Mitte 2011 blieb der Rohstoffkonzern (Marktkapitalisierung Q2/2011: 401 Milliarden US-Dollar) ungeschlagen – als im dritten Quartal erneut ein Technologie-Konzern zum wertvollsten Unternehmen der Welt wurde.

Apple
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Mit iPhones, iPads und iMacs überrollte der Apple-Gründer Steve Jobs die Technik-Welt und schuf nicht nur den wertvollsten Konzern, sondern auch die wertvollste Marke der Welt. Rund 354 Milliarden US-Dollar legten Investoren im dritten Quartal 2011 in Apple-Aktien an. Zwei Quartale (Q4/2011 und Q2/2013) gingen seither zwar noch an Exxon, insgesamt blieb Apple aber viele Jahre an der Spitze. Seinen Höchstwert erreichte das Unternehmen im ersten Quartal 2015 mit einer Marktkapitalisierung von 724,8 Milliarden Euro.

Bei den deutschen Aktienwerten stach Volkswagen mit einem Kursplus von 6,6 Prozent heraus. Einen konkreten Auslöser für die Rally konnten Börsianer nicht nennen. Einer verwies auf einen Bericht auf der Homepage von „Automotive News“, demzufolge die Aufarbeitung des Abgasskandals in den USA Fortschritte macht. Daher sei ein Gerichtsverfahren aus Sicht des Autobauers nicht notwendig.

Auf der Verliererseite stand dagegen die Commerzbank. Das Geldhaus setzte wegen des schwachen Jahresauftakts ein Fragezeichen hinter seine Gesamtjahresziele. Die Aktien rutschten daraufhin um bis zu 4,3 Prozent ab. Gegen Nachmittag stand die Aktie der Commerzbank noch 2,1 Prozent tiefer. Verloren hat auch der Chip-Hersteller Infineon. Seine Papiere gaben um 1,9 Prozent nach.

Die Papiere des Softwarekonzerns SAP schafften eine Wende ins Plus. Der Aktienkurs stieg zuletzt um 0,1 Prozent auf 71,10 Euro. SAP konnte im ersten Quartal trotz unerwartet schwacher Umsätze sein Ergebnis deutlich steigern. Der Gewinn nach Steuern legte um 38 Prozent auf 570 Millionen Euro zu, wie der Softwarekonzern am Mittwoch mitteilte.

Unter den mittleren Werten kamen Fielmann-Aktien unter die Räder, die sich um bis zu fünf Prozent verbilligten. Der Reingewinn des Brillen-Herstellers ging im abgelaufenen Quartal auf 38,2 von 44,5 Millionen Euro zurück. Gewonnen haben dagegen die Aktien von K+S – sie standen mi einem Plus von 5,1 Prozent an der Spitze des MDax.


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