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Börse Frankfurt Kaum Bewegung im Dax

Nur wenig bewegte den Deutschen Leitindex heute. Und das, obwohl die Deutsche Bank in Frankfurt zur Hauptversammlung geladen hat. Die Anleger scheinen müde zu werden, der Index schleppte sich nur minimal nach oben.
Update: 21.05.2015 - 17:45 Uhr Kommentieren

Dax streicht minimales Plus ein

Frankfurt Die Fed-Protokolle liegen auf dem Tisch, auch die geldpolitische Agenda der EZB für die kommenden Sommermonate ist seit Dienstag Dank Direktor Benoît Coeuré bekannt. Und so stand wohl heute eine kleine Verschnaufpause auf der Agenda der Börsianer. Der Dax jedenfalls ließ es ruhig angehen. Den Großteil des Tages verbrachte er im Minus. Am Ende reichte es für ein mageres Plus von rund 0,1 Prozent und 11.865 Zähler.

„Dass der Deutsche Aktienindex trotz seines Ausbruchs aus dem Abwärtstrendkanal nun Schwierigkeiten hat, seine Erholung fortzusetzen, zeigt die andauernde Unsicherheit im Markt”, kommentiert CMC-Analyst Andreas Paciorek. Es spreche auch dafür, dass die Halbwertszeit geldpolitischer Impulse immer kürzer wird und die Investoren andere Kaufanreize brauchen.

Grund für den Durchhänger sind auch enttäuschende Konjunkturdaten, die am Morgen veröffentlicht wurden. Das Wirtschaftswachstum hat sich im Mai weiter verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister fiel um 1,3 auf 52,8 Punkte, wie das Markit-Institut mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2014. Das Barometer hielt sich aber über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum anzeigt.

Die Unternehmen mussten wegen des schwachen Euro, höherer Lohnkosten und teurerem Öl für Vorleistungen deutlich mehr Geld ausgeben. Ihre Einkaufspreise legten im Mai so kräftig zu wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Auch chinesische Konjunkturdaten haben die Anleger verstimmt. Die Industrie im Reich der Mitte ist im Mai den dritten Monat in Folge geschrumpft. „Es gibt bislang keinerlei Hinweise darauf, dass die Wirtschaft schon bald die Wende zum Besseren schafft”, sagte Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black.

Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China lag bei 49,1 Punkten nach 48,9 Zählern im April. Erst Werte über 50 Punkte signalisieren Wachstum. NordLB-Analyst Frederik Kunze geht davon aus, dass die chinesische Zentralbank schon bald weitere Maßnahmen, wie eine neuerliche Zinssenkung, ergreifen dürfte, um die Konjunktur anzuschieben. Für Peking habe die Wachstumsdynamik die Schmerzgrenze erreicht, schrieb der Experte in einem Kommentar.

Deutsche Bank hält die Anleger in Atem
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