Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Börse Frankfurt Dax stürzt fast drei Prozent ab

Wie ein Damoklesschwert hängt die chinesische Konjunktur über den Märkten. Im Späthandel kennt die Talfahrt kein Halten mehr. Eine dunkelgraue Woche endet – unterm Strich bleiben Verluste von knapp acht Prozent.
Update: 21.08.2015 - 17:51 Uhr 39 Kommentare

„Wir müssen uns echte Sorgen machen“

Frankfurt Der Dax hat am Freitag die Fünf voll gemacht. Vom Montag bis Freitag musste das wichtigste Marktbarometer der Bundesrepublik jeweils Verluste hinnehmen – und das nicht allzu knapp. Allein heute schloss der Dax drei Prozent tiefer bei 10.124 Zählern. Auf Wochensicht steht damit ein Minus von knapp acht Prozent. Große Fragezeichen in China und den USA trieben die Anleger massenhaft aus den Märkten. Vor allem das schwache Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte entwickelt sich zum Kreuz der weltweiten Börsen.

Auch heute hatten unerwartet schwache Konjunkturdaten aus China den Börsenhandel in Gewahrsam genommen. So war der wichtige Einkaufsmanagerindex der verarbeitenden Industrie auf seinen tiefsten Stand seit 2009 gefallen. Der Frühindikator, der die Stimmung in den Unternehmen misst, ging in in einer ersten Schätzung auf 47,1 Punkte zurück, Analysten hatten mit 48,2 Zählern gerechnet.

Die ohnehin kriselnden regionalen Festlandbörsen gingen nach Veröffentlichung auf Talfahrt. Der volatile Leitindex, der Shanghai Composite, stürzt um fünf Prozent ab. In diesen Sog geraten, rutschte der Nikkei nach einem satten Drei-Prozent-Abschlag unter die 20.000-Punkte-Marke.

In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
L&S

+0,02 +0,15%
+13,13€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa
1 von 11

Die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung in China ist groß – die Abwertung des Yuan durch die Zentralbank schürt Sorgen vor einem Wachstumseinbruch. Auch Dax-Titel stehen deswegen unter Druck. Der direkte Umsatz in China ist stark unetrschieldich. Wir zeigen die am meisten exponierten Firmen.

Umsatzanteil in China: 5 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: über 5 Prozent

Stand aller Angaben: 15. Juli 2015, Quelle: Wirtschaftswoche

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
L&S

+3,08 +2,88%
+109,42€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
SAP
2 von 11

Umsatzanteil in China: 6 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
L&S

+0,17 +1,77%
+9,86€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
ThyssenKrupp
3 von 11

Umsatzanteil in China: 6 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

+2,07 +2,38%
+88,95€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Siemens
4 von 11

Umsatzanteil in China: 8,5 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: null Prozent

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
L&S

+1,05 +1,59%
+66,99€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
5 von 11

Chinas Bevölkerung altert, die Umweltverschmutzung nimmt zu. Dementsprechend steigt auch die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten. Das könnte Bayer helfen.

Umsatzanteil in China: 10 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
L&S

+0,26 +0,50%
+52,38€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Lanxess
6 von 11

Umsatzanteil in China: 10 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
L&S

+2,44 +2,31%
+107,42€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
7 von 11

Auch Autozulieferer wie Continental leiden unter der sich andeutenden Wirtschaftsschwäche in China.

Umsatzanteil in China: 11 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: über 5 Prozent

Die europäischen Handelsplätze hingegen kam zunächst mit den Hiobsbotschaften klar. In der ersten Handelshälfte näherte sich der Dax gar einem möglichen Mini-Plus. Doch spätestens mit der fallenden Wall Street, beugten sich die Kurse der alten Welt dem globalen Trend. Der Euro-Stoxx-50 schloss 2,7 Prozent leichter bei 3261 Zählern. In Frankfurt musste die zweite Reihe ebenfalls Federn lassen. Die Nebenwerte im MDax kamen mit 19.460 Punkten auf einen Abschlag von 2,1 Prozent. Der TecDax gab noch kräftiger nach, wie es für die volatilen Technologietitel typisch ist. Er notierte 3,1 Prozent niedriger bei 1634 Stellen.

„Die Aktienmärkte verfallen in einen Panik-Modus, da das volle Ausmaß des Konjunkturabschwungs in China deutlicher wird“, schrieb Angus Nicholson, Analyst beim Brokerhaus IG in einem Kommentar. Vielen Experten sehen die von der Regierung ausgerufen sieben Prozent Wirtschaftswachstum als nicht mehr erreichbar an. Ohnehin sind die deklarierten sieben Prozent BIP-Plus mit Vorsicht zu genießen, stehen sie doch unter Verdacht, politisch geschönt zu sein.

