Börse Frankfurt Dax schließt über 8.200 Punkte

Der Dax kann dank der Aussagen Ben Bernankes die Woche deutlich im Plus abschließen. In der kommenden Woche sind neue Rekorde möglich. Doch in China wächst bereits die Skepsis gegenüber der Geldpolitik der USA.
Update: 12.07.2013 - 17:50 Uhr 82 Kommentare

Fünf Gewinntage lassen Anleger strahlen

FrankfurtWas würden die Börsen ohne Ben Bernanke machen. Wahrscheinlich würden sie der Hysterie verfallen, Anleger ihre Aktien verkaufen und die Indizes ins Verderben stürzen. Doch bisher war immer auf den Chef der US-Notenbank verlass. Seine erlösenden Worte am Mittwochabend schoben den Dax in den letzten zwei Handelstagen der Woche deutlich an.

Der anhaltend positive Effekt der Aussagen Bernankes sorgte beim Deutschen Aktienindex für einen grünen Wochenausklang. Am Freitag schloss der Leitindex 0,7 Prozent fester auf 8.213 Punkte. In der zweiten kam der MDax auf ein Plus von 0,1 Prozent auf 14.014 Punkte. Der TecDax ging mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent auf 992 Zähler ins Wochenende.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte den Anlegern am Mittwochabend versprochen, dass die US-Wirtschaft für absehbare Zeit "eine sehr expansive Geldpolitik" braucht. Damit nahm er den Märkten die Sorge, die Federal Reserve werde schon bald aus ihrer Politik des billigen Geldes aussteigen.

"Die Märkte sind mit den Aussagen über die finanzielle Lage und die schwache Inflation beruhigt worden", sagte Anlagestratege Guy Foster von Brewin Dolphin mit Blick auf die jüngsten Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Die Situation am US-Arbeitsmarkt verbessere sich zwar, aber die Preise seien immer noch sehr niedrig. "Für die Fed gibt es von daher kaum einen Grund, ihre Geldpolitik zu straffen."

Der Dollar reagierte wie die Börsen positiv auf die Aussagen Bernankes und konnte auf den Euro wieder Boden gutmachen. Am Abend verlor der Euro gegenüber dem Dollar 0,4 Prozent und wurde mit 1,3037 Dollar bewertet.

Diese Aktien rocken die Börse

EUROMICRON AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1K0300
Börse
Xetra

-0,14 -2,40%
+5,70€
Chart von EUROMICRON AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Euromicron
1 von 20

Euromicron

Der Netzwerkspezialist kämpft wegen der Branchenflaute mit rückläufigen Erträgen. Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz leicht auf 77,3 Millionen Euro, der Gewinn sackte um ein Drittel auf 2,2 Millionen Euro ab. Für das Gesamtjahr zeigt sich Euromicron unverdrossen. Auch dank des laufenden Konzernumbaus werde der Umsatz um bis zu zehn Prozent auf bis zu 365 Millionen Euro zulegen. Das Unternehmen sei auf Kurs, bis 2015 Einnahmen über 500 Millionen Euro zu erreichen.

Entwicklung 1. Halbjahr: - 21,6 Prozent*

* Die Rangliste beinhaltet im HDax (Dax, MDax und TecDax) gelisteten Unternehmen

SGL CARBON SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007235301
Börse
Xetra

-0,15 -1,32%
+11,15€
Chart von SGL CARBON SE INHABER-AKTIEN O.N.
SGL Carbon
2 von 20

SGL Carbon

Weil das Kerngeschäft mit Grafitelektroden und Spezialgrafiten nach wie vor nicht anspringen will, strich der Kohlefaser-Spezialist Ende Juni erneut seine Jahresprognose zusammen. Die Anleger reagierten auf die trüben Aussichten mit massiven Aktienverkäufen: Die Papiere des MDax-Konzerns stürzten zeitweise um knapp neun Prozent ab und markierten damit den tiefsten Stand seit Februar 2011. 

Entwicklung 1. Halbjahr: - 22,1 Prozent

SUEDZUCKER AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007297004
Börse
Xetra

+0,03 +0,21%
+12,13€
Chart von SUEDZUCKER AG INHABER-AKTIEN O.N.
Südzucker
3 von 20

Südzucker

Nach einem Rekordgewinn im vergangenen Geschäftsjahr erwartet der Südzucker-Vorstand einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses auf rund 825 Milliarden Euro. Zuletzt wirkten sich Vorwürfe wegen illegaler Preisabsprachen unter den Zuckerproduzenten negativ auf den Kurs des Papiers aus. Mitte Mai senkte ein Analyst der Deutschen Bank das Kursziel der Aktie von 31 auf 24 Euro.

