Börse Frankfurt Dax schließt über 7 000 Punkten

Der Dax hat es am Dienstag über die Marke von 7000 Punkten geschafft - und sich bis zum Ende knapp darüber halten. Die Gewinne gingen quer durch alle Sektoren. Bei Anlegern setzt sich die Einschätzung durch, dass Aktien derzeit mehr bringen als Staatsanleihen.
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HB FRANKFURT. Erstmals seit zweieinhalb Jahren hat der Dax am Dienstag über der Marke von 7 000 Punkten geschlossen. Der deutsche Leitindex übersprang in der Schlussauktion die Marke und beendete den Handel 0,7 Prozent im Plus bei 7 001 Zählern - dem höchsten Schlusskurs seit dem 3. Juni 2008.

Das Handelsvolumen im Dax stieg auf 112,7 (Montag: 84,5) Millionen Aktien. Der Umsatz kletterte auf rund 3,3 (2,6) Milliarden Euro.

Auch die US-Börsen lagen bei Handelsschluss in Europa im Plus. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,4 Prozent, der S&P 500 um 0,5 Prozent. Der Nasdaq-Composite legte um 0,6 Prozent zu.

Die rasante Aufholjagd der vergangenen anderthalb Jahre verdankt der Dax der einerseits der guten Entwicklung der deutschen Konzerne, andererseits aber auch der Konzeption als Performance-Index. Anders als bei den meisten internationalen Indizes werden im Dax Dividendenzahlungen mit eingerechnet. Was das ausmacht, zeigt ein Blick auf den Dax-Kursindex, den die Deutsche Börse ebenfalls berechnet. Dieser notiert aktuell bei 4100 Punkten. Seit März 2009 hat er 77 Prozent an Wert gewonnen, während die Performance-Variante rund 90 Prozent zulegte.

Die Gewinne gingen quer durch alle Sektoren. Bei Anlegern überwog die Einschätzung, dass eine Aktienanlage derzeit mehr Geld als eine Anlage in Staatsanleihen bringt. "Die Rendite ist bei Aktien besser, da man damit rechnet, dass die Unternehmen ein gutes neues Gewinnjahr erwartet", fasste ein Händler zusammen.

Die Lage in der Euro-Zone rückte Händlern zufolge in den Hintergrund. Allerdings sollte das irische Parlament am späten Abend über den Sparhaushalt der Regierung abstimmen. Die Einsparungen sind eine Voraussetzung für die Freigabe eines milliardenschweren Rettungspakets. "Sollte da etwas schiefgehen, könnten die Anleger ganz schnell wieder aussteigen", erklärte ein Börsianer.

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10 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt über 7 000 Punkten"

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  • Die Dinge gehen halt unweigerlich ihren Gang bis zum bitteren Ende genau wie 08/09 oder wie in allen durchgeknallten, exzessiven boomphasen vorher:
    Eine Staatengruppe druckt Geld, die andere Staatengruppe liefert Waren für diese gedruckte Geld. Läuft prima, solange bis die ganzen Zockerdödel voll in den aufgeblasenen Assetmärkten (momentan sind es halt Aktien, Anleihen und Rohstoffe, immo mehr in Asien/Australien) investiert sind.
    Die KGVs sind jetzt schon sehr hoch, Anleihen- und Rohstoffkurse sind eh jenseits von Gut und böse.

    Das Problem ist nur, dass der nächste Absturz global ist und schon mit Nullzinsen und rotierenden Notenpressen beginnt (+ Zombiebanken, + immense Privatverschuldung, + immense Überkapazitäten,...).