Die aktuellen Verwerfungen sind Ausdruck der immer dringlicher werdenden Frage nach dem Wachstum der Weltwirtschaft im Allgemeinen – und China im speziellen. Den mit dem Stottern im Reich der Mitte geraten auch die anderen, ohnehin schon wankenden Schwellenländer wie Russland und Brasilien gehörig unter Druck. Vorbei sind die Zeiten sorglosen Wachstums der Schwellenländer, die angesichts des Mini-Wachstums in den entwickelten Nationen schon als neue Lokomotiven der Weltwirtschaft ausgerufen worden waren.

Der Handel dürfte auch in der nächsten Woche schwierig bleiben. “Ohne mehr Klarheit über den Weg der chinesischen Währung und der Geldpolitik in den USA wird sich dieser Markt nicht nach oben bewegen”, sagte Stratege Michael Ingram von BGC Partners in London, “und derzeit gibt es nichts von beidem. Damit bleibt das entscheidende Fragezeichen über dem Markt bestehen”.

Womit wir auch schon bei der zweiten großen Baustelle des Sommers sind – der Zinswende in den USA. Das Thema, zwar seit mindestens anderthalb Jahren monatlich auf der Agenda der Börsianer, gewinnt durch die Konjunkturprobleme in China an neuer Brisanz. So könnte sich die erste Erhöhung der Leitzinsen seit der Finanzkrise dadurch nach hinten verschieben. Reagiert Fed-Chefin Janet Yellen überhastet, wofür für es in ihrer Amtszeit kein einziger Anzeichen gab, könnte die solide Konjunktur in den Staaten ein plötzlichen Dämpfer erleiden.

Finance Briefing
Keine Gewinner im Dax
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse Frankfurt - Dax stürzt fast drei Prozent ab

39 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax stürzt fast drei Prozent ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Frau Anna [email protected]
    das ist der falsche Bauer, es sät nichts und erntet nichts.

  • Herr Vitto [email protected]
    Nix gibts für die Sozen oder arbeiten Sie.

  • >> Dax stürzt drei Prozent ab >>

    Wen interessiert das eigentlich ausser Spekulanten ?

    Diesen Rouletten-Tisch DAX sollte man ä verbieten !

  • Richtig gut, Tagestief über Futures unter 10100 NACH Xetraschluss und dann sofort wieder 50 Punkte hochgezogen. Herzlichen Glückwunsch, was sie hier am Computer für Möglichkeiten haben, da wundert man sich schon. Solange es Geld bringt. Montag vielleicht 500 Punkte rauf und runter. Grenzenlose Geldumverteilung

  • Herr Bauer, wenn Sie seit 50 Jahren dabei sind, dann also seit 1965. Der letzte richtige crash war 1927. In Amerika 1929

    alles was danach kam waren gerade mal platzende Blasen....

  • Einfacher geht es nicht, schon wieder 100 % Rendite vollkommen entspannt mit Derivate Puts. Es wird weiterhin jeder Erholungsversuch abverkauft. Jetzt noch auf die Börse nach Xetraschluss warten. Das ist genial einfach, alles wird noch viel billiger zum Einsteigen

  • Wobei es eigentlich egal ist, was es für Gründe Herr walter [email protected]
    OK das glaub ich auch.

  • @ Walter Rehm: Der FDAX ist einfach zig-fach Liquider als z.B. DAX-Titel auf Xetra, und eignet sich daher auch besser für uns im Handel.

    Der tgl. Umsatz auf Xetra beträgt ca. 3,5 bis 5,5 Mrd. €. Der FDAX liegt im Vergleich dazu bei ca. 25 bis 40 Mrd. € jeden Tag. Außerdem hat der Future auch keinen großen Bid/Ask-Spread um schnell rein und auch schnell wieder raus zu gehen, ohne dabei viel Slippage zu haben.

    Aber das der " Kleinanleger " dadurch Schaden erleidet, ist schlicht und einfach falsch.

  • Schön das es auch Derivate auf fallende Kurse gibt. Ich hoffe die 10000 bekommen wir heute nach Börsenschluss auch noch. Ich frage mich nur wer hier kauft so teuer

  • Herr Spiegel
    ich glaube wir handeln die China-Krise. Wobei es eigentlich egal ist, was es für Gründe
    gibt. Hauptsache Panik und Crash damit die Wetten auch aufgehen. 300 Punkte hoch und wieder 300 Punkte runter. Das warum spielt keine Rolle. Einzig dabeisein. Die
    10150 müssen ja auch noch eintreffen, gab es heute morgen um 8 Uhr. Nachts wurde der Dax sogar noch wesentlich tiefer gehandelt. Für mich steht fest das sie diese Kurse auch im Handel bestätigen müssen. Noch sind die Aktien viel zu teuer

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote