Börse Frankfurt Dax schließt tief im Minus

An der Börse kommt Nervosität auf. Europaweit setzen Verkäufe die Leitindizes unter Druck. Allein der Dax verliert heute beinahe 250 Punkte. Grund ist die Sorge um China.
Update: 24.01.2014 - 18:17 Uhr 45 Kommentare

Börse am Abend

FrankfurtNach der Enttäuschung über schwache Konjunkturdaten aus China dominierten Verkäufe. War der Dax noch mit einem leichten Plus in den Handel gestartet, verschwand dieses genauso schnell, wie es gekommen war. Seitdem kannte der Leitindex nur eine Richtung. Und das Minus vergrößerte sich im Laufe des Handels immer weiter. Ab dem Nachmittag setzte eine ebenfalls schwache Wall Street dem Dax weiter zu.

So musste der deutsche Leitindex den stärksten Tagesverlust seit sieben Monaten hinnehmen. Mit 9392 Punkten schloss er ganze 2,5 Prozent schwächer. Damit entfernte sich der Dax deutlich von seinem am Dienstag erreichten Höchststand von 9794 Punkten. In der zweiten Reihe ging es ähnlich weit runter: Der MDax fiel um 2,6 Prozent auf 16.301 Punkten, der TecDax büßte 2,4 Prozent ein und notierte 1219.

Händler am Telefon: Die Devise am Freitag lautete „Verkaufen!“ Quelle: dpa

Händler am Telefon: Die Devise am Freitag lautete „Verkaufen!“

(Foto: dpa)

Einer Umfrage zufolge schrumpfte die chinesische Industrie im Januar erstmals seit sechs Monaten. „Wie eine Weltwirtschaft so richtig wieder auf die Beine kommen will, wenn China den Turbo rausnimmt, ist fraglich“, sagte Jens Klatt, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses FXCM, mit Blick auf die enttäuschenden Konjunkturdaten vom Vortag, die eine schrumpfende chinesische Wirtschaftsleistung signalisierten.
Die Angst, dass die Konjunktur nicht richtig in Schwung kommt, hat ebenso die Wall Street belastet. Auch eine weitere Runde von Unternehmensbilanzen ließ bei den Händlern keine echte Kauffreude aufkommen.

Darüber hinaus scheuten Anleger nach einem Blick auf die Devisenmärkte zunehmend das Risiko und sorgten sich um das Wachstum in Schwellenländern: „Ob Rubel, Rupie, Real oder Rand - diese Währungen werden derzeit massiv verkauft, und der Grund ist das Tapering der Fed“, erklärte Stratege Nick Xanders von BTIG Ltd. in London.

Vor diesem Hintergrund flammten Spekulationen wieder auf, ob die US-Notenbank auf ihrer Ratssitzung in der kommenden Woche eine weitere Drosselung der Wertpapierkäufe von derzeit 75 Milliarden Dollar monatlich beschließen wird. Einige Börsianer befürchten, dass ein solcher Schritt die Erholung der Weltwirtschaft abwürgen könnte.

Übernahme trägt Celesio auf MDax-Spitze
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45 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt tief im Minus"

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  • Habs mir doch gleich gedacht, da koennen nur die Chinesen, die Russen oder die Iraner Schuld sein!
    Die Dame wird sicher bald Analystin werden bei Goldmann Sachs!

  • Ach nein, die Dame kennt den Grund!
    Der Grund ist China, so so?
    So einfach ist das!

  • Programmierer, wie viel haben Sie heute wieder verloren?

    Bei 9.590 rein, so, so

  • Es geht immer schneller runter als hoch.Schauen Sie sich die letzte große Krise an:Anfang 08 noch bei 8100 in der Spitze -nur 15 Monate später bei 3588 im Low,damit waren 5 Jahre mühsamer DAX-Anstieg in wenigen Monaten wieder passee.

  • Wohl wieder ihr komplettes Hartz4 fuer diesen Monat eingesetzt, was @Programmierer?

  • Kurios ist dass Börsenkommentatoren die Ereignisse durch die Bank fallender Kurse immer mit logischen Ereignissen wie z.B. weniger Wachstum in China (der sich durch zukünftige höhere Binnennachfrage auch wieder einstellen wird) etc. zu erklären versuchen. Die Börse agiert aber nicht immer logisch. Sonst ist es nicht zu erklären warum nach wochenlangem Aufschwung alle Aktien an einem Tag abstürzen.
    Diese Dynamik ist viel mehr von Spekulanten gelenkt, die schon länger Aktien geliehen haben, gleichzeitig auf fallende Kurse Wetten abgeschlossen haben und nur auf ein paar negative Notizen warten um diese zu verkaufen und damit Panik zu schüren und die Kurse abstürzen zu lassen. Pech für sie nur dass nicht alle auf ihre Spielchen herein fallen und sie zudem die Aktien, für die Rückgabe ja zurück kaufen müssen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Sie wollen mich wohl nicht mit dieser Flachbirne "Programmierer" vergleichen.
    Ich handel zwar nichts,aber konnte hier die Kommentare vom ewigen UP nicht mehr ertragen.
    Deshalb meine gehässigen Fragen wo denn jetzt die Käufer sind,ist doch jetzt alles so billig,da haben die doch drauf gewartet.
    Ich nicht,mir ist das egal, mein Sparplan kostet mich jeden Monat den gleichen Betrag,ob der Dax 6000 oder 10000 ist.

  • Ich bin ganz allein, ein und dieselbe Person,alles andere sind Namensdiebe.
    Denn nur ich habe das System erkannt und mache seit Monaten darauf aufmerksam.
    Ich habe die Zusammenhänge,Notenbank-billiges Geld-Casino-Maschinen usw aufgedeckt.
    Alles ein Spiel der Mächtigen,aber die Maschinen sind schon wieder auf stopbuy programmiert.
    Gleich ist wieder NACH Xetraschluss und der Schattenmarkt beginnt. Dann gibt es wieder risikolose Schnäppchen,so wie gestern,eigentlich immer.

  • Ich schätze mal, dass es hier maximal zwei Leute gibt, die sich abwechselnd "Programmierer", "Game_Over", "Systemabsturz" etc. nennen & so denken ganz lustige Kommentare abzugeben, um endlich etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen und wenn es nur virtuell ist.

    Gibt es bei Euch in der Stadt/im Dorf keine Selbsthilfegruppen?

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