Börse Frankfurt Dax verteidigt 9200 Punkte

Der Dax hält sich standfest über der Marke von 9200 Punkte. Positive Konjunkturdaten aus Deutschland stimmen die Anleger zuversichtlich. Auch die Koalitionsverhandlungen wirken: Versorger-Titel waren wieder gefragt.
Update: 22.11.2013 - 16:37 Uhr 99 Kommentare

„Man sollte der Börse jetzt nicht hinterherrennen“

FrankfurtEinige der Börsianer sprachen heute von „Höhenangst“, die die Dax-Aktionäre ereilte. Der Handel startete nach guten US-Vorgaben des gestrigen Donnerstagshandel über der 9200er Marke. Zunehmend zeigte sich der Leitindex aber richtungslos. Seit Mittag konnte er sich über der Marke halten. Die Impulse für einen weiteren Anstieg blieben aber aus.

Auch ein überraschend starker Ifo-Geschäftsklima-Index konnte den Dax nicht weiter stützen. Einen größeren Effekt hatte der Frühindikator aber auf den Euro. Die Gemeinschaftswährung sprang über die 1,35-Dollar-Marke, in der Spitze notierte sie bei 1,3526 Dollar. "Deutschland ist und bleibt das Zugpferd innerhalb der Eurozone," sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Die Wirtschaft nehme deutlich an Fahrt auf.

Auch nach dem Wall-Street-Auftakt bleiben Richtungsweisungen aus. Der deutsche Leitindex indes lief ohne Impulse bei 9216 Punkten. Damit notierte er 0,3 Prozent fester. Die Werte in der zweiten Reihe verbuchten ebenfalls leichte Aufschläge: Der MDax kam mit 16.140 Punkte auf ein Plus von 0,2 Prozent, genauso wie der TecDax, der 1137 Zähler erreichte.

Diese Aktien fallen durch

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
Xetra

-0,38 -1,66%
+22,48€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Thyssen-Krupp: Amerika-Werke belasten weiter
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Thyssen-Krupp: Amerika-Werke belasten weiter

Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp wird die Sorgen wegen seiner amerikanischen Stahlwerke nicht los. Was der Konzern als Erfolg anpreist, lässt Investoren zweifeln. Diese Woche wurde bekannt, dass die Essener mit einem Konsortium aus Arcelor-Mittal und Nippon Steel über den Verkauf des US-Werks verhandelt. Wenn das gelänge, bliebe Thyssen-Krupp auf dem brasilianischen Werk sitzen; dies gehört nicht zu dem Deal. "Wie der Deal von Steel Americas einzuschätzen ist, hängt von den finanziellen Details ab. Und die wissen wir nicht. Es sieht leicht negativ aus, weil sie die Perle verkaufen und das Problem behalten", sagte M.M. Warburg-Analyst Björn Voss. Der Aktienkurs gab diese Woche nach, am Donnerstag zum Beispiel zwei Prozent.

Kursentwicklung 1 Woche: - 0,6 Prozent

K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000KSAG888
Börse
Xetra

-0,16 -0,75%
+21,16€
Chart von K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.
K+S: Analysten zweifeln am Markt
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K+S: Analysten zweifeln am Markt

Auch der Kali- und Salzhersteller K+S kommt nicht zur Ruhe. Marktturbulenzen machen dem Konzern zu schaffen; die veranlassten jetzt die Ratingagentur S&P dazu, die Aktie herunterzustufen – um eine Stufe auf „BBB“. Kürzlich erst hatten die Kollegen von Moody's die Bonitätsnote sogar um zwei Stufen auf Ramschstatus heruntergestuft. Am Dienstag rutschten die K+S-Aktien mit einem Abschlag von 3,3 Prozent ans Dax-Ende.

