Börse Frankfurt Dax schließt über 11.000 Punkten

Die Anleger blenden die Krise in Griechenland aus und freuen sich über die europäische Konjunktur. Die Kauflaune hat sich dort stärker aufgehellt als erwartet. Der Index schließt erstmals über 11.000 Punkten.
Update: 19.02.2015 - 17:52 Uhr 51 Kommentare

Dax schließt auf historischem Hoch

FrankfurtDie Dax-Anleger haben heute eine Achterbahn der Gefühle hinter sich. Nachdem es am Morgen noch so aussah, als würden sich Griechenland und seine Gläubiger schnell einig werden, zerschlug Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wenige Stunden später diese Hoffnung. Deutschland lehnte einen Antrag Griechenlands auf eine Verlängerung des Kreditprogramms in seiner gegenwärtigen Form ab. Das Bundesfinanzministerium teilte am Nachmittag mit: „Der Brief aus Athen ist kein substantieller Lösungsvorschlag.” Die Börsianer reagierten sofort und schickten den Index ins Verlusttal. Und das, nachdem das Börsenbarometer am Morgen erneut über die 11.000-Punkte-Marke sprang.

Schäuble lehnt Hilfsantrag ab

Doch am Ende des Tages ging alles gut. Gute Konjunkturdaten aus Europa hellten die Anlegerlaune auf. Die Kauflaune der Verbraucher im Euro-Raum hat sich im Februar etwas stärker aufgehellt als erwartet. Das Barometer für die Stimmung der Konsumenten kletterte auf minus 6,7 Punkte von minus 8,5 Zählern im Januar, wie die EU-Kommission heute Nachmittag mitteilte. Die Börsianer reagieren mit Freude und schickten den Leitindex 0,37 Prozent fester bei 11.001 Punkten in den Feierabend.

Als weitere Kursstütze nannten Börsianer Aussagen der US-Notenbank Fed vom Vorabend, wonach eine Zinserhöhung in den USA noch auf sich warten lassen könnte. Niedrige Zinsen begünstigen Aktien gegenüber festverzinslichen Wertanlagen, die in einem solchen Umfeld kaum eine Rendite abwerfen.

Neben den Querelen um Griechenland blickten die Anleger heute auch auf die Europäische Zentralbank. Sie gewährte Einblick in ihre Bilanz. Die EZB hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Gewinn erzielt. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 989 Millionen Euro, wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. 2013 hatte sie noch einen Nettogewinn von 1,44 Milliarden Euro ausgewiesen. Grund für den Rückgang sind unter anderem die extrem niedrigen Zinssätze sowie gestiegene Verwaltungskosten durch den Aufbau der neuen europäischen Bankenaufsicht. Dazu gehört auch die Schaffung einer Vielzahl neuer Stellen für die Bankenkontrolleure.

Gute Nachrichten hielt OECD bereit. Die Organisation blickt etwas optimistischer auf die seit langem lahmende Konjunktur in Italien. Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone werde in diesem Jahr um 0,6 Prozent wachsen und damit drei Mal so stark als noch im November angenommen, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria am Donnerstag in Rom. Grund für die besseren Aussichten seien der Ölpreisverfall und der niedrigere Euro-Kurs, der die Exporte anschiebe, teilte die Industriestaaten-Organisation weiter mit. Auch die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte zur Erholung beitragen.

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51 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt über 11.000 Punkten"

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  • Herr A. Schneider@
    Ich glaube nicht, daß es mich ernsthaft interessiert wo der Mogel-Dax steht,
    schon gar nicht, wenn ich einer Ihrer "Mächtigen" wäre. Der Index ist einfach wurscht.

  • Dank der jahrelangen Notenbankpolitik des billigen Geldes können die Grossen nie Verlust machen.Nie war es einfacher seine Wetten in diesem Casino zu platzieren.

    Auch im Oktober 14,als der Dax bis zur 8.300 abgestürzt ist hat keiner Verlust gemacht,auch nicht die die bei

    9.700,9600,9500,9400,9300,9200,9100,9000,8900,8800......gekauft hatten
    die wussten schon bei der 9600 das die 9000 nicht hält und das man erst wieder bei 8300 kaufen darf.

    Natürlich wussten auch die Mächtigen das im Dezember bei den knapp 1000 Punkten Verlust zwischendurch nichts kaufen darf,denn deren Maschinen und dessen Programme machen nie Verlust,nur die anderen,nur wer kauft dann eigentlich?Der Privatanleger? Nein,der kauft ja immer Puts,hat also dann verdient.Also hat keiner Verlust gemacht und alle anderen verdient und haben dann "unten" gekauft.

    Wie gut wenn man vorher weiss wo unten ist.

  • Glaubt wirklich jemand, Griechenland wird nicht wie schon jahrelang noch eine letzte Chance eingeräumt? Die Finanzmärkte wären längst eingebrochen wenn auch nur eine kleine Gefahr bestehen würde. Die Investoren kennen die Spielchen und setzen entsprechend darauf. Aktien laufen entweder weil die konjukturzahlen passen oder was noch viel besser funktioniert, wenn alles schlecht aussieht dann gibt es Finanzspritzen von der EZB also faktisch risikolos kann man hier Geld vermehren

  • reg dich doch nicht so auf.....hau ein paar punkte.....raus....das entspannt....
    bist mir viel sympathischer als der namensdieb.....schreibst wenigstens auch einiges klein......
    ich hasse die taste für grossbuchstaben.........aber die punktetaste ist der ......hammer.....

  • Ich verstehe nicht warum das HBO gleiche namen zulässt.
    Dauernd muss ich meinen namen ändern weil er von dem Namensdieb lächerlich gemacht wird.
    Ich war schon als "Marktbeobachter,Comuterhändler(wirklich ohne p),Programmierer,Programmschreiber,Edi Haas" usw. angemeldet.
    Immer wurde ich kopiert.
    Dabei habe ich das system des schnellen ,sicheren geldes als erster erkannt und beschrieben.Ich habe die Börse und diese Hochfrequenzrechner Casino genannt.Die Mächtigen,GoSa usw erläutert,entdeckt das es immer,aber wirklich immer AUSSERbörslich die besten Kurse gibt und das NACH Xetraschluss die Scheine ohne Risiko gekauft werden können,ich habe das den Schattenmarkt genannt.
    Nur ich habe entdeckt, dass man an der Börse mehrmals billig kaufen und teuer verkaufen kann.
    Ich habe das Spiel der Mächtigen verstanden und nicht das Plagiat!

  • namensdiebe gibts hier doch einige ... typische verlierer-typen . anstatt was zu verdienen wird blöd rumgeschrieben und abends die mutti um 5 euro angebettelt , um ne packung kippen zu kaufen

  • Lieber Namesdieb..Sie schreiben hier Kommentare um mich zu provozieren. Handeln sie lieber was ....die Griechen werden klein bei geben und der Sieg wird an den Börsen noch weiter gefeiert. Es gibt keine Alternative und gleich lohnt sich wieder ein schneller Einstieg

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • hochkaufen klappt doch super

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