Börse Frankfurt Dax setzt Negativserie fort – Ende nicht in Sicht

Wieder nicht geschafft: Schlechte Nachrichten aus China und der Eurozone machten dem Dax zu schaffen. Die sicheren Bundesanleihen kamen heute auch ins straucheln. Die Börsianer sind sich einig: Die Rezession kommt.
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Ein frustrierender Handelstag für die Händler. Quelle: Reuters

Ein frustrierender Handelstag für die Händler.

(Foto: Reuters)

FrankfurtSeit acht Tagen kennt der Dax nur eine Richtung: Nach unten. Mit dem heutigen Minus von 1,4 Prozent auf 5.458 Punkte setzte der Leitindex seine Negativserie fort, die mittlerweile die drittlängste in seiner Geschichte ist. Der MDax gab heute 1,3 Prozent nach auf 8.106 Punkte und der TecDax verlor ein Prozent auf 636 Zähler.

Über den ganzen Handelstag hindurch schaffte der Dax keine stabile Seitwärtsbewegung. Die Anleger setzten vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Marktlage auf kurzfristige Gewinnmitnahmen. Viele Börsianer befürchten nämlich, dass die Konjunktur in der Euro-Zone in die Rezession abstürzt. Dies bestätigte dem Finanzdienstleister Markit zufolge auch eine Umfrage unter Einkaufsmanagern, die den dritten Monat in Folge ein Schrumpfen der Wirtschaft signalisierte. Heute nährte zudem die schwache Auktion der Bundesanleihen die Skepsis der Anleger.

Am Vormittag wurde bekannt, dass die Nachfrage nach zehnjährigen Bundesanleihen nicht den Erwartungen entsprach. Statt den angepeilten Einnahmen in Höhe von sechs Milliarden Euro waren es am Ende nur 3,9 Milliarden. Analysten sprachen von einem Desaster. „Es ist besorgniserregend, dass die beste Bonität Europas sich nicht im geplanten Umfang refinanzieren konnte“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. „Wir werten das als Misstrauensvotum gegen die Euro-Zone.“.

Doch schon vor Handelsbeginn war klar, dass der heutige Handelstag kein guter werden würde. Denn das Thema Euro-Schuldenkrise hat die Märkte auf der ganzen Welt immer noch fest im Griff.

In Europa waren Spanien und Frankreich die heutigen Sorgenkinder. Spanien fiel schon gestern mit erhöhten Renditen auf ihre Staatsanleihen auf. Sie erreichten den höchsten Stand seit 14 Jahren. Frankreich rückte heute durch die US-Ratingagentur Fitch in den Fokus. Der Agentur nach sei die Bestnote für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in Gefahr, sollte sich die Schuldenkrise verschärfen. Schon am Montag hatte Moody's vor einer Herabstufung Frankreichs gewarnt. Dabei spielt auch die Schieflage der französisch-belgischen Bank Dexia eine Rolle. Medienberichten zufolge könnte die Rettung der Bank Frankreich mehr als gedacht kosten.

Aus Asien erreichen im Zuge der Euro-Schuldenkrise auch immer mehr besorgniserregende Nachrichten die europäischen Märkte. Laut dem Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC schrumpften die Geschäfte in Chinas Industrie so stark wie seit März 2009 nicht mehr und lagen mit 48 Punkten unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. „Zu den Sorgen um die Euro-Krise gesellt sich nun auch die Angst vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft - das ist eine unglückliche Mischung, die nicht gerade für Kauflaune unter den Anlegern sorgt“, sagte ein Händler.

Die US-Börsen konnte am Mittwoch ebenfalls nicht überzeugen. Neben den Problemen in Europa belasteten schwache Arbeitsmarktdaten die Börsen in Übersee. Der Dow-Jones verlor nach Frankfurter Börsenschluss 1,6 Prozent auf 11.310 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,6 Prozent nach auf 1.169 Zähler nach und die Technologiebörse Nasdaq-100 verlor 1,7 Prozent auf 2.180 Punkte.

Sorgenfalten der Anleger werden tiefer

„Der Eurozone steht das Schlimmste noch bevor.“
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72 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax setzt Negativserie fort – Ende nicht in Sicht"

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  • Automatische Gewinn/Verlustverrechnung im Verlustverrechnungstopf "Aktien".

  • *LACH* DAX setzt das negativ fort? Hahaha... Herrschaften nur ruhig Blut. Das war noch gar nichts. Der richtige Knaller kommt erst noch und dann können wir von "negativ" sprechen. Noch lachen die meisten.

  • Aktie 2011 Oktober Preis 10 EUR
    Aktie 2011 November Preis 8 EUR

    Neueinstieg 2011 Dezember 6 EUR
    Verkauf 2012 Mai 12 EUR

    Da ich nur einen tatsächlichen gewinn von 4 EUR habe wollte ich fragen wie das verrechnet wird ich will nicht volle 25% auf die 6EUR gewinn bezahlen sondern bestmöglich max auf die 4 EUR da ich ja anfangs mit verlust verkauft habe.

    Wie wird das bei Flatex abgewickelt?

    besten dank

  • @Matteus: Präzisiere die Frage bitte. Willst Du die durch den zukünftigen Verkauf realisierten Verluste verrechnen? Mit realisierten Gewinnen dieses Jahres oberhalb Deines FSA? Dies erfolgt i.d.R. automatisch über Deine Bank/Deinen Broker, falls der Sitz in D ist und Du nur bei einem Institut handelst/investierst. Falls nicht, Verlustbescheinigung anfordern und dies über die Steuererklärung für 2011 erledigen. Und Steuern sollten niemals alleiniger Grund einer Anlageentscheidung sein, damit sind schon viele "Anleger" auf die Nase gefallen (Ostplatte...)

  • HI,

    ich bin neu an der Börse und habe leider bei 6.000 den Dax sowie ein paar Aktien gekauft.
    Nun möchte ich diese verkaufen in der hoffnung günstiger einsteigen zu können.

    Jetzt weiß ich leider nicht, wie es mit der Abgeltungssteuer ausschaut da ich ja verluste habe und diese gerne gegenrechnen würde wenn ihr versteht was ich meine.


    Lieben Dank euch!

    greetz

  • " .... Inhaltlich wie immer null, aber es alles andere wäre auch eine unrealistische Erwartung gewesen. ..."

    Hahaha, das überfordert Manchen!

    Nee, das ist mein erste Post heute und der Letzte für dieses Jahr, so wie angekündigt.

    Bin gaaaanz weit weg und habe eben Hotel-WiFi gecheckt. Dabei soll es bleiben.

  • Chilli scheint sich ja auszukennen.Kenn da noch einen der in einer ähnlichen Branche war,und von der jetzigen keine Ahnung hat:Riester,der ehemalige Fliesenleger ;-)

    schöner Dow Drop,punktgenau bis halb 6 wie letzte Woche beschrieben.altes Muster.würd mich ja nicht wundern wenn es einen intraday reversal gibt.
    Tiefer wirds kaum gehen bei -2%.
    In dem sinne geh ich mal zum Apres ski....

  • =)
    1,2274

  • Es gibt nichts, was besser mit penetranter Rechthaberei korreliert als der Bestand an Bohnerwachs.

  • Chilly: Erklär mir mal bitte den Bohnerwachsspruch...=)

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