Kursentwicklung 1 Woche: - 3,9 Prozent

SUEDZUCKER AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007297004
Börse
Xetra

-0,01 -0,04%
+12,61€
Chart von SUEDZUCKER AG INHABER-AKTIEN O.N.
Südzucker: Gewinnwarnung verschreckt Anleger
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Südzucker: Gewinnwarnung verschreckt Anleger

Am Donnerstag machte Europas größter Zucker-Produzent Südzucker mit einem Verlust von mehr als neun Prozent auf sich aufmerksam; die Aktie war damit größter Verlier im Nebenwerte-Index MDax. Der Konzern hatte gewarnt, der Einbruch des operativen Gewinns werde im Geschäftsjahr 2013/2014 mit 30 Prozent voraussichtlich doppelt so groß ausfallen wie bislang gedacht.

Kursentwicklung 1 Woche: + 2,7 Prozent

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
Xetra

-1,36 -0,74%
+183,34€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz: Aktienstratege fürchtet sinkende Wachstumsraten
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Allianz: Aktienstratege fürchtet sinkende Wachstumsraten

Im Dax zählten am Donnerstag zeitweise die Aktien der Allianz zu den größten Verlierern. In der Spitze verloren sie 2,5 Prozent. Grund: Die US-Bank Citigroup hatte die Titel von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 145 auf 135 Euro gesenkt. Hauptgrund für die Veränderungen sei ein für die Vermögensverwaltung angewendetes niedrigeres Kurs/Gewinn-Verhältnis, da die Wachstumsraten in diesem Geschäft in den nächsten Jahren deutlich sinken dürften, schrieb Analyst Farooq Hanif in einer Studie. Zwar hob der Experte seine Prognosen in Reaktion auf die Trends im dritten Quartal leicht an, er geht aber gleichzeitig nur von begrenztem Gewinnwachstum aus. Zuvor hatte die Aktie aber kräftig zugelegt, so dass sie die Woche mit einem Plus verlässt.

Kursentwicklung 1 Woche: + 2,4 Prozent

STADA ARZNEIMITTEL AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007251803
Börse
Xetra

+0,20 +0,24%
+82,06€
Chart von STADA ARZNEIMITTEL AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Stada: Generika-Geschäft missfällt Beobachtern
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Stada: Generika-Geschäft missfällt Beobachtern

Analysten sorgten auch beim Arzneimittelhersteller Stada für schlechte Stimmung. Die Aktienstrategen von Berenberg senkten ihre Bewertung auf "neutral" von "buy" und setzten damit die Aktien am Dienstag unter Druck; die Titel fielen in der Spitze um 1,9 Prozent. Damit zählten sie im MDax zu den größten Verlierern. Das Ergebnis für das dritte Quartal sei eine unwillkommene Überraschung gewesen, führten die Analysten aus. Schließlich habe Stada noch im vorigen Monat einen optimistischen Ausblick gegeben. Vor allem das Generika-Geschäft in Deutschland sei schlecht gelaufen.

Kursentwicklung 1 Woche: - 4,0 Prozent

GERRY WEBER INTERNATIONAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0003304101
Börse
Xetra

-0,06 -1,13%
+5,25€
Chart von GERRY WEBER INTERNATIONAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Gerry Weber: Börsianer nehmen Modehandel ins Visier
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Gerry Weber: Börsianer nehmen Modehandel ins Visier

Ein Artikel in der Zeitschrift „TextilWirtschaft“ löste beim DZ-Bank-Analysten Herbert Sturm Zweifel an den Perspektiven der Modebranche aus. "Die für den Monat Oktober 2013 veröffentlichten Zahlen für den deutschen Modehandel deuten auf ein anhaltend sehr schwieriges Marktumfeld in Deutschland hin", bewertet der Aktienstratege die Statistik. Er nahm sie zum Anlass, die Aktien von Gerry Weber auf "verkaufen" von "halten" herunterzustufen. Da der Monat Oktober der letzte Monat des Geschäftsjahres 2012/13 gewesen sei, sei wohl eher mit einer Enttäuschung für das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 zu rechnen, begründete Sturm seine Entscheidung. Der Modekonzern sei sehr abhängig vom Inlandsgeschäft. Am Mittwoch verloren die Titel 2,4 Prozent und hielten damit im MDax die rote Laterne.

