Börse Frankfurt Dax testet 9500-Punkte-Marke

Der Dax knackte heute wieder die Marke von 9500 Punkten, musste zum Börsenschluss aber einen Teil der Gewinne abgeben. Der US-Arbeitsmarkt läuft schlechter als erhofft. Reagiert darauf die US-Notenbank?
Update: 10.01.2014 - 18:04 Uhr 59 Kommentare

Börse am Abend

FrankfurtNach den deutlichen Verlusten am Donnerstag haben sich die Anleger mit frischem Mut gezeigt. Die deutschen Börsenbarometer konnten dabei große Teile ihrer Verluste wettmachen. Alles bestimmendes Thema, war der US-Arbeitsmarktbericht, der überraschend schwach ausfiel. Dieser sorgte zwar für Verunsicherung, doch auch er konnte den Dax nicht weiter drücken.

Der Dax sprang schon früh über die psychologisch wichtige Marke von 9500 Punkten, gab diese aber nach Veröffentlichung der US-Jobzahlen wieder ab. In Anschluss drückte eine ebenfalls ratlose Wall Street den Dax weiter runter, die Zuwächse schmolzen.

Nichtdestotrotz bewiesen die Anleger Kauflaune. So schloss der Dax bei 9472 Punkten, was einem Plus von 0,6 Prozent entspricht. Die Nebenwerte im MDax notierten ebenfalls 0.6 Prozent fester bei 16.644 Punkten. Der TecDax setzte seinen Anstieg weiter fort und misst nun 1213 Zähler - 1,3 Prozent höher.

Auf dem US-Arbeitsmarkt sind im Dezember überraschend wenige neue Stellen geschaffen worden. Es entstanden nur 74.000 Jobs, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das ist der niedrigste monatliche Zuwachs seit Anfang 2011. Ökonomen waren von 196.000 Stellen ausgegangen. Die separat erhobene Arbeitslosenquote fiel jedoch auf 6,7 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 2008. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Unternehmen und Behörden.

aFingerzeig in Frankfurt: Die heutige Richtung gab der US-Arbeitsmarkt am frühen Nachtmittag vor. Quelle: Reuters

aFingerzeig in Frankfurt: Die heutige Richtung gab der US-Arbeitsmarkt am frühen Nachtmittag vor.

(Foto: Reuters)

Die Notenbank Fed hatte jüngst ihre monatlichen Anleihekäufe um zehn auf 75 Milliarden Dollar gedrosselt und damit auf die Erholung am Arbeitsmarkt reagiert. Ende des Monats ergibt sich für die Fed die nächste Gelegenheit zum Eindämmen der Geldflut, die die Börsen weltweit seit langem antreibt.

Viele Experten erwarten, dass die Notenbank um den scheidenden Fed-Chef Ben Bernanke die Anschubhilfen für die Konjunktur um mindestens weitere zehn Milliarden Dollar verringern wird. An der vor mehr als fünf Jahren eingeführten Nullzinspolitik will die Notenbank jedoch auch dann „noch geraume Zeit“ festhalten, wenn die von ihr angepeilte Zielmarke bei der Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent erreicht ist. Mit der Zinswende wird an den Märkten daher erst im Frühjahr 2015 gerechnet.

„Die niedrige Zahl der neuen Jobs ist nach den guten Vormonatsdaten eigentlich nicht zu erklären“, sagte Rainer Sartoris, Analyst bei HSBC Trinkaus. „Es handelt sich offensichtlich um einem Ausrutscher, den man nicht überbewerten sollte.“ Die Fed werde sich deswegen sicherlich nicht von ihrer derzeitigen geldpolitischen Strategie abbringen lassen.

Es gab aber auch Stimmen, die skeptischer reagierten. So ging Erik Welne, Marktanalyst bei FXCM davon aus, dass die schlechten Arbeitsmarktdaten die Fed zu einer abwartenden Haltung zwingen dürften. „Das Tapering dürfte im Februar nicht weitergeführt werden“, sagte er.

Der Dax war mit einem von 0,6 Prozent in den Handel gestartet, welches er bis zum Nachmittag weiter ausbaute, ehe die Arbeitsmarktdaten einen Trendwechsel diktierten. Damit konnte er große Teile der gestrigen Verluste wieder gut machen. Gestern noch hatte eine schwächelnde Wall Street dem deutschen Leitindex in den letzten Handelsstunden deutlich zugesetzt. Er ging mit einem Verlust von 0,8 Prozent aus dem Handel. Die US-Börsen verloren angesichts schwacher Geschäftszahlen aus dem Einzelhandel knapp. Auch die Börsen aus Asien sorgten für schwache Vorgaben.

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59 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax testet 9500-Punkte-Marke"

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  • Danke Leser!
    Hätten meine Worte sein können. Es ist nicht mal mehr lustig, sondern einfach nur nervend. Unterschiedliche Meinungen sind bereichernd und können auf respektvoller Basis diskutiert werden. Diese Trolle bewegen sich erst seid geringer Zeit an der Börse. Wer 20 Jahre Börsenerfahrung hat und auch schon mal richtig Geld verloren hat, geht mit Demut ans Werk und ist um jeden Tipp, jede Meinung, oder techn. Vinesse dankbar.

  • Offizielle Prognose der Deutschen Bank vor ein paar Wochen: DAX 8.400 bis Jahresende (2013!).
    Offizielle Prognose von Goldman Sachs vor ein paar Wochen: DAX 8.600 bis Jahresende (2013!).
    Aber wahrscheinlich gibt's zu den offziellen noch die inoffiziellen. Für die intern involvierten. LOL.

  • Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich kann Ihnen nur beipflichten. Das Erschreckende ist die Tatsache, dass diese "Trolle" dem Gesetz nach volljährig sind, aber dennoch hier Kommentare verfassen, die man für gewöhnlich 12jährigen zu schreiben müsste.

  • Mann o Mann, mir geht es wie dem anderen Leser vorn: Früher war dies mal ein Forum für Leute, die sich über ihre Marktmeinungen ausgetauscht haben und stets sachlich blieben, nie persönlich wurden. Dann kam ein Schwarm arbeitsloser, neiderfüllter Versagertrolle, die zu faul oder blöd sind, sich mit den Marktbewegungen auseinanderzusetzen und sachlich zu argumentieren und sich auf primitive persönliche Angriffe, oft unter der Gürtellinie, beschränkt haben. Darauf habe ich dieses Forum verlassen und nur gelegentlich noch reingeschaut. Es scheint immer schlimmer geworden zu sein, und die paar, die hier noch Sachkompetenz haben, werden von Trollen, die dann auch noch ihre Namen benutzen, auf das Widerwärtigste und Dümmste gebashed. Dabei sei den Leuten mit Sozial- und Kompetenzneid gesagt: Es gibt nichts Emanzipativeres und Demokratischeres als solche Foren, weil sie selbst ARbeitslosen Wege zum Geldverdienen zeigen. Einige der hier Auftretenden kenne ich, es sind erfahrene Trader und Banker. Wenn Ihr Trolle schlau wäret, würdet Ihr Ihnen ein Loch in den Bauch fragen, um selbst kompetent zu werden, statt sie hier derart peinlich anzugreifen. Die, die ich kenne, sind ausgesprochen nett und hilfsbereit. Das kann gerade in virulenten Zeiten Gold wert sein. Aber gut, jeder backt sich sein Schicksal selbst. Ein Grund mehr, die Sozialleistungen radikal zu streichen, um solche Trolle zum Arbeiten zu zwingen.

  • Auch wenn unser geliebter registrierter "Herr Dax" unter seinem alten Ego "Programmierer" schreibt, wird der börsliche Fachverstand nicht besser.
    Ob man das noch lustig findet ist jedem selbst überlassen.
    Ich persönlich kann die Begriffe: Casino,Mächtige,VOr NACH Handelsstart, Schnäppchen,enge Calls,Schattenmarkt,Maschinen... langsam nicht mehr ertragen.

  • "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass die Party vorbei ist!"

  • Ich habe da auch so meine Bedenken.Einerseits könnte der Markt auch weiter steigen,da die Notenbanken weiterhin den Markt fluten,andererseits könnte der Markt aber auch fallen,da wir vielleicht schon übertrieben haben und Gewinne mitgenommen werden.
    Wenn ich jetzt nicht kaufe und es steigt,dann ärgere ich mich.
    Wenn ich jetzt kaufe und es fällt dann ärgere ich mich aber auch.
    Des halb traue ich mich nicht zu handeln,es kann fallen aber auch steigen,man weiss es nicht.
    Dann lege ich es lieber aufs Sparbuch,das entspricht auch eher meiner Mentalität und ich kann beruhigter Kommentare über die Börse schreiben.

  • Die FED und Amiland haben sich inzwischen exponential bis zur Bewußtlosigkeit verschuldet und offensichtlich war alles für's A....

    Nur noch eine Frage bis zum endgültigen Kollaps.

  • Und steigt doch schon wieder war kleiner Schock die Zahlen waren beschissen
    aber trotzdem kaufen sie Systeme unten wieder "vollautomatisch"
    wir haben ein Notenbankgarantie"System"

  • "Programmierer" schrieb heute um 09:57 Uhr:
    "...das der Dax über 9600 heute steigt..."
    "...die Zahlen sind entweder besser dann steigt der Dax oder schlechter dann steigt der Dax..."

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