Entwicklung 1. Halbjahr: - 22,1 Prozent

AURUBIS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006766504
Börse
Xetra

-0,86 -1,37%
+61,84€
Chart von AURUBIS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Aurubis
4 von 20

Aurubis

Die schwächere Nachfrage nach Kupferprodukten sowie geringere Preise für Schwefelsäure und Recyclingkupfer setzen der Kupferhütte zu. Statt eines bereinigten Vorsteuergewinns auf Vorjahreshöhe geht Aurubis für das im September auslaufende Geschäftsjahr von einem geringeren Ergebnis aus. Von Januar bis März machte Aurubis, an der der Stahlkocher Salzgitter beteiligt ist, nur einen bereinigten Vorsteuergewinn von einer Million Euro. Vor einem Jahr hatte noch ein Plus von 87 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Entwicklung 1. Halbjahr: - 25,2 Prozent

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
Xetra

-0,05 -0,24%
+21,16€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE
5 von 20

RWE

Auch für den Essener Energiekonzern war 2013 bislang kein besonders gutes Jahr. Einen Lichtblick gab es Anfang Juli. Nach einem langen Preisstreit mit Gazprom hat das Wiener Schiedsgericht dem Versorger die Rückerstattung von Zahlungen seit Mai 2010 zugesprochen.  Allerdings entsprechen die finanziellen Auswirkungen des Schiedsspruchs nicht den Erwartungen des Unternehmens und haben keine Auswirkungen auf die Prognose für das Geschäftsjahr 2013. Viele Anleger nahmen das im Juli zum Anlass aus dem Papier zu flüchten.

Entwicklung 1. Halbjahr: - 26,5 Prozent

Software AG

WKN
ISIN
Börse

Chart von Software AG
Software AG
6 von 20

Software AG

Der seit Monaten rapide sinkende Aktienkurs des Darmstädter Konzerns nährte in der letzten Zeit Spekulationen über die Zukunft von Vorstandschef Karl-Heinz Streibich. Rückendeckung bekam der Unternehmenslenker vom Hauptaktionär: Das Unternehmen sei ein sehr werthaltiges Investment, die Perspektiven seien hervorragend, sagte Mitte Juni Hans Otto Geidt, der das Asset Management der Software AG Stiftung leitet.

Entwicklung 1. Halbjahr: - 26,8 Prozent

DIALOG SEMICONDUCTOR PLC REGISTERED SHARES LS -,10

WKN
ISIN
GB0059822006
Börse
Xetra

-0,15 -0,91%
+16,92€
Chart von DIALOG SEMICONDUCTOR PLC REGISTERED SHARES LS -,10
Dialog Semiconductor
7 von 20

Dialog Semiconductor

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend rechnet der Halbleiterhersteller für das zweite Quartal mit einem Umsatzrückgang. Trotzdem blickt der TecDax-Konzern nach vorne. Mit der Übernahme des US-Konkurrenten iWatt soll die Kundenbasis verbreitert werden. Von Ende kommenden Jahres an soll sich die Übernahme laut Dialog positiv beim Gewinn von Dialog niederschlagen.

Entwicklung 1. Halbjahr: - 29,5 Prozent

China sieht einen Ausstieg der Fed aus ihrer ultralockeren Geldpolitik mit gemischten Gefühlen. Der chinesische Finanzminister Lou Jiwei sagte in Washington, sein Land unterstütze die Pläne der USA für ein Ende des Anleihekaufprogamms, sobald es die Umstände zuließen. "Früher oder später" werde dies der Fall sein. Es sei aber wichtig zu bedenken, dass die Geldpolitik der USA nicht nur Auswirkungen auf die eigene Volkswirtschaft, sondern auch auf die gesamte Geldpolitik habe, fügte Lou Jiwei hinzu. Für Schwellen- und Entwicklungsländer könnte der Schritt zu Volatilität führen.

Chinas Finanzminister rechnet für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von sieben Prozent. "Trotz der Verlangsamung von Chinas Wachstumsrate, zahlen sich die Strukturreformen aus", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua den Minister.

