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Börse Frankfurt Dax schließt wieder unter 10.000 Punkten

Die Freude über die Zurückhaltung der Fed-Chefin Yellen ist an den Börsen verebbt. Der Dax schloss wieder unter 10.000 Punkten. Auch der steigende Euro machte dem Index zu schaffen.
Update: 31.03.2016 - 17:48 Uhr

Dax fällt wieder unter 10.000 Punkte

Frankfurt Zum Quartalsende haben die Anleger an Europas Aktienmärkten eine Atempause eingelegt. Der Dax kämpfte am Donnerstag mit der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Er schloss 0,8 Prozent im Minus bei 9947 Zählern, der EuroStoxx50 verlor 1,2 Prozent auf 3006 Punkte. „Das ist ein Luftholen nach dem Anstieg“, sagte ein Börsianer mit Blick auf das Plus von 1,6 Prozent im Dax am Mittwoch. Die Umsätze seien überschaubar, Impulse gebe es kaum, und so kurz vor dem Quartalsultimo wolle niemand ein Risiko eingehen.

Am Mittwoch hatte US-Notenbank-Chefin Janet Yellen Spekulationen auf eine Zinserhöhung schon im April gedämpft . Dies belastete vor allem den Dollar, was im Gegenzug den Euro auf ein Fünf-Monats-Hoch von knapp 1,14 Dollar schob. Dadurch verschlechtern sich wieder die Wettbewerbschancen der europäischen Exportindustrie auf dem Weltmarkt. Das belastete die Kurse zusätzlich etwas.

Am Freitag könnten nun die März-Daten vom US-Arbeitsmarkt Aufschluss darüber geben, wie lange die Notenbank in Washington weiter ohne eine Zinserhöhung auskommt. Der am Donnerstag veröffentlichte Wochenbericht vom Arbeitsmarkt fiel in etwa wie erwartet aus und bewegte die Kurse kaum.

Bei den Dax-Werten drückten Gewinnmitnahmen die Aktien von E.ON nach einem Kursplus von mehr als sechs Prozent am Mittwoch um rund 2,7 Prozent. Auf Talfahrt blieben die Titel der Deutschen Post, die mehr als zwei Prozent verloren.

In Paris gerieten Telekom-Werte angesichts des sich hinziehenden Fusionspokers der Mobilfunkunternehmen Orange und Bouygues unter Druck. Die Frist für die Verhandlungen wurde von beiden Seiten um drei Tage verlängert, da es keine Fortschritte bei den Gesprächen gibt. Orange verloren 1,3 Prozent, Bouygues 3,5 Prozent.

Wenn Aktienkurse einbrechen

VTION WIRELESS TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CHEN993
Börse
HAM

+0,05 +25,00%
0,00€
Chart von VTION WIRELESS TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.
Vtion Wireless Technology
1 von 11

Auf dem ersten Platz landete mit der Vtion Wireless Technology AG ein Neuling. Der Anbieter von Mobilfunk-Datenkarten musste Mitte 2015 einen massiven Umsatzeinbruch vermelden, was den Kurs einbrechen ließ. Das Unternehmen brachte den Eigentümern sowohl auf Fünf-Jahres-Sicht (-91 Prozent), also auch in der dreijährigen (- 78,38 Prozent) und einjährigen Betrachtung ( -70,97 Prozent) wenig Freude.

Singulus Technologies

WKN
ISIN
Börse

Chart von Singulus Technologies
Singulus Technologies
2 von 11

Der zweite Platz auf der Kapitalvernichterliste geht an den Maschinenbauer Singulus Technologies. Die Gesellschaft ist schon ein alter Bekannter in der Watchlist. Nach Platz 32 im Jahr 2014 und Platz 6 im vergangenen Jahr ging es jetzt noch weiter nach oben. Kursverlust in den vergangenen fünf Jahren; 93,39 Prozent.

11 88 0 SOLUTIONS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005118806
Börse
Xetra

+0,01 +0,96%
0,00€
Chart von 11 88 0 SOLUTIONS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Telegate
3 von 11

Die Telegate AG ist nach eigenen Angaben der zweigrößte Anbieter für Telefonauskunft und regionale Werbung. In den vergangenen Jahren lief das Geschäft schlecht: „Wir sind natürlich nicht zufrieden mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2015“, sagte Vorstandschef Christian Maar bei der Vorstellung der Bilanz für 2015. Um langfristig am Markt erfolgreich bestehen zu können, habe man im Herbst letzten Jahres den Reset-Knopf drücken müssen. Auf Fünf-Jahres-Sicht hat das Unternehmen mehr als 83 Prozent verloren.

