Börse Frankfurt Dax setzt Verlustserie fort

Als hätten die Anleger nicht schon genug Krisenherde. Jetzt sorgen noch Proteste in Hongkong für Verunsicherung am Markt. Konjunkturdaten enttäuschten auch. Einer der wenigen Lichtblicke war die Allianz-Aktie.
Update: 29.09.2014 - 17:38 Uhr 15 Kommentare

Schwache Wall Street - Und der Dax sackt ab

FrankfurtDie vergangene Handelswoche war für den Dax äußert verlustreich – der Leitindex verlor mehr als drei Prozent an Wert. Am Montag setzte sich die Talfahrt fort und der Dax ging 0,7 Prozent schwächer bei 9.422 Punkten aus dem Handel.

Die Börse wurde von mehreren Faktoren belastet: Die lahmende Konjunktur in Europa bereitet Sorge und Anleger fragen sich, wann die Zinswende in den USA kommt. Zudem herrscht nach wie vor die Angst vor einer weiteren Eskalation der Ukraine-Krise. Schließlich kam am Montag noch ein neuer Krisenherd dazu: Hongkong.

Investoren fürchten, dass die Proteste in Hongkong auf das übrige China übergreifen könnten. Die Protestierenden lehnen sich gegen einen Beschluss der kommunistischen Führung Chinas auf, bei der Wahl des Chefs der Sonderverwaltungszone 2017 nur vorab ausgewählte Kandidaten zuzulassen. Damit ist eine Kandidatur von Regierungskritikern faktisch unmöglich. Die aktuellen Krawalle in Hongkong sind die schwersten seit der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an China 1997.

Der Hongkonger Leitindex Hang Seng fiel um knapp zwei Prozent. Gleichzeitig stockten einige Investoren ihre Dollarbestände auf. Ein US-Dollar stieg auf ein Sechseinhalb-Monats-Hoch von 7,7647 Hongkong-Dollar.

Auch in der Vorwoche hatte China für fallende Kurse gesorgt: Schwache Wirtschaftszahlen hatten die Anleger enttäuscht. „In den Handelsräumen herrscht zurzeit große Nervosität“, sagt Roger Peeters, Analyst bei Close Brothers Seydler. „Viele Investoren agieren immer vorsichtiger.“

Konjunkturdaten verschlechterten die Stimmung zusätzlich: Das Geschäftsklima in europäischen Unternehmen trübte sich im September ein und ist so schlecht wie seit fast einem Jahr nicht mehr.

Allianz-Aktie erholt sich vom Gross-Schock
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15 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax setzt Verlustserie fort"

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  • Käse hoch drei.Kurse mit den Tiefs aus 09,mit den Hochs aus 2014 zu vergleichen.das ist unseriös.Warum vergleichst Du nicht,die Nemax50 Kurse vom März 00,mit den TecDAX Kursen von heute?Der DAX oder der DOW wird aber nicht nochmal 180 % in nur 5,5 Jahren schaffen,so viel ist sicher.Überhaupt muss man erst mal abwarten.Im Moment liegt der DAX noch unter seinem Einstand 2014.Nochmal 25% wie 2013 wird er nie und nimmer schaffen.Fundamental stehen wir trotzdem viel zu hoch.Nur die Notenbanken,halten die Kurse oben.Aber das ist ein unlösbarer Widerspruch in sich.Entweder die Notenbanken haben Recht, und die Wirtschaft ist so marode,dass die Nullzinsen berechtigt wären,dann dürften wir bei DAX und DOW aber nicht an den absoluten ATH´s stehen,sondern wären massiv überbewertet oder sie ist es nicht und die Wirtschaft boomt ohne Ende,dass diese Kurse berechtigt sind,dann dürften die Zinsen aber nicht bei Null liegen.So und nun kann sich jeder aussuchen wer recht hat,die Notenbanken oder die Börsen.

  • eine Scheibe mit Zahlen von 8.000 bis 10.000 beschriften

    aufhängen

    mit mindestens drei Meter Abstand und mit verbundenen Augen mit Dartpfeilen draufwerfen

    fertig

    Gute Nacht und noch viel Spaß bei den Unterstützungen,die ja alle so toll halten,irgendeine wird schon halten und dann war das dann
    DIE UNTERSTÜTZUNG ALLER UNTERSTÜTZUNGEN

    LOL :) :)

  • @..BORIS BABBELER
    .................
    ..
    der eine sammelt seine bildzeitung
    und der andere nutzt die chartana-
    lyse für sinnvolle absicherungsge-
    schäfte mit Optionen..
    ..
    PS
    wer kritisiert, sollte alternativen
    aufzeigen.!!

  • DAX Chartechnik

    wie gut das die Unterstützung 9.365 gehalten hat,nur deswegen sind wir wieder über der 9.400.

    OK.die Unterstützung bei 9450 und 9430 hat nicht so richtig gehalten -also gar nicht unterstützt,
    aber dafür hatten wir ja noch die 9.365.

    Wenn die nicht gehalten hätte dann eben die 9.325,
    vielleicht,wenn nicht dann die 9.275...aber egal
    irgendwo setzt der Dax immer auf und dreht wieder,jedenfalls eine Weile,das ist dann die Unterstützung.

    Schön das wir die Orakelcharttechnik als Nachbetrachtung haben warum was passiert ist,einfach herrlich.
    Wenn man jetzt Dank der tollen Kerzen und Dochte und Kurven und Schulter-Kopfformationen vorher wüßte,ob es
    zuerst rauf oder runter oder runter dann rauf,
    oder ob die nächste oder übernächste Unterstützung auch hält,ja dann,dann könnte man damit nicht nur mit viel Glück Geld verdienen :)

  • Keiner ist verunsichert,eine Erklärung die nachgeschoben wird um realisierte Gewinne zu erklären.
    Wer oder was ist Hongkong,Kingkong irgendwaskong.
    Der besagte Sack Reis könnte nicht spannender sein.

  • Man beachte auch der Dax ist unter das 9.800er Level verkauft worden,außerdem hat er den Kampf um die 9600er Marke verloren und dadurch weitere Abschläge bis in den Bereich 9400 verkraften müssen.
    Es gibt eindeutige Anzeichen eines ersten De-Leveraging am Markt.
    Der Bruch der 9.600 hat den DAX technisch angekratzt es geht deshalb mit Dynamik unter die 9.400.
    Jetzt ist der Weg frei für die 9.000er Region,das ist der Lemmingeeffekt.
    Die Jahrestiefs werden wahrscheinlich getestet oder auch nicht.
    Die Jahresendrally kann danach starten oder auch nicht.

  • ...wenn der Index unter 4.900 gefallen wäre...

    Wichtig ist das die Kursindexvariante die bullishe Auflösung des aufsteigenden Pendants im Chartverlauf des Performanceindex.Um die Bestätigung nicht zu gefährden gilt es,in Zukunft nicht mehr unter das jüngste Verlaufstief bei 4.851 Punkten zurückzufallen,denn dann wäre gleichzeitig auch ein Rückfall in den Abwärtstrend seit dem Jahr 2000 bei aktuell 4771 Punkten zu beklagen.
    Solange aber eine negative Weichenstellung auf sich warten lässt,ist es zu früh den gegenwärtigen Aufwärtstrend abzuschreiben.
    Schließlich dokumentieren die markanten Lunten der letzten Quartalskerzen den unterstützenden Charakter der angeführten Bastion.Ein Anstieg über die letzten Quartalshochs bei kmapp 5200 Punkten würde dem DAX-Kursindex vielmehr neues Leben in Richtung der Parallelen bei aktuell 5.859 Punkten zum Haussetrend seit 2009 einhauchen.

  • "Für Verunsicherung sorgen vor allem die Proteste in Hongkong. Investoren fürchten, dass die Unruhen auf das übrige China übergreifen könnten"

    Ausschließen kann man so etwas natürlich nicht - ich denke aber, dass aus Investorensicht die Furcht hiervor etwas übertrieben ist. Problematisch würde es vor diesem Protest-Hintergrund für die Regierung in Peking, wenn die Konjunktur deutlicher schwächelte und die Leute plötzlich nichts mehr im Geldbeutel haben.

    Die Regierung in Peking hat natürlich Angst vor Protesten und wird daher alles tun in Peking und Shanghai erst gar keine Unzufriedenheit aufkommen zu lassen. Solange der Yuan rollt, bleibt man in Shanghai und Peking zu hause. Vor diesem Hintergrund wird Peking also die Pläne, keine weiteren Stimuli auf den Weg zu bringen, bestimmt erstmal nicht so kompromisslos verfolgen.

  • Grotesk: Jetzt fällt der DAX ein wenig innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite, und die Panik-Propheten reden von einer „Talfahrt”. Das ließe man sich gefallen, wenn der Index statt nur knapp unter 9400 plötzlich unter 4900 Punkte gefallen wäre. Früher sagte man einfach: Der Kurs gab nach. Vor einigen Wochen war der DAX mal unter 9000 gefallen, kurz darauf stand er wieder bei 9500. War das dann ein „Höhenflug”? Nein. Der Kurs hatte zugelegt.

  • Wenn ich China ein Sack Reis umfällt,dann steigen die Chancen dass das hier keinen interessiert

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