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82 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt über 8.200 Punkte"

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  • "... selbst Ratingagenturen mit der Herabstufung von Frankreich schaffen kurz mal5 "Panikpunkte" nach unten für ein paar Minuten im Dax"

    Der nächste super Experte.

    Für alle, die es nachwievor nicht verstanden haben, den Casino-Bankstern sind sämtliche Nachrichten egal.
    Entscheidend ist nur noch (die abgesprochene) Programmierung der Computer.
    Ein Plus bzw. Minus ein Index von 2-3% (= Multi-Milliarden) innerhalb von wenigen Stunden wird zur Mode ... so, wie's eben paßt.

    Mafia, Terrorismus, etc. ist noch die mit Abstand harmloseste Form dessen, was dieses Finanzmonstrum veranstaltet. Aber alles legal ... im Gegensatz zu der abscheulichen Tat einer Kassiererin ein paar Cent Pfand zu unterschlagen.

    Auf gut Deutsch: Die Strippenzieher sch.... auf alles, nur das Ergebnis zählt.

    Allen Besserwissern viel Glück.

  • Sorry, GuteNacht, das sind keine schlechten Nachrichten sondern nachprüfbare Tatsachen.

    Weitergehend möchte ich mich hier jedoch trotz Jahrzehnte langer Erfahrung nicht auslassen.

    Ihr angegebenes Ziel bis Ende Juli jedoch ist wenig inspirierend, d.h. wenig lukrativ bei gleichzeitig hohem Risiko.

    Auch wenn derzeit unwahrscheinlich ist, kann es auch flott abwärts gehen, wobei ich eher mit einer Seitwärtsbewegung rechne.
    Mit anderen Worten: 8250 ist noch drin.

  • So eine Scheiße. Warum hat mir das denn keiner Ende letzter Woche gesagt? Dieser verdammte Pessimismus der ganzen frustrierten Seelen hier in dem Forum ist immer zum kotzen.
    Letztes Jahr dieser Hamburger und Sodener-Depp, und heuer trauen sich diese ganzen Loser immer nur noch mit wechselnden Namen ihren Müll hier zu posten.

  • Dreimal werden wir noch wach,
    dann wird der Dax platt gemacht.

  • Naja, klar wird Goldman Sucks 'nen dicken Gewinn ausweisen. Ist ja auch keine Kunst bei den unzähligen in den Ar$ch geschobenen Milliarden.

    JPM war ja auch nicht schlecht heute ... aber trotzdem im Minus.
    Könnte es sein, daß gute Nachrichten vielleicht längst eingepreist sind?

    Sicher, es kann weiter hoch gehen ... es können ja nicht genug dumme Kleinanleger noch in den Markt gesogen werden.

    Ich will halt nur jeden warnen auf dem Level nachzukaufen oder gar einzusteigen.

  • Die können jetzt soviel schlechte Nachrichten verkünden wie sie wollen, selbst
    Ratingagenturen mit der Herabstufung von Frankreich schaffen kurz mal
    5 "Panikpunkte" nach unten für ein paar Minuten im Dax
    Das einzige was interessiert, ist ob die Notenbanken weiter zur Verfügung stehen
    als "Bürgschaft"
    Und Daimler bzw JP wieder haben wieder Milliardengewinne
    verkündet. Goldmann wenn erst seine Zahlen verkündet, dann 8450 im Dax
    bis Ende Juli und dann kann man auch die Puten mal wieder auspacken

  • "Frankreich verliert letztes Spitzen-Rating"

  • Du bist einfach toll

  • Noch ein kleines Update von gestern:

    10 (16) Gewinnverfehlungen
    Verhältnis Up-/Downgrade: 1 zu 4

    Daneben wieder mehr Erstanträge und heute weiter fallendes Verbrauchervertrauen + massiv geschöntes CPI.

    Ich denke, daß selbst ein x-faches QE nicht reichen wird, um die todgeweihte Wirtschaft drüben zu retten.

    Ach noch was: Fallende Kurse - auch beim DAX - kommen nicht erst, wenn irgendeine QE-Reduktion o.ä. verkündet wird.
    Das wäre zu einfach ...

  • Was ist der Unterschied zwischen dem HB und einem Propaganda-Blatt?

    Das Propaganda-Blatt ist ehrlicher!

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