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Börse Frankfurt Dax verteidigt Kursplus – Deutsche Bank legt zu

Die Deutsche-Bank-Aktie ist Tagesgewinner im Dax. Der Leitindex hatte am Morgen stark vorgelegt und einen zwischenzeitlichen Knick wieder wettgemacht. Energieversorger sind die Verlierer des Tages.
19.10.2015 Update: 19.10.2015 - 17:53 Uhr

Temporeiche Radikalkur: Cryan zerschlägt Anshu Jains Armee

Frankfurt Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Montag mit gemischten Gefühlen auf Zahlen zum chinesischen Wirtschaftswachstum reagiert. Hinzu kamen durchwachsene Quartalsberichte großer US-Konzerne. Dennoch verteidigte der deutsche Leitindex Dax bis zum Handelsschluss einen Teil seiner Gewinne und stand zuletzt 0,59 Prozent höher bei 10.164 Punkten.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann 0,56 Prozent auf 19.750 Zähler, und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,96 Prozent auf 1.758 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 legte leicht um 0,22 Prozent auf 3272 Punkte zu.

Die Sorgen der Anleger um die globale Konjunktur hätten etwas nachgelassen, da sich das Wachstum Chinas im dritten Quartal nicht ganz so deutlich verlangsamt habe wie befürchtet, sagte Analyst Jasper Lawler vom Broker CMC Markets. Zudem habe die Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) die Kurse gestützt.

Das sind die neuen Lenker der Deutschen Bank
Christian Sewing
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Christian Sewing, bisher Leiter des Privatkundengeschäfts, beerbt den Briten John Cryan an der Spitze des Instituts. Der aus Bielefeld stammende Sewing kündigte direkt nach seinem Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender an, „harte Entscheidungen“ im nach wie vor kriselnden Geldhaus treffen zu wollen. Mit Blick auf die Erträge müsse die Deutsche Bank ihre „Jägermentalität“ zurückgewinnen. Kein anderer Vorstand kennt die Bank so gut wie der 47-Jährige: Von seinen 29 Jahren Berufserfahrung stand er 27 Jahre lang im Dienste der Deutschen Bank.

(Foto: dpa)
Karl von Rohr
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Seit 2016 hat Karl von Rohr bereits eine Menge Arbeit: Der Arbeits- und Rechtsvorstand ist einer der Hauptverantwortlichen bei den Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank. Jetzt wird der studierte Jurist zusätzlich Vize von Sewing. Der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende ist seit 1998 bei der Deutschen Bank beschäftigt.

(Foto: dpa)
Garth Ritchie
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Zum neuen Stellvertreter des Vorstandschefs wird Garth Ritchie befördert. Gleichzeitig wird der Südafrikaner alleinverantwortlich für den Bereich Unternehmens- und Investmentbanking. Zuletzt hatte er diese Sparte gemeinsam mit Vize-Vorstandschef Marcus Schenck geführt. Dieser wird die Deutsche Bank jedoch verlassen. Ritchie arbeitet seinem Profil beim Karriereportal LinkedIn zufolge seit 1996 für die Bank. „Die Strategie im Investmentbanking bleibt die Achillesferse der Deutschen Bank“, sagt UBS-Analyst Daniele Brupbacher.

(Foto: Screenshot CNBC)
Kimberly „Kim“ Hammonds
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Kimberly „Kim“ Hammonds zog 2016 in den Vorstand ein – wird die Bank jedoch am 24. Mai wieder verlassen. Die Amerikanerin erhielt den Titel „Chief Operating Officer“ und war vor allem für die Modernisierung der technischen Infrastruktur der Bank zuständig.

(Foto: Boeing PR)
Stuart Lewis
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Stuart Lewis ist nach wie vor Risikovorstand. Zu seinen Aufgaben als „Chief Risk Officer“ zählt es, dass die Bank im Wertpapierhandel und Kreditgeschäft keine zu großen Wagnisse eingeht.

Sylvie Matherat
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Sylvie Matherat rückte ebenfalls 2016 in den Vorstand ein. Die Französin (Bild aus dem Jahr 2008) war einst Direktoriumsmitglied der französischen Zentralbank und trägt den Titel „Chief Regulatory Officer“. Damit ist sie für die Kontaktpflege zu Aufsichtsbehörden zuständig. Das Ressort Matherats umfasst auch die Regeleinhaltung („Compliance“) und den Kampf gegen die Finanzkriminalität. Mit Matherat zog nach fast zwanzig Jahren wieder eine Frau in den Vorstand der Deutschen Bank ein. Vor ihr hatte Ellen Schneider-Lenné von 1988 bis 1996 dem Gremium angehört.

(Foto: dpa)
James von Moltke
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Die Finanzen behält James von Moltke im Blick. Er stimmte zuletzt vorsichtige Töne an. Die Furcht vor schwachen Zahlen in den besonders wichtigen ersten drei Monaten des Jahres hatte den Aktienkurs in den vergangenen Wochen einbrechen lassen. Die Quartalszahlen veröffentlicht das Institut am 26. April.

(Foto: Reuters)

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