Kursentwicklung 1 Woche: + 0,7 Prozent

Sky Deutschland AG

WKN
ISIN
DE000SKYD000
Börse
n. a.

Chart von Sky Deutschland AG
Sky Deutschland: Wettbewerb setzt Aktien unter Druck
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Sky Deutschland: Wettbewerb setzt Aktien unter Druck

Exklusivrechte für die Übertragung der Bundesliga, Marketing-Deals mit Kabelanbietern – all dies kann die Analysten von BofA/Merrill Lynch nicht davon überzeugen, dass der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland einen neuen Wachstumsschub erleben könnte. Der Wettbewerb mit Online-Portalen wie das zu Pro7 gehörende Maxdome werde härter, begründen die Marktbeobachter ihre Skepsis. Zudem seien die Deutschen als Bezahl-Fernseh-Muffel bekannt. Am Mittwoch fielen die Sky-Titel um bis zu 3,2 Prozent.

Kursentwicklung 1 Woche: - 1,1 Prozent

Vor allem die Vorgaben aus Übersee hoben die Stimmung am Morgen. Nach einer Schwächephase zu Wochenanfang hat die Wall Street am Donnerstag ihre Rekordjagd wieder aufgenommen. Der Leitindex Dow Jones schloss erstmals über der Marke von 16.000 Punkten. Ermutigende Konjunkturdaten gaben den Kursen in Amerika Auftrieb.

Aus München kam am Morgen die Meldung vom unerwartet starken Ifo-Index. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im November überraschend stark aufgehellt. Der Geschäftsklima-Index stieg von 107,4 auf 109,3 Punkte und damit viel stärker als von Ökonomen im Schnitt prognostizierten 107,7 Zählern.

Die rund 7000 befragten Manager schätzen ihre Geschäftslage und vor allem die Aussichten für die kommenden sechs Monaten besser ein als zuletzt. "Die deutsche Wirtschaft blickt zuversichtlich auf die kommenden Wintermonate", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Den Dax lies das aber kalt.

Neben den Vorgaben aus Amerika sorgte eine andere Tatsache für Kauflaune am Morgen. Ausgerechnet die international als zu schwach kritisierte Binnennachfrage hält die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September vor allem wegen anziehender Investitionen um 0,3 Prozent im Vergleich Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Im Frühjahr gab es - begünstigt durch Nachholeffekte nach dem langen Winter - allerdings noch ein Plus von 0,7 Prozent. Die Ausfuhren wuchsen in den Sommermonaten wegen der schwächelnden Weltwirtschaft nur noch um 0,1 Prozent, während die Importe dank der robusten Binnenkonjunktur um 0,8 Prozent zulegten.

Dadurch bremste der Außenhandel das Wachstum deutlich. Deutschland steht derzeit wegen seiner Exportstärke und Importschwäche am Pranger. "Die jüngste Kritik am deutschen Wachstumsmodell schaut ein bisschen aus wie Weinen über vergossene Milch", sagte ING-Ökonomen Carsten Brzeski angesichts der besseren Binnennachfrage.

„Wir brauchen dringend eine Dax-Korrektur“

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99 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax verteidigt 9200 Punkte "

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  • Doch,doch ,doch, menno

    Der Dax ist kräftig im Plus, fast 0,3% was eine Hose.
    Der ist mal genauso kräftig im Plus wie mein Depotwert.

    Ich kann aber jetzt nicht viel schreiben,denn jetzt ist NACH Xetraschluss, und das ist mein Handel.
    Dann hau ich mal so richtig Orders ins System,und wenn ich denke die kämen dran dann lösch es wieder, das verwirrt die so NACH Xetraschluss,das geht ohne Risiko,denn es ist ja Schluss.
    Ausserdem muss ich noch auf ausserbörsliche Hochs und Tiefs achten,
    ich bin nämlich der einzige der weiss, dass die am nächsten Tag,also innerbörslich,immer bestätigt werden müssen. Das machen die Programme so,die werden von den Terminatoren auf maximalen Gewinn programmiert.
    Jetzt mach ich aber Schluß, mein Eichhörnchen Fipsi will mir noch was vorlesen.