TELES AG INFORMATIONSTECHNOL. INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007454902
Börse
Xetra

0,00 0,00%
0,00€
Chart von TELES AG INFORMATIONSTECHNOL. INHABER-AKTIEN O.N.
Teles
4 von 11

Die Teles AG ist Hersteller von Kommunikationslösungen. 2015 beschloss das Unternehmen eine grundlegende Umstrukturierung. Ein kontinuierlicher Umsatzrückgang mit unbefriedigender Stückzahlen habe tiefe Spuren hinterlassen, hieß es in einer Mitteilung. Kursverlust auf Fünf-Jahres-Sicht: 79,0 Prozent.

AIXTRON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A0WMPJ6
Börse
Xetra

-0,01 -0,12%
0,00€
Chart von AIXTRON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Aixtron
5 von 11

Aixtron ist das einzige Unternehmen aus dem TecDax in den Top 10 der Kapitalvernichter. Die Kursverluste des Maschinenbauers aus Herzogenrath begründeten Börsianer die Kursverluste unter anderem mit der generell schlechten Stimmung im Technologiesektor. In den vergangenen fünf Jahren rutschte der Kurs um 85 Prozent ab. Bei Aixtron wirke außerdem der Wirbel um einen chinesischen Großauftrag im Dezember noch negativ nach, sagte ein Händler. Nach der Reduzierung auf nur noch drei von mehr als 50 Anlagen durch den chinesischen Leuchtdioden-Hersteller Sanan Optoelectronics hatte der Vorstand seine Jahresziele eingedampft. Börsianer hatten von einer Katastrophe für das Unternehmen gesprochen und die Aktien aus ihren Depots geworfen. Im Monat Dezember brachen Aixtron insgesamt um rund 45 Prozent ein.

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
Xetra

+0,51 +1,99%
0,00€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
6. RWE
6 von 11

Der Energieversorger ist der einzige Dax-Wert, den die DSW in den Top Ten der Watchlist über die größten Kapitalvernichter führt. Die 2011 beschlossene Energiewende hat den Essener Konzern gehörig unter Druck gesetzt. Die Aktie verlor auf Fünf-Jahres-Sicht mehr als 76 Prozent an Wert. RWE-Chef Peter Terium hat auf das schwierige Marktumfeld reagiert. Wie sein Konkurrent Eon will er den Konzern aufspalten – in eine Sparte, die das konventionelle Geschäft mit Kraftwerken weiterbetreibt und eine Sparte mit dem Zukunftsgeschäft, den erneuerbaren Energien. Letztere will Terium künftig selbst führen.

YOC AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005932735
Börse
Xetra

-0,18 -4,62%
0,00€
Chart von YOC AG INHABER-AKTIEN O.N.
7. Yoc
7 von 11

Bei Yoc handelt es sich um ein Unternehmen, das sich auf Mobile Advertising spezialisiert hat. Dass das moderne Leben sich immer mehr vor dem Smartphone- oder Tablet-Bildschirm abspielt – und somit der Bedarf an mobiler Werbung steigt – hat dem Kurs des 2000 gegründeten Unternehmens offenbar gar nicht geholfen. Seit Anfang 2011 brach er nahezu völlig in sich zusammen, um 94 Prozent. Immerhin: Seit Anfang des Jahres stieg er um mehr als ein Viertel. Im ersten Quartal 2016 rechnen die Berliner mit einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent.

TUI kletterten hingegen um mehr als sieben Prozent auf ein Sieben-Wochen-Hoch von 1103 Pence. Damit waren sie Spitzenreiter im britischen Leitindex FTSE. Europas größter Tourismuskonzern ist wegen einer steigenden Nachfrage nach Spanien- und Fernreisen zuversichtlich für die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr.

Der Dax steuert derweil auf die schlechteste Drei-Monats-Bilanz seit dem zweiten Quartal 2015 zu. Allein in der ersten Handelswoche des neuen Jahres hatte er mit einem Wochenverlust von gut acht Prozent den schwächsten Jahresauftakt seiner Geschichte hingelegt. In diesem Quartal habe sich alles um drei Dinge gedreht, sagte Kevin Daly von Aberdeen Asset Management. „Rohstoffe, China und Zentralbanken.“

Im Januar waren die Ölpreise erstmals seit rund zwölf Jahren unter die psychologisch und technisch wichtige 30-Dollar-Marke gerutscht. In China hatte die Angst vor einer Konjunkturdelle die Börsen gleich mehrfach einbrechen lassen. Im März überraschte die EZB die Märkte dann aber mit einer kräftigen neuen Geldspritze, indem sie unter anderem die Leitzinsen auf null Prozent senkte und die Anleihekäufe ausweitete. Spekulationen auf eine Deckelung der Öl-Förderung stützten zudem die Ölpreise. Am Donnerstag kostete Nordseeöl der Sorte Brent mit 39,79 Dollar rund 1,5 Prozent mehr als am Mittwoch und sogar etwas mehr als vor drei Monaten. Somit konnten Dax & Co im März etwas Boden gutmachen.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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