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Börse Frankfurt Die Angst ist zurück – Dax stürzt unter 7.000 Punkte

Es hatte so gut begonnen: Fast zwei Prozent gewann der Dax am Vormittag. Doch die Stimmung kippte am Nachmittag rapide: Angeführt von Finanzwerten stürzte der Dax auf den tiefsten Stand seit März.
Update: 01.08.2011 - 17:50 Uhr 138 Kommentare
Ein Händler an der Frankfurter Börse: Nachdenklichkeit ob der massiven Verluste. Quelle: dpa

Ein Händler an der Frankfurter Börse: Nachdenklichkeit ob der massiven Verluste.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Kompromiss im US-Schuldenstreit hielt am Aktienmarkt nur kurze Zeit vor. Nachdem der Dax mit deutlichen Gewinnen in den Handelstag gestartet und in der Spitze um 1,8 Prozent auf 7.282 Punkte geklettert war, kippte die Stimmung am Nachmittag. Nach schlechten Konjunkturdaten aus den USA beschleunigte sich die Talfahrt und der Dax brach komplett ein. Am Nachmittag brach der deutsche Leitindex dann ein. Bis Handelsschluss verlor der Dax noch einmal deutlich um 2,9 Prozent um mehrere hundert Punkte auf 6.953,98 Zähler.

Die US-Börsen legten nach solidem Start ebenfalls den Rückwärtsgang ein. Allerdings fielen die Verluste wesentlich moderater aus als im Dax: Der Dow-Jones-Index, der mit Gewinnen von mehr als einem Prozent in den Handel gestartet war, lag nach zweieinhalb Stunden 1,1 Prozent im Minus, rutschte allerdings zeitweise unter die Marke von 12.000 Punkten.

Als Grund für den plötzlichen Stimmungswende nannten Händler zunächst die Sorge vor einem Scheitern des Schuldenpakets im US-Kongress. Insbesondere die Zustimmung im Repräsentantenhaus galt als unsicher. Sowohl im radikal-konservativen Lager der Republikaner als auch im liberalen Flügel der Demokraten zeichnete sich Widerstand im Abgeordnetenhaus ab.

Hinzu kamen miserable Konjunkturdaten: Die US-Industrie ist mit einem Wachstumseinbruch ins zweite Halbjahr gestartet. Im Juli legte der Sektor so wenig zu wie seit Mitte 2009 nicht mehr. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel überraschend kräftig auf 50,9 von 55,3 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Experten hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang auf 54,9 Punkte gerechnet. Die Firmen erlitten ihr erstes Auftragsminus seit langem und stockten ihr Personal weniger stark auf als zuvor. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hindeuten.

„In Verbindung mit den schwachen BIP-Daten vom Freitag und angesichts der möglicherweise anstehenden Bremseffekte durch die US-Fiskalpolitik trübt sich das konjunkturelle Bild weiter ein“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. „Sorgen scheinen berechtigt, wonach auch in der zweiten Jahreshälfte kaum Wachstumsimpulse zu spüren sein werden.“

Nach US-Einigung: Euphorie verpufft

Im erbitterten US-Schuldenstreit hatten Demokraten und Republikaner zunächst in der Nacht einen Kompromiss erzielt. Die Fraktionsführer in beiden Kammern des Kongresses vereinbarten ein Abkommen, das „das Defizit reduzieren und eine Zahlungsunfähigkeit vermeiden wird - eine Zahlungsunfähigkeit, die sich verheerend auf unsere Wirtschaft ausgewirkt hätte“, verkündete US-Präsident Barack Obama in Washington. Die Einigung sieht nach Angaben des Präsidialamts vor, den Schuldenberg in den kommenden zehn Jahren in mehreren Stufen um insgesamt etwa 2,4 Billionen Dollar abzubauen.

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138 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Die Angst ist zurück – Dax stürzt unter 7.000 Punkte"

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  • Gibts für eure Unterhaltung keine andere Platform? Warum im HB? Oder erhofft ihr euch dass hier ein paar Deppen vorbeischauen die euren Trades folgen?

  • ps: wer kein geld verlieren kann, kann auch keins gewinnen und hat von daher per se schon mal nix an der börse verloren.

  • natürlich ist auch ein wenig glück dabei. aber wie schon gesagt, entweder man kann es, oder man kann es nicht. und zur not hab ich ja auch immer noch mein physisches gold, welches schwer vor sich dahin schlummert.

  • Du bist ein Glückspilz, der immer richtig liegt!

  • @Kai.
    "Beide unterscheidet nur eins: Glück.
    Also viel Glück!"
    Kai, du sagst es. Habe beruflich als Banker mit solchen Tradern zu tun. Immer das gleiche Schema. Es ist und bleibt Glück. Daytrader wirds auch noch lernen.

  • ach zeitzeuge, bei mir gibt es nach so einem super-geilen tag immer champagner. auch wenn es nicht ganz 100%ig optimal lief, gewinn ist gewinn und dieser muss schließlich gebührend gefeiert werden. und dazu reichten simple 4 min. nach 16h aus, um einen loss- in einen profit-tag umzuwandeln.

  • ach zeitzeuge, bei mir gibt es nach so einem super-geilen tag immer champagner. auch wenn es nicht ganz 100%ig optimal lief, gewinn ist gewinn und dieser muss schließlich gebührend gefeiert werden. und dazu reichten simple 4 min. nach 16h aus.

  • und wenn es eine aktienkultur gäbe in D.,gäbe es auch diese ausschläge nicht.welcher Privatmann schaut nach PMI china,Europa,ISM USA etc.?kein Mensch,nur die professionellen Zocker in London,FFM,NY etc.

  • ich lach mich schlapp über die "Techniker" massiver widerstand bei 7000,das war heute maximal lauwarme butter.oder über fibonaccis,bollinger,gleitende Durchschnitte etc.
    hoff da gehen paar banken pleite

  • Die Frühzykliker sind schon seit Freitag deutlich im Fallen begriffen, kluge Leute steigen schon lange zwischen 7150 und 7250 aus DAX-Positionen aus... Ende der Erholung, Anfang der nächsten Krise, die aber alles in den Schatten stellen wird, was Ihr Grünschnäbel bisher erlebt habt!

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