    Krisen und Chrashs werden normalerweise recht schnell vergessen oder überwunden. Der kommende Crash aber wird die Welt in einer Weise verändern, die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann, wobei "Veränderung" mindestens für Europa (auch Deutschland!) und Nordamerika, wahrscheinlich aber für die ganze Welt ruhig mit Katastrophe und teilw. auch Rückfall in barbarei und Anarchie gleichgesetzt werden kann. Es geht dann nicht mehr nur um Geld und Vermögen sondern auch ums nackte Überleben für hunderte Millionen Menschen, darunter z.b. auch solche, die jetzt vielleicht noch sechsstellig verdienen, mehrere abbezahlte Häuser haben und mit dicken SUVs durch die Gegend fahren.

  • und wieder neue köfferchen mit frischgedrucktem vom rollstuhlfahrer sind im feuer....und es lodert und lodert...

    mfg hansi

  • Oje, ihr Mecker Futzis immer.
    Meckern, meckern meckern. Könnt ihr auch was anderes? Wie wärs mit Geld verdienen an der börse.
    Während ihr hier rumstänkert, wie die Kleinkinder verdiene ich mir mit meinen Positionen eine goldene Nase. Cheers!

  • Und weiter gehts.....
    Dank fast Nullzinspolitik der Zentralbanken.
    Geld für lau - erschaffen aus dem NiCHTS ohne reellen Wert. SUPER ! WEiTER SO !!!!
    Das gibt nen Knall !!!!!!!!

  • Wer meint Aktien sind Wertanlagen liegt völlig falsch. Weil Aktien werden ausgegeben für Gelder eines Unternehmens, die schon ausgegeben wurden. Dann gibt das Unternehmen Aktien aus, um das Geld zurück in die Kasse zu bekommen.

    Mit der Lancierung der Aktie am Markt ist dieser Deal gelaufen. Eine tatsächliche Rückzahlung der Summe findet niemals statt. Nur manchmal werden Zinsen gezahlt - soll heißen Dividende. Der innerte "Wert" der Aktie ist hingegen NULL. Den aktuellen "Liebhaberwert" sieht man dann an der börse, aber nur solange es Liebhaber und das Unternehmen gibt.

  • Schon Wahnsinn was da gerade in den Märkten passiert - mir kommt das alles nur noch völlig durchgeknallt, irreal und frei jeglicher menschlichen Vernunft und Weitsicht vor. Wer als einzelnes individuum versteht das eigentlich noch, was da gerade passiert?
    Wer blickt da wirklich noch durch und weiß, was er tut?

  • na warum ist der dax wohl so "stabil" mmmh?

    weil jeden tag köfferchen und lasterchen mit frischgedrucktem zu onkel dagobert in den geldspeicher fahren damit er seine habgier und spielsucht weiterbetreiben kann.

    ganz einfache rechnung

    die blase wächst und wächst mit frischgedrucktem...

    fragt sich wie lange das noch gut geht - fakt ist das mit der menge an frischgedrucktem die in die banken und versicherungskonzerne reingefahren wird alles absolut blasenmässig überbewertet ist

    und der blöde anleger, der dumme michel merkt es nicht, das seine kohle, in lebensversicherungen u. ä. schon kurz davor steht sich selbst aufzulösen....wäre ja nicht das erstemal gewesen..

    dieses eu-spielcasino ist wie ein euroentwertender fluch...in den usa sieht es nicht anders aus....

    wie ein riesen spielsalon mit lauter frischgedrucktem...

  • Nachdem Deutschland, über den Export in diese Länder, am meisten von ihrer Kauffreudigkeit profitiert hat.

  • @[1] Mathematiker,

    Deutschland will diese Ländern nicht helfen, sondern bestrafen oder hinaus werfen.
    Vielleicht beides.
    Deutsch bleibt Deutsch!

  • Eine mögliche Hilfe für überschuldete Euroländer wäre eine befristete besteuerung der importe aus den anderen Euroländer, das würde die beschäftigung, folglich die Steuereinnahmen in diesen Länder erhöhen und auch die Ungleichgewichte in den Handelsbilanzen beseitigen. Das wäre auch leichter durch zu setzen als eine direkte Hilfe oder „bail Out“ was die Europäische Verträge sowieso verbieten.

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