  • Herr_DAX, programmierer oder wie auch immer, ist mMn eigentlich Diplomand in der Soziologie. Schreibt gerade an seiner Abschlussarabeit über das Thema: Die Funktion des Trolls in kapitalistisch imperialistischen Foren. Hatte er nicht schon vor Monaten zugegeben hier zu posten aus Freude über die Reaktionen auf seine Beiträge. Er sammelt eben empirische Daten. Wird sicherlich ne "sehr gut" geben. Gratulation!

  • "Schiebt nicht zuviel Frust"

    In Lummerland scheint ihm wohl zuviel Sonne ins Hirn.
    Aber bestimmt wohnt er noch bei seinen Eltern im Kinderzimmer und nutzt dieses Forum um sich die eigene Welt zu verschönern.
    Dann ist er ein ganz großer Trader,der das Spiel immer erkennt,ob VOR oder NACHbörslich, mit seiner Atarikonsole kämpft er den einsamen Kampf gegen die Mächtigen der Welt,gegen das fürchterliche Ungeheuer
    namens GoSa.
    Dann hämmert er in Millisekunden auf seine Tastatur bis Mama ruft : Torben, das Essen ist fertig.

  • Ich glaube ich habe mich gerade verliebt.
    Der hat bestimmt auch ein knackiges Ärschchen.
    Der Meister des Daxes,der Messias der Notenbanken, the hero of the Casino

  • Der Kerl hat so eine Klatsche, merkt nicht das er immer die selbe Scheiße labert.
    Wochenlang trommelt der Blödmann beste Kurse um 08 Uhr,VOR Handelsstart, jetzt wieder anders.
    Danach weiß es jeder,was ein Spinner.

  • Kein Umsatz in dem Schein. Du laberst mal wieder nur Blech.

    Wo ist denn der Dax bitte kräftig im Plus? Auf Deiner Playstation? Oder sind 0,24% das kräftige Plus, was uns Montag vor Xetra-Start auf die 9300 hebt?

    Sei nicht zu traurig, dass es alles nur Träumerei ist und Du nie dazugehören wirst. So ein Wochenende kann ganz schön einsam sein, gell?

  • Schönes Wochenende und schiebt nicht zuviel Frust. Heute morgen CB1U9F für 0,12 Cent um kurz nach 9 Uhr aktuell kostet er 0,22 Euro. Siemenscall, das gleiche übrigens gestern auch. Man muss einfach die "Spielregeln" kennen. Gleiches Allianzcalls, MüRü, oder auch BMW. Fast alle Aktien sind um 9 Uhr "Schnäppchen", abends geht man dann zur Kasse. Dax hat gut im Plus geschlossen, dann sollte es Montag morgen schon einmal vor Xetrastart richtig nach oben gehen. Daher kann Putensammeln ziemlich teuer werden

  • Schönes Wochenende und schiebt nicht zuviel Frust. Heute morgen CB1U9F für 0,12 Cent um kurz nach 9 Uhr aktuell kostet er 0,22 Euro. Siemenscall, das gleiche übrigens gestern auch. Man muss einfach die "Spielregeln" kennen. Gleiches Allianzcalls, MüRü, oder auch BMW. Fast alle Aktien sind um 9 Uhr "Schnäppchen", abends geht man dann zur Kasse. Dax hat gut im Plus geschlossen, dann sollte es Montag morgen schon einmal vor Xetrastart richtig nach oben gehen. Daher kann Putensammeln ziemlich teuer werden

  • Weil alles, was steigt auch wieder fallen muss.

  • Wen interessiert das, ich mach mir jetzt nen Bier auf und warte auf den Weltuntergang

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