Börse Frankfurt Dax verliert zum Wochenstart

Steigende Ölpreise und schwache Inflationszahlen schüren die Hoffnung auf steigende Kurse. Doch im Tagesverlauf dominieren enttäuschte Erwartungen an den G20-Gipfel. Zum Wochenauftakt fallen die Kurse im Dax.
Update: 29.02.2016 - 17:49 Uhr

G20-Gipfel enttäuscht: Anleger ignorieren verbale Beruhigungspillen

Frankfurt am MainAus Enttäuschung über den Ausgang des G20-Treffens haben Anleger am Montag Gewinne eingestrichen. Die Investoren hätten auf ein gemeinsames Programm der 20 größten Industrie- und Schwellenländer zur unmittelbaren Ankurbelung der schwächelnden Weitwirtschaft gehofft, sagten Marktbeobachter. Der Dax konnte sich zum Handelsschluss zwar etwas erholen. In die Gewinnzone schaffte er es aber nicht mehr. Am Ende des Tages Dax steht ein Minus von 0,2 Prozent auf der Tafel. Der Leitindex notiert damit bei 9495 Zählern.

„Allgemein wurde ein gemeinsames Programm der 20 größten Industrie- und Schwellenländer zur unmittelbaren Ankurbelung der schwächelnden Weltwirtschaft erwartet“, sagte Aktienmarkt-Experte Christian Henke vom Brokerhaus IG Markets. Stattdessen stellten die Teilnehmer des Treffens lediglich Strukturreformen in Aussicht. „Für einen Wachstumsschub wird das nicht sorgen“, monierten die Analysten der Essener National-Bank.

Der Tagesgewinner unter den Einzelwerten war VW, dessen Titel um 4,0 Prozent zulegten. Ähnlich gut lief es für Thyssen-Krupp, dessen Kurs um 3,5 Prozent zuleget. Am anderen Ende des Tableaus stand am Montag die Deutsche Börse, die 2,6 Prozent an Wert verlor.

Am Freitag hatten Spekulationen hierauf sowie höhere Ölpreise und ein besser als erwartet ausgefallenes US-Wirtschaftswachstum den Dax zu einem Kursplus von knapp zwei Prozent auf 9513 Punkte verholfen.

Besonderes Augenmerk richten Investoren auf die Stimmung der Einkaufsmanager aus der schwächelnden US-Industrie. „Der überraschende Einbruch des Chicago-Einkaufsmanagerindex aus den USA brachte in Kombination mit schwachen Immobiliendaten die Konjunktursorgen wieder zurück auf die Agenda“, kommentiert Andreas Paciorek von CMC Markets. Die schwachen Konjunkturdaten dürften die Aussichten auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank eintrüben.

Welche Länder am meisten in Aktien investieren
Aktienspekulation
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Die ING Bank hat in einer Studie zusammengetragen, welche Haushalte in der Eurozone am meisten in Aktien investieren. Die Analysten haben dafür aus den 19 Euro-Ländern zwölf Länder ausgewählt. Nicht dabei sind die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Luxemburg, Irland, Malta und Zypern.

Platz 12: Griechenland (Akropolis in Athen)
2 von 13

Am wenigsten in Aktien investieren die Griechen: Die Haushalte haben im Jahr 2014 gerade einmal sechs Prozent ihres verfügbaren Einkommens in Wertpapiere investiert. Dafür haben sie ordentlich Geld auf der Bank geparkt: Die Quote beträgt hier 103 Prozent. Wer also im Jahr 10.000 Euro zur Verfügung hat, hat durchschnittlich 10600 Euro auf dem Konto.

Bei der kurzfristigen Verschuldung liegen die Haushalte übrigens mit zwölf Prozent klar an der Spitze – bei der langfristigen befinden sie sich im oberen Mittelfeld.

Platz 11: Slowakei (Bratislava Burg in Bratislava)
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Die slowakischen Haushalte investieren durchschnittlich zwei Prozentpunkte mehr – also acht Prozent – in Aktien als die griechischen. Die Slowaken sind zudem sowohl kurzfristig (4%) als auch langfristig (35%) vergleichsweise wenig verschuldet. Auch die Quote für Geld auf Bankkonten ist niedrig: 60 Prozent ihres verfügbaren Einkommens haben die Haushalte hier geparkt.

Platz 10: Slowenien (Ljubljanica-Fluss in Ljubljana)
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Slowenien weist fast die gleichen Daten auf: Mit elf Prozent ihres verfügbaren Einkommens investieren die Haushalte hier nur drei Prozentpunkte mehr in Aktien als in der Slowakei. Auch bei den Bankkonten (52%) sowie kurzfristigen (3%) und langfristigen Schulden (41%) ähneln sie dem Land mit dem ähnlich klingenden Namen.

Platz 9: Portugal (Torre de Belem in Portugal)
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Portugals Sparer setzen am meisten auf Bankkonten: 114 Prozent ihres verfügbaren Einkommens haben die Haushalte hier im Schnitt angelegt. Bei Aktien sind es hingegen nur 14 Prozent. Während die kurzfristige Verschuldung mit vier Prozent im Mittelfeld des Rankings liegt, weisen die langfristigen Verbindlichkeiten eine Quote von 98 Prozent auf – noch höher liegt diese nur...

Platz 8: Niederlande (Mühlen bei Kinderdijk)
6 von 13

...bei den Niederländern: Satte 163 Prozent ihres verfügbaren Einkommens betragen hier im Schnitt die langfristigen Verbindlichkeiten; und auch kurzfristig haben sich die Niederländer mit sechs Prozent überdurchschnittlich hoch verschuldet. Bei den Aktieninvestments liegt die Quote bei 21 Prozent, bei den Bankkonten bei 90.

Platz 7: Frankreich (Eiffelturm in Paris)
7 von 13

Auch in Frankreich wird verhältnismäßig wenig auf Wertpapiere gegeben. Die Haushalte hier haben 28 Prozent ihres verfügbaren Einkommens in Aktien angelegt. Sie sind zudem am wenigsten kurzfristig verschuldet (2%) und liegen mit ihren langfristigen Verbindlichkeiten (67%) im Mittelfeld. Auf den Bankkonten lagern sie mit 73 Prozent mehr als Slowenen und Slowaken, befinden sich aber im unteren Tabellendrittel.

Auftrieb gaben dem Dax zum Handelsschluss ebenfalls die gestiegenen Ölpreise. Ein Barrel (159 Liter) des Nordseeöl Brent kostete am frühen Abend mit 36,15 Dollar je Barrel (159 Liter) 3,0 Prozent mehr als am Freitagabend. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 2,9 Prozent auf 33,73 Dollar. Es gebe erste Anzeichen dafür, dass die Preise ihre Talsohle erreicht hätten, sagten Händler. Zum einen stützten die russisch-saudi-arabischen Diskussionen über eine Einfrierung der Produktion auf dem Januar-Niveau. Das Königreich hatte am Morgen nochmals seine Bereitschaft zur Kooperation mit wichtigen Förderländern bei der Stabilisierung der Märkte bekräftigt. Zum anderen geht die Schieferölproduktion in den USA allmählich zurück.

So waren dem Öldienstleisters Baker Hughes zufolge in der vergangenen Woche die Ölbohrungen weiter gesunken. Es war der zehnte Rückgang in Folge. So seien nur noch 400 Bohrungen aktiv - verglichen mit 986 Bohrungen vor einem Jahr. Das sei das niedrigste Niveau seit Dezember 2009.

Bei den Unternehmen wollen in der neuen Woche unter anderem der Autozulieferer Continental und der Online-Händler Zalando Zahlen vorlegen. Am Freitag öffnet der Londoner Börsenbetreiber LSE, der mit der Deutschen Börse fusionieren will, seine Bücher.

Diese Ausschüttungen dürfen Dax-Aktionäre erwarten

ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1EWWW0
Börse
L&S

-2,15 -1,02%
+208,19€
Chart von ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Adidas
1 von 30

Adidas

Dividende
2014: 1,50 Euro

2015*: 1,50 Euro

Dividendenrendite: 1,52 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 12.5.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
L&S

+0,60 +0,31%
+191,87€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz
2 von 30

Allianz

Dividende
2014: 6,85 Euro

2015: 7,30 Euro

Dividendenrendite: 5,38 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 4.5.2016


Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
L&S

-0,14 -0,17%
+80,90€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF
3 von 30

BASF

Dividende
2014: 2,80 Euro

2015*: 2,90 Euro

Dividendenrendite: 4,80 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 29.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

-2,39 -2,79%
+83,36€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
Bayer
4 von 30

Bayer

Dividende
2014: 2,25 Euro

2015*: 2,55 Euro

Dividendenrendite: 2,58 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 29.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BEIERSDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005200000
Börse
L&S

-0,24 -0,25%
+96,81€
Chart von BEIERSDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.
Beiersdorf
5 von 30

Beiersdorf

Dividende
2014: 0,70 Euro

2015: 0,70 Euro

Dividendenrendite: 0,9 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 30.3.2016


Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

-2,39 -2,79%
+83,36€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BMW
6 von 30

BMW

Dividende
2014: 2,90 Euro

2015*: 3,50 Euro

Dividendenrendite: 4,64 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 12.5.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
L&S

-0,17 -1,78%
+9,40€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Commerzbank
7 von 30

Commerzbank

Dividende
2014: 0 Euro

2015*: 0,20 Euro

Dividendenrendite: 2,7 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 28.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

Einen Tag zuvor tagt der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse über die Zusammensetzung von Dax, MDax, TecDax und SDax. Experten zufolge wird er den Abstieg des Düngemittel-Herstellers K+S aus dem Dax verkünden. Als heißer Anwärter für einen Dax-Aufstieg gilt ProSiebenSat.1. Die Veränderung wird zum 21. März wirksam.

An der Wall Street hatten die US-Indizes am Freitag nach Börsenschluss in Deutschland nachgegeben. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,3 Prozent tiefer und der Nasdaq 0,2 Prozent höher. Der S&P 500 verlor 0,2 Prozent. In Tokio fiel der Nikkei-Index am Montag um ein Prozent auf 16.027 Punkte. Der Shanghai Composite gab 4,4 Prozent auf 2645 Zähler nach.

Zum Wochenauftakt richtet sich die Aufmerksamkeit der Börsianer auch auf die Inflationsdaten aus der Euro-Zone. Die ist seit September 2015 zum ersten Mal wieder ins Minus gerutscht. Die nicht in Gang kommende Inflation schürt Spekulationen auf eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik. Das hat bei Börsianer zumindest Hoffnung auf steigende Kurse geschürt.

Brexit-Spekulationen belasten das Pfund
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