Börse Frankfurt Dax schließt zweiten Tag in Folge im Plus

Die Anleger bleiben weiter in Kauflaune. Die Entscheidung der chinesischen Notenbank den Leitzins zu senken sorgte heute für den entscheidenden Impuls. Die Fed warnte indes vor den möglichen Gefahren der Euro-Krise.
Update: 07.06.2012 - 17:49 Uhr 43 Kommentare

China sei Dank: Dax zieht im Feiertagshandel an

FrankfurtGetrieben von einer Leitzinssenkung in China und einer Anleiheauktion durch Spanien hat der Dax den zweiten Tag in Folge im Plus geschlossen. Der deutsche Leitindex ging mit einem Kursgewinn von 0,82 Prozent auf 6144 Punkte aus dem Handel. Die zweite Reihe konnte ebenfalls kräftig zulegen: Der MDax legte gut zwei um Prozent auf 10 239 Punkte zu, der TecDax konnte um 1,6 Prozent auf 748 Punkte zulegen.

Die Leitzinssenkung in China sei für den Aktienmarkt psychologisch wichtig, denn möglicherweise stehe damit ein neuer Zyklus von Zinssenkungen bevor, sagte ein Händler. Die Auktion Spaniens werde als ein Zeichen der Stabilisierung des spanischen Marktes gesehen, sagte ein Marktanalyst

Enttäuscht über fehlende Hinweise auf eine erneute Lockerung der Geldpolitik haben Investoren am Nachmittag auf Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke reagiert. Der büßte in der Folge einen großen Teil seiner Kursgewinne wieder ein.

Auch der Euro ließ Federn. Die Gemeinschaftswährung fiel zurück auf 1,2568 Dollar, nachdem sie zuvor in der Hoffnung auf neue Konjunkturstützen der US-Notenbank bis auf 1,2625 Dollar gestiegen war. Am Rentenmarkt grenzte der Bund-Future seine Verluste auf 74 Ticks ein, vor den Bernanke-Aussagen hatte er in der Spitze um 112 Ticks nachgegeben.
Der Fed-Chef hat zwar die generell die Bereitschaft der Notenbank bekräftigt, Maßnahmen zum Schutz des Finanzsystems und der US-Wirtschaft zu ergreifen. Er sagte zudem, die bisherige Wirtschaftskraft der USA reiche noch nicht, um bedeutende Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt zu erzielen. Allerdings gab er keinen Hinweis auf eine kurz bevorstehende erneute Lockerung der Geldpolitik (QE3). Genau darauf hatten Investoren aber gehofft.

Am US-Jobmarkt gibt es derweil einen leichten Hoffnungschimmer. Rund 377.000 Amerikaner stellten in der vorigen Woche erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe und damit 12.000 weniger als zuvor, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Dies war der erste Rückgang seit April. Von Reuters befragte Experten hatten im Schnitt mit dieser Zahl gerechnet.

Hoffnungen auf eine Rettung der spanischen Banken haben am Vormittag für Auftrieb gesorgt. Spanien will unbedingt vermeiden, dass es durch seine Bitte als Schuldensünder gebrandmarkt und mit den Hilfeempfängern Griechenland, Irland und Portugal in einen Topf geworfen wird. Das hoch verschuldete Land könnte aber unter einen - im Rahmenvertrag für den aktuellen Euro-Notfonds EFSF vorgesehenen - "kleinen" Rettungsschirm schlüpfen und nur Geld zur Rekapitalisierung seiner Banken in Anspruch nehmen. Die Hoffnungen auf eine baldige Lösung seien gestiegen, hieß es in einem Kommentar der Royal Bank of Canada.

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43 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt zweiten Tag in Folge im Plus"

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  • Regel Nr.4
    "Sie"

    Lesen Sie alle Beiträge des Threads chronologisch und setzen Sie sich dabei intensiv mit Ihren Gefühlen auseinander: Das erspart Ihnen ganz nebenbei die Sache mit der morgentlichen Gymnastik oder dem Bodystiling.

    Ich wünsche den Teilnehmer ein gutes,verlängertes Wochenende. Genießen Sie es.

  • Geburtenstarke Jahrgänge

    Im Durchschnitt ist die Monotonie der personellen Kaliografie eine mindere als in der synthetischen Kritik erwähnt. Darunter ist das Multiplex der DAX-Komponente höher als der Quotient aus Leistungssprektrum und Marginalanalyse. Was zu beweisen war.

  • Wer die Papiere nicht verkauft, wenn sie fallen,
    hat sie immer noch, wenn sie weiter fallen.

  • @ OMG

    Demographiestarke Länder

    Das hatten Sie und ich erörtert

    Risikomangement

    In der Finanzregression ist der DAX bis dato ca. 18% gefallen. Meine persönliche Beurteilung: Aufgrund des reversal müssen die Investoren bis ca,25% herunter. Da geht kein Weg. Aber das ist multidimensional zu beurteilen und abzuwägen. Darum in einem anderem Forum: Schumpeter könnte geisteswissenschaftlich und naturwissenschaftlich sowohl ökonomisch als auch ethisch und politisch das Richtige sein

  • Ich würde nicht ausschließen, dass der DAX auf 5000 oder sogar weit darunter fällt. Kommt drauf an wann, und was zwischendrin so alles passiert.

    Ich gehe aber auch davon aus, dass er sich hinterher wieder irgendwann erholen wird und vielleicht noch wesentlich besser dastehen wird. (Man sollte nicht nur über den DAX sinnieren, sonder auch andere, demographiestärkere Länder in Betracht ziehen.)

    Eines schließe ich jedoch aus, nämlich dass die Zukunft so einfach vorhersehbar ist, wie sich das manche hier vorstellen.

    Entscheidend bei der Geldanlage ist das Risikomanagement. Das stimmt hier bei vielen nicht.

  • @OMG

    Schön wenn sich dann eure Einschätzungen decken.

    @Mary

    Welche Regel? Wiederholen Sie die doch mal?

  • @Privatanleger

    Sie benutzen die Vokabeln eines Trader-Junkies,
    stellen andererseits dämliche Fragen.
    Sie sind nicht authentisch.

  • @ Privatanleger

    Mal ganz ehrlich: Ihr Gefasel ist hier überflüssig. Erstens duzen wir uns nicht. Zwietens wird der DAX mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auf 5000 Punkte fallen.
    Siehe Regel Nr.1

  • @Privatanleger: Offensichtlich liest Flossbach meine Postings. :-)

  • Am 5.6. hatte ich Ihnen vorgeschlagen sich ein Scheibchen vom Dax abzuschneiden und es in den Tresor zu